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Bird mit neuem Verleihmodell „E-Scooter sind hierzulande noch im Babystadium“

Lenkstange eines Scooters von Bird Quelle: imago images

Bird kehrt heute mit Neuerungen aus der Winterpause zurück. Manager Christian Geßner spricht über die Circ-Übernahme und kündigt ein neues Plattform-Modell an, das es jedem Unternehmer ermöglicht, Scooter zu verleihen.

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WirtschaftsWoche: Herr Geßner, Bird befindet sich seit Ende November in Deutschland in einer Winterpause. Sie haben Ihre Scooter eingesammelt, das Geschäft ruht. Doch bis auf das Sturmtief „Sabine“ blieb ein Winterchaos vielerorts aus. War die Pause also eine falsche Entscheidung?
Auf keinen Fall. Und das würden wir auch immer wieder so machen – obwohl der Winter vielleicht nicht so hart war. Die Sicherheit steht an erster Stelle.

Also über dem Umsatz. Den haben Ihre Konkurrenten trotzdem eingefahren, denn die haben auf eine Winterpause verzichtet.
Doch das ändert nichts an unserer Haltung. Und außerdem sind wir froh, dass wir jetzt auch wieder durchstarten können.

Die Winterpause ist also beendet?
Genau, ab sofort können unsere Scooter erstmals in Duisburg ausgeliehen werden. Nach Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Köln und München ist Duisburg unser siebter deutscher Standort. Auch in Duisburg bieten wir den Bird One Germany an – unseren extra für Deutschland entwickelten E-Scooter, bei dem wir verstärkt auf Sicherheit und Langlebigkeit setzen.

Christian Geßner ist bei Bird seit 2018 General Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Quelle: PR

Stellen Sie nun auch in den anderen Städten die Scooter wieder auf?
Noch nicht, erst einmal nur in Duisburg. Die anderen Städte folgen demnächst. Allerdings birgt der Start in Duisburg eine weitere Neuerung: Nicht wir werden die Scooter-Flotte betreiben, sondern ein lokaler Partner. Wir führen in Deutschland nämlich Bird Platform ein. Ein Produkt, das es Unternehmen ermöglicht, E-Scooter zu verleihen und so ein eigenes Geschäft aufzubauen.

Wer wird das in Duisburg sein?
Die Seven Group GmbH. Ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das bereits Bird-Flotten in Zürich, Basel und Winterthur betreibt. Und bald auch in weiteren deutschen Städten starten will. Darüber hinaus führen wir noch Gespräche mit anderen Unternehmen, die womöglich zu Partnern werden.

Ganz neu ist Ihr Plattform-Produkt also nicht?
Wir bieten es etwa schon in der Schweiz, Kanada, Neuseeland oder Lateinamerika an.

Warum braucht es das nun in Deutschland? Was erhoffen Sie sich davon?
Es passt dazu, dass wir uns nicht als E-Scooter-Verleiher, sondern als Mobilitätsunternehmen mit verschiedensten Produkten verstehen. Bird Platform ist eines davon.

Und dann kann bald jeder E-Scooter in Deutschland verleihen?
Grundsätzlich schon. Jeder Unternehmer, Entrepreneur, oder wer das noch werden will, kann sich bei uns bewerben, um mit Bird eine eigene E-Scooter-Flotte zu betreiben. Der Partner kauft die Scooter dann, wir stellen unsere App zur Verfügung und bieten unseren technischen Support an. Um die Preisgestaltung oder das Marketing kümmert sich dann der Partner vor Ort. Außerdem erhalten wir einen Teil des Fahrpreises. Es kann sich also prinzipiell jeder lokale Unternehmer bewerben, das Anfangsinvestment ist aber schon eine gewisse Eintrittsbarriere.

Sie verdienen also am Verkauf der Scooter und jeder einzelnen Fahrt. Was bezahlt ein Partner denn für einen E-Scooter?
Wir verkaufen unsere Scooter fabrikneu für etwa 600 bis 700 US-Dollar pro Stück. Und dabei handelt es sich um die Scooter, die ohnehin schon auf den Straßen unterwegs sind. Die sich also schon bewährt haben. Rechnet man das nun auf eine Flotte von hunderten Rollern hoch, muss ein Partner natürlich ein gewisses Investment stemmen können.

Und bei einer Fahrt verdienen Sie...?
Dazu machen wir keine Angaben.

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