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Strafzölle auf E-Autos„Protektionismus setzt eine Spirale in Gang“

Die Debatte um die Strafzölle auf E-Autos ist vollends entbrannt. Jetzt warnen die SPD-Fraktion und der BMW-Chef vor den Folgen. 15.05.2024 - 13:24 Uhr

Oliver Zipse ist ein deutscher Manager und Vorstandsvorsitzender der BMW AG.

Foto: REUTERS

Die SPD-Bundestagsfraktion und BMW-Chef Oliver Zipse haben sich besorgt über die US-Strafzölle auf chinesische Elektroautos gezeigt. „Wir beobachten das mit Sorge, was das dann gegebenenfalls auch für Konsequenzen auf unseren europäischen Binnenmarkt hat“, sagte Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast, am Mittwoch in Berlin. „Protektionismus setzt eine Spirale in Gang“, warnte BMW-Chef Zipse bei der Hauptversammlung. „Zölle führen zu neuen Zöllen.“

Chinas Außenminister Wang Yi sprach am Mittwoch von einer „typischen Schikane“ der US-Regierung, die zeige, „dass einige Leute in den Vereinigten Staaten den Verstand verloren haben.“ Die „Unterdrückung“ Chinas durch die USA beweise, dass die USA ihr Selbstvertrauen verloren hätten, sagte Wang Yi laut dem staatlichen chinesischen Fernsehsender CCTV.

Die EU-Kommission prüft derzeit Anti-Dumping-Zölle auf chinesische Elektroautos, die Abgaben könnten ab Juli verhängt werden. Dagegen hatten sich sowohl Kanzler Olaf Scholz als auch der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson ausgesprochen, der von einer „dummen Entscheidung“ der US-Regierung sprach. Diese hatte die Einfuhrzölle auf E-Autos aus China von 25 auf 100 Prozent erhöht. Scholz hatte darauf verwiesen, dass solche Einfuhrzölle auch die Autos von europäischen Herstellern beträfen, die E-Autos in China fertigen. Dies betrifft alle großen europäischen Hersteller.

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BMW gehört zu den größten Importeuren von Elektroautos aus China. Unter anderem werden der elektrische Mini sowie der iX3 in der Volksrepublik für den Weltmarkt gebaut. Das Unternehmen drückt zudem trotz der Marktflaute bei Elektroautos bei der neuen Plattform „Neuen Klasse“ aufs Tempo.

Innerhalb von 24 Monaten nach Produktionsstart würden mindestens sechs verschiedene Modelle der „Neuen Klasse“ auf den Markt gebracht, sagte Zipse. Als erstes Modell laufe ab Ende 2025 ein SUV im neuen Werk im ungarischen Debrecen vom Band, anschließend folge eine Limousine.

BMW verspreche sich von der neuen Plattform Skaleneffekte, wenn die Elektromobilität weiter anziehe, sagte Zipse. Schon jetzt sei die Elektromobilität die am schnellsten wachsende Antriebsform. 2030 solle etwa jedes zweite verkaufte Fahrzeug des Unternehmens ein Elektroauto sein. „An diesem Ziel halten wir fest“, bekräftigte Zipse.

Lesen Sie auch: EU plant ebenfalls höhere Zölle auf chinesische Dumpingprodukte

rtr
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