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CommerzbankErnüchterung bei der Commerzbank

Die Niedrigzinsen und die Flaute an den Kapitalmärkten haben Deutschlands zweitgrößter Bank zu Jahresbeginn schwer zu schaffen gemacht. Der Gewinn brach in den ersten drei Monaten um gut die Hälfte ein. 03.05.2016 - 08:40 Uhr

Rang 8: Sparkasse

Das Schlusslicht bildet im Personal-Ranking von efinancialcareers mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von 37.788 Euro die Sparkasse. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Mitarbeiterzahlen der Sparkassen wohl Azubis und Teilzeitbeschäftigte enthalten und damit nach oben verzerrt sind. Insgesamt wurden für das Ranking acht Institute berücksichtigt.

Quelle:efinancialcareers.com

Foto: dpa

Rang 7: DZ Bank Gruppe

Im unteren Bereich des Rankings liegt auch die DZ Bank Gruppe. Die Gruppe hat einen durchschnittlichen Personalaufwand von 53.700 Euro pro Mitarbeiter.

Foto: dpa

Der Personalaufwand dürfte bei der DZ Bank Gruppe in Realität allerdings höher ausfallen, da die Angaben auch die Tochtergesellschaften der Gruppe, wie die R+V Versicherung, einbeziehen.

Foto: PR

Rang 6: Commerzbank

Durchschnittlich rund 76.000 Euro ließ die Commerzbank im Jahr 2015 für jeden Mitarbeiter springen. Damit schafft es die Bank auf Rang 6.

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Rang 5: HypoVereinsbank

Die HypoVereinsbank (HVB) liegt im Ranking mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von 111.649 Euro auf Platz vier. Allerdings gibt das Institut am meisten Geld für ihre Investmentbanker aus. Im Durchschnitt liegt der Personalaufwand ohne das Back-Office-Personal in dem Bereich bei knapp 184.000 Euro.

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Rang 4: Aareal Bank Group

Während die Aareal Bank mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von rund 116.000 Euro im mittleren Bereich liegt (Rang 4), führt sie die Liste der Vorsteuerergebnisse pro Kopf an: Durchschnittlich 164.000 Euro hat jeder Mitarbeiter zum Vorsteuergewinn des Immobilienfinanziers beigetragen.

Foto: PR

Rang 3: HSBC Trinkaus

Der Deutschland-Ableger HSBC Trinkaus zahlt pro Kopf 120.337 Euro für seine Banker. Damit liegt er, wie auch im Vorjahr, auf Rang 3.

Foto: dpa

Rang 2: Deutsche Bank

Erstmals seit Einführung des Rankings ist nicht mehr die Deutsche Bank das bestzahlende Geldinstitut Deutschlands. Doch trotz des Rekordverlustes der Deutschen Bank von fast 6,8 Milliarden Euro fiel der Personalaufwand pro Kopf mit über 131.000 Euro immer noch stattlich aus.

Foto: dpa

Bemerkenswert sind auch die Verschiebungen innerhalb des Bankenriesen. So kassierten die Mitarbeiter im Deutsche Asset & Wealth Management durchschnittlich 142.000 Euro und damit fast 10.000 Euro mehr als die Kollegen aus dem Investmentbanking.

Foto: dpa

Rang 1: Berenberg

Zum ersten Mal führt die Hamburger Privatbank Berenberg die Liste der bestzahlenden Geldinstitute mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von rund 140.000 Euro pro Mitarbeiter an. Zusätzlich hat das Institut im vergangenen Jahr 80 neue Stellen geschaffen.

Foto: PR

Die Unruhe an den Kapitalmärkten und die Folgen der Niedrigzinsen haben die Commerzbank im ersten Quartal deutlich gebremst. Der Überschuss halbierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 163 Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Der operative Gewinn sackte um 60 Prozent auf 273 Millionen Euro ab. Vor allem im Investmentbanking gab es Einbrüche. Schwächer lief es auch im Geschäft mit dem Mittelstand. Dagegen verbuchte das Privatkundengeschäft erneut einen Gewinnzuwachs, wenn auch vor allem dank eines Sondereffekts.

Vor allem das Rückgrat der Bank, das Geschäft mit dem Mittelstand, und die Investmentbank, mussten heftige Einbußen hinnehmen. Die bisher vom neuen Vorstandschef Martin Zielke geführte Privatkunden-Sparte hielt sich dagegen stabil. Der Milliardengewinn des Vorjahres ist in weite Ferne gerückt. Nach dem ersten Quartal sei es "deutlich ambitionierter geworden, das Konzernergebnis des Jahres 2015 zu erreichen", erklärte die Bank. Trotzdem plant sie derzeit mit einer stabilen Dividende von 20 Cent.

Zielkes Vorgänger Martin Blessing hatte bereits auf seiner letzten Hauptversammlung vor zwei Wochen vor dem Gewinneinbruch im ersten Quartal gewarnt. Er traf die Investoren daher nicht unerwartet. Finanzvorstand Stephan Engels sprach am Dienstag von einem "ordentlichen operativen Ergebnis". Dieses brach freilich noch stärker auf 273 Millionen Euro ein. Dabei musste die Bank für faule Kredite etwas weniger zurücklegen als ein Jahr zuvor. Das dürfte im Jahresverlauf nicht so bleiben. Für das Gesamtjahr rechnet die Bank mit einem moderaten Anstieg der Risikovorsorge.

Commerzbank

Blessings Bilanz bleibt bitter

von Cornelius Welp

Das Zinsumfeld habe sich durch die negativen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) nochmals verschärft, erklärte die Bank. Das habe vor allem die Mittelstandsbank getroffen, die nur noch 209 (364) Millionen Euro verdiente. Das erhöhe den Druck auf die Margen im Einlagengeschäft, während die Kreditnachfrage stagniert. Um gegenzusteuern, will die Commerzbank mit ihren Firmenkunden verstärkt über alternative Anlagekonzepte sprechen. Auch an den Kapitalmärkten hielten die Kunden sich zurück. Operativ blieben im Investmentbanking daher nur noch 70 (250) Millionen Euro hängen.

Im Privatkundengeschäft ist der Gewinn dagegen auf 191 (157) Millionen Euro gestiegen. Die Sparte, in der die Commerzbank im ersten Quartal netto 59.000 Kunden gewann, profitierte mit 44 Millionen Euro von einer Sonderausschüttung des deutschen Kreditkarten-Vermarkters Euro Kartensysteme.

dpa, rtr
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