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AuswertungWelche Banken noch am kostenlosen Girokonto festhalten

Die Suche nach einem kostenlosen Girokonto, das zu einem passt, kann mühsam sein – doch sie lohnt sich. Bei welchen Kreditinstituten man fündig wird und welche Bedingungen gelten, zeigt eine Auswertung von „Finanztest“. 20.08.2019 - 13:51 Uhr

Kostenlose Girokonten sind beinahe eine Rarität geworden.

Foto: imago images

In Zeiten der Niedrigzinsen sind kostenlose Girokonten selten geworden. Was aber nicht heißt, dass sie von einigen Kreditinstituten nicht doch noch angeboten werden. Das Angebot ist lediglich rarer geworden und die Modelle sind häufig gleich an mehrere Voraussetzungen gebunden. Doch die Suche nach dem kostenlosen Girokonto lohnt sich – wenn es denn zugleich auch ein sicheres Konto ist.

Bei dieser Suche hilft eine Auswertung der Zeitschrift „Finanztest“. Demnach sind noch 22 von rund 290 Kontomodellen gratis, die die Tester bei 122 Geldhäusern unter die Lupe nahmen. Vorausgesetzt: Kunden führen dieses Konto online und nutzen es als Gehalts- oder Rentenkonto.

In diesem Fall gibt es den Angaben zufolge bei den 22 Angeboten keinen monatlichen Grundpreis, alle Onlinebuchungen sind inklusive, die Girocard ist kostenlos. „Weitere 69 Girokonten sind mit Preisen von maximal 60 Euro pro Jahr noch recht günstig“, heißt es in der September-Ausgabe der „Finanztest“ von Stiftung Warentest.

Kostenlose Girokonten ohne Bedingungen (nur überregionale Angebote)

Kostenlose Girokonten mit Mindestgeld- oder Gehalteingang (nur überregionale Angebote)

Kostenlose Girokonten haben die Tester bei einigen regionalen Banken gefunden – etwa bei den Stadtsparkassen Düsseldorf und Magdeburg oder der PSD Nord und PSD Berlin-Brandenburg. Bei diesen Banken müssen allerdings monatlich Gehalts- oder Geldbeträge ab 1000 Euro und mehr eingehen, damit die kostenlose Kontoführung überhaupt möglich ist. Dabei gibt es innerhalb einer Bankengruppe große Unterschiede: Bei den kostenlosen Konten der PSD Köln oder Koblenz zum Beispiel braucht es nicht mal einen Mindesteingang. Die Sparkasse Holstein arbeitet ebenfalls ohne Mindesteingänge, dafür aber mit einer anderen, ungewöhnlichen Einschränkung: Bei der „Nutzung von mindestens drei weiteren hauseigenen Produkten“ gibt es das Girokonto bei der Sparkasse Holstein kostenlos dazu. Wer also zum Beispiel einen Bausparvertrag, eine Kreditkarte oder eine Haftpflichtversicherung des Instituts hält, bekommt einen Treuebonus.

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Wer nun allerdings nicht in diesen Regionen wohnt, muss auf überregionale Angebote zurückgreifen. 13 kostenlose Gehalts- oder Rentenkonten, die online geführt werden und keine weiteren Bedingungen vorsehen, listet „Finanztest“ auf. Darunter fallen Anbieter wie 1822direkt, die Consorsbank, die Degussa Bank oder das Berliner Start-up N26.

Für manchen Kunden dürften auch kostenlose Girokonten interessant sein, die durchaus Bedingungen vorsehen. Zehn solcher kostenlosen Konten hat „Finanztest“ ausfindig gemacht: Gleich vier von ihnen werden von der Targobank angeboten. Eines davon kommt zwar ohne Mindestgeldeingang aus. Doch das „Premium-Konto“ dürfte dennoch keine Wahl für jedermann sein, setzt es doch ein kontinuierliches Guthaben von mindestens 50.000 Euro voraus. Allerdings finden sich auch Konten mit vertretbaren Bedingungen unter den kostenlosen Angeboten, die an eine Bedingung geknüpft sind. Etwa das Online-Konto der Targobank oder DKB-Cash (für Aktivkunden), die einen monatlichen Gehalts- beziehungsweise Geldeingang von 600 und 700 Euro voraussetzen. DKB-Cash, das mit einer kostenlosen Kreditkarte von Visa daherkommt, ist als gebührenfreies Konto der „Bestseller“ der DKB: 2,98 Millionen Konten dieser Art verzeichnete die Bank 2018.

Da es nicht für jeden Kunden das uneingeschränkt passende und auch noch kostenlose Konto gibt, stellt sich die berechtige Frage: Ab wann ist ein Konto überhaupt zu teuer? „Wer allerdings mehr als 60 Euro im Jahr - die Kosten für eine Kreditkarte nicht eingerechnet - für sein Girokonto ausgibt, sollte sich eine neue Bank suchen“, heißt es in dem Bericht von „Finanztest“. Manchmal reiche es schon, zu einem günstigeren Kontomodell der eigenen Bank zu wechseln.

Warum die kostenlosen Konten seltener werden

Vor der Finanzkrise im Jahr 2008 habe es noch deutlich mehr kostenlose Girokonten gegeben, berichtet Stephanie Pallasch von Stiftung Warentest: „Sie dienten in erster Linie der Kundengewinnung. Denn, wenn der Kunde als einziges Produkt nur ein kostenloses Girokonto hat, kann sich das nicht rechnen. Dahinter steckt eine Dienstleistung, die Banken und Sparkassen Geld kostet.“

Inzwischen setzen Niedrigzinsen und Kosten für strengere Regulierung die Finanzhäuser unter Druck. Sie treten daher auf die Kostenbremse. So sinkt die Zahl der Filialen seit Jahren. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank verringerte sich ihre Zahl im vergangenen Jahr deutlich um 2239 auf 27.887 Zweigstellen. „Der Betrieb von Filialen ist für Kreditinstitute teuer. Es ist daher im Interesse von Banken und Sparkassen, dass die Kunden ihre Bankgeschäfte online selbst erledigen“, erläuterte Pallasch.

Der vollständige Testbericht kann auf der Webseite test.de kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Mit Material von dpa

dor
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