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Möglicher Teilverkauf des Entwicklungszentrums Am Ende könnte nur der Markenname Opel bleiben

Der Opel-Mutterkonzern PSA prüft, Teile des Opel-Entwicklungszentrums zu verkaufen. Käme es dazu, wäre das der Anfang vom Ende von „Opel – Made in Germany“.

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Opel kommt nicht zur Ruhe. Gerade erst haben sich das Unternehmen und die Betriebsräte darauf geeinigt, sich „nur“ von 3700 der 19.000 hiesigen Opelaner zu trennen. Auf freiwilliger Basis und über verschiedene Abfindungs- und Vorruhestandsprogramme. Doch schon kommt der nächste Tiefschlag aus Paris: Die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet, dass der französische Opel-Mutterkonzern PSA darüber nachdenke, sich von einem Teil des Rüsselsheimer Opel-Entwicklungszentrums zu trennen. Man habe schon mehrere Entwicklungsdienstleister sondiert, damit diese Übernahmeangebote vorlegten.

Noch ist keine Entscheidung gefallen. Opel-Chef Michael Lohscheller bestätigte aber, dass man derzeit „unterschiedliche Optionen“ prüfe. Man wisse bei Opel, dass die Auftragsvolumen der alten Opel-Mutter General Motors „in den kommenden Jahren drastisch abnehmen werden“. Deshalb prüfe man, „wie eine nachhaltige und erfolgreiche Aufstellung“ im Entwicklungszentrum ITEZ erreicht werden könne. „Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen sind dabei Teil dieser Überlegungen.“ Aktuell stehe aber „noch nicht fest, welche Optionen tragfähige Lösungen sein könnten“.

Würde PSA Teile des Entwicklungszentrums verkaufen, wäre das der Anfang vom Ende von „Opel – Made in Germany“. Denn eine Entwicklungsabteilung ist das Herz eines jeden Autobauers. Dort kommen Innovationen her. Dort wird entschieden, welchen Vorsprung die Technik hat. Die Forschung und Entwicklung macht den Unterschied, den Vorsprung und Unterschied zu Wettbewerbern, erst aus.

Die Krux: PSA-Chef Carlos Tavares wollte genau das – eine deutsche Marke kaufen. Tavares wollte mit Opel sein französisches Auto-Angebot verbreitern. Es gebe auf dem Weltmarkt Länder, in denen keine französischen, sondern lieber deutsche Marken auf den Einkaufslisten stünden, sagte er anfangs. „Deshalb würde Opel unser Angebot gut ergänzen,“ jubilierte Tavares. Doch davon ist bald nicht mehr viel übrig. Nach und nach pflanzt Tavares den Opel-Autos jetzt französische Technik ein. Die Plattform soll bald überall von PSA kommen. Die Opelaner, lästern viele, dürften dann nur noch die Haube designen, die auf der Plattform thront. Französische Technik würde sich quasi hinter einer deutschen Fassade verstecken.

Opel-Chef Lohscheller hält zwar dagegen: „Unser Engineering ist und bleibt Kern von Opel. Alle künftigen Opel-Modelle werden hier in Rüsselsheim entwickelt. Zudem übernehmen wir zahlreiche wichtige Aufgaben für die gesamte Groupe PSA“, sagte er. Ein Sprecher nannte als Beispiele etwa die Verantwortung für die Brennstoffzelle oder die Entwicklung für den US-Markt. Und doch wird man den Eindruck nicht los, dass die Opelaner eher Zukunftsthemen zugeschanzt bekommen, aus denen etwas werden kann – oder aber auch nicht. So gilt etwa der Einstieg in den US-Markt als teuer. Er dürfte daher in weiter Ferne liegen, weil Opel näherliegende Themen hat. Und auf die Brennstoffzelle setzt derzeit kaum ein Autobauer wirklich.

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