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McDonald's Der Burger wird künftig am Tisch serviert

Die Fast-Food-Kette McDonald's hat in Deutschland seit Jahren mit Umsatz- und Besucherrückgängen zu kämpfen. Eine Qualitätsoffensive soll nun die Trendwende bringen.

Big Mac und Pommes werden bei McDonald's künftig zum Tisch gebracht. Quelle: dpa

Der Burger ist in Deutschland so beliebt wie nie. In den Fußgängerzonen jeder größeren Stadt finden sich neue Ableger von alternativen Burger-Ketten wie „What’s Beef“ oder „Beef Brothers“. Statt labberigen Brötchen, einer dünnen Bulette und fahlem Grünzeug bieten die Ketten Burger als Gaumenschmaus.

Better Burger nennt sich der Trend – und der machte McDonald’s in den vergangenen Jahren zu schaffen. Während die hippen Burger mit gehobener Qualität die Kunden lockten, gingen die Kundenzahlen beim Branchenprimus, der immer noch einen Marktanteil von 70 Prozent auf dem Fast-Food-Markt hat, stetig zurück.

Die wertvollsten Fast-Food-Marken

Holger Beeck, der seit Ende 2013 der Deutschland-Chef von McDonald’s ist, hatte bei der Übernahme als erster mit großen Problemen zu kämpfen. Zuvor konnte McDonald’s Deutschland seit der Gründung 1971 Jahr für Jahr Wachstum verbuchen. Wegen des gestiegenen Gesundheitsbewusstseins, Image-Schäden und dem Wiedererstarken der Bäckereien brachen die Einnahmen ein – um fast fünf Prozent. Beeck kündigte wegen der Misere gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ weitreichende Änderungen an.

McDonald’s startet Tischservice in Frankfurt

„In den mehr als 40 Jahren hat es für die Gäste von McDonald’s immer die gleiche Reise durch unsere Restaurants gegeben: am Counter bestellen, bezahlen, essen, Tablett zurückbringen. Das ändert sich“, so Beeck zur „FAZ“. Das Angebot solle dünner, aber dafür übersichtlicher und individueller werden. Auch die Qualität der Produkte solle verbessert werden. So wird seit einigen Wochen für hochwertige Produkte das Fleisch des Simmentaler Rinds verwendet. Am Montagabend sollen weitere Produktneuheiten bei der Eröffnung der neuen Filiale am Frankfurter Flughafen vorgestellt werden.

Mit rund 650 Plätzen auf rund 3000 Quadratmetern ist sie die größte ihrer Art in Deutschland. Neben ihr sollen in diesem Jahr zu den rund 1400 Filialen, die es in Deutschland bereits gibt, sieben weitere hinzukommen. Zu den Standorten der Filialen wollte sich McDonald's nicht äußern. Fest steht: Die neuen Filialen sollen die neue Qualität verkörpern.

Zehn dicke Fast-Food-Flops
Ein Omelett-Sandwich Quelle: Creative Commons
Screenshot eines YouTube-Videos, in dem die McDonald´s-Pizza beworben wird Quelle: Screenshot
McLobster Quelle: Creative Commons
Mini-Burger BK Shots Quelle: Creative Commons
Würstchen Quelle: REUTERS
Satisfries Quelle: obs
Eine Ananas Quelle: Fotolia

Das größte Novum, das Beeck gegenüber der „FAZ“ ankündigte: Fritten und Burger werden künftig zum Tisch gebracht. Bis dato hatte es den Tischservice nur in wenigen Filialen außerhalb Deutschlands mit herausragenden Standorten gegeben – etwa in Paris.

In Frankfurt soll der Tischservice nun auch erstmals in Deutschland angeboten werden. Mitarbeiter laufen mit einem Tablett durch die Filiale, nehmen Bestellungen auf und leiten diese direkt an die Küche weiter. Wie WirtschaftsWoche Online aus Unternehmenskreisen erfuhr, ist der Service vorerst exklusiv für die neue Frankfurter Filiale vorgesehen. Je nachdem, wie die Besucher ihn annehmen, könnte der Tischservice auch auf andere Filialen ausgeweitet werden. Einen Zeitplan dafür gibt es aktuell nicht. Auch in der Schweiz wird der Tischservice eingeführt.

Neben dieser Neuerung wird es in Frankfurt zwei weitere Bestellmöglichkeiten geben: Der Besucher kann seinen Burger weiterhin klassisch am Tresen ordern. Daneben gibt es den sogenannten „Kiosk“ – ein digitales Bestellterminal, das bereits in zehn Prozent aller Filialen in Deutschland vorhanden ist. Neu dabei ist: Kunden die dort bestellen können auswählen, ob sie ihren Burger am Tresen abholen oder ihn an den Tisch liefern lassen wollen. Das Menüboard, auf denen Besucher oberhalb der Theke die Angebote finden, wird in Frankfurt erstmals komplett digitalisiert.

Das digitale Menüboard und die die „Kiosks“ sollen auch in den sieben anderen neuen Filialen angeboten werden. Welche Neuerungen zudem noch übernommen würden, sei aktuell noch offen.

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