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Überprüfung von Werken Sparmaßnahmen sind bei Continental in vollem Gange

Auch Continental hat mit Problemen zu kämpfen. Quelle: dpa

Die deutschen Autozulieferer haben derzeit mit massiven Problemen zu kämpfen. Continental geht das nicht anders. Das Unternehmen überprüft deshalb auch mehrere Werke auf ihre Wirtschaftlichkeit.

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Der kriselnde Autozulieferer Continental überprüft im Zuge seiner Sparanstrengungen auch einzelne Werke. „Wir schauen überall auf die Wettbewerbsfähigkeit, deutsche Standorte sparen wir dabei nicht aus“, sagte Konzern-Chef Elmar Degenhart der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Derzeit liefen Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. „In den kommenden Wochen werden wir dann die ersten Entscheidungen treffen“, kündigte Degenhart an. Medienberichten zufolge stehen beim Dax-Konzern neun seiner weltweit 32 Werke in der Antriebssparte auf der Kippe, auch in Deutschland käme ein Stellenabbau in Frage.

Ab es im Rahmen der Sparbemühungen zu Stellenstreichungen kommt, steht laut Degenhart noch nicht fest. „Der erste Schritt ist Kurzarbeit, das wird bereits in einigen Betrieben praktiziert“, sagte der Manager. Ferner würden darüber hinausgehende Maßnahmen diskutiert. „Bereiche, die absehbar nicht ausreichende Beiträge zu Wachstum oder Gewinn leisten, stellen wir auf den Prüfstand, notfalls trennen wir uns davon.“ Auch betriebsbedingte Kündigungen wollte der Conti-Chef nicht grundsätzlich ausschließen. „Wir wissen nicht, was mittelfristig auf uns zukommt. Sollte sich die Situation weiter verschlechtern, müssen wir darauf reagieren“, so Degenhart.

Continental hatte Anfang August ein Programm angekündigt, um angesichts der grassierenden Flaute die Finanzkraft dauerhaft zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Geschäftsziele hatte der Reifen- und Elektronikzulieferer bereits Ende Juli nach einem Gewinneinbruch gekappt und dies mit der weltweit sinkenden Fahrzeugproduktion und Unsicherheiten durch den Handelsstreit zwischen den USA und China begründet.

Diese sieben Autozulieferer rutschen in die Krise
Der Hannoveraner Traditionshersteller Continental hat große Probleme, die Spur zu halten Quelle: dpa
Bei Bosch hängen 50.000 Arbeitsplätze, davon allein 15.000 in Deutschland, vom Diesel ab. Quelle: dpa
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Auch bei den 79.000 Mitarbeitern von Mahle geht die Angst um. Quelle: dpa
Der größte fränkische Auto-Zulieferer Schaeffler aus Herzogenaurach sieht bisher noch keine Notwendigkeit für weitere Maßnahmen. Quelle: imago images
Das Coburger Familienunternehmen Brose musste ebenfalls Federn lassen und will mit „Kapazitätsanpassungen“ reagieren. Quelle: imago images
Leoni aus Nürnberg ist wohl einer der bisher am stärksten Betroffenen der Branche in Deutschland. Quelle: dpa

Zudem treibt Degenhart einen Börsengang der Antriebssparte weiter voran. „Wir streben 2020 an die Börse mit Vitesco Technologies, wie unsere Antriebstechnik künftig heißt. Entweder in Form eines Teilbörsengangs oder als Spin-off“, machte der Manager deutlich. „Es gibt keinen Grund, die Vorbereitungen zu bremsen.“ Conti hatte den eigentlich für das zweite Halbjahr ins Auge gefassten Gang aufs Parkett der Antriebssparte mit weltweit gut 40.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von zuletzt 7,7 Milliarden Euro wegen des schwachen Marktumfelds unlängst auf das kommende Jahr verschoben.

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