Netflix-Kosten 2026: Standard-, Premium- oder Werbungs-Abo: Die Netflix-Abos im Überblick
Was kostet das Netflix-Abo 2026 und darf ich es mit Freunden teilen? Alle wichtigen Informationen im Überblick.
Foto: REUTERSNetflix will den Medienkonzern Warner Bros. kaufen, das bestätigte das Unternehmen in einer Pressemitteilung Ende 2025. Ein Deal steht weiterhin aus. Damit würde der Streamingriese Zugriff auf eine der größten Serien- und Filmbibliotheken Hollywoods bekommen.
Die Coronapandemie hatte beim Streaming-Riesen Netflix für einen enormen Kundenansturm gesorgt. Die letzten Nutzerzahlen wurden im vierten Quartalsbericht 2024 bekannt gegeben. Zum Ende des vergangenen Jahres hatten weltweit rund 301,6 Millionen Menschen ein Abo bei Netflix. Zwischen Oktober und Dezember gewann der Streamingdienst fast doppelt so viele neue Abonnenten wie von Analysten prognostiziert. Zu diesem Erfolg trugen die zweite Staffel der koreanischen Hitserie „Squid Game“ und die Live-Übertragung von Sportevents bei. Der Boxkampf zwischen Influencer Jake Paul und Boxlegende Mike Tyson, zog in Spitzenzeiten bis zu 60 Millionen Zuschauer an.
In Deutschland stiegen die Netflix-Kosten 2024 in bestimmten Fällen. Denn: Das Teilen von Accounts – das sogenannte Account Sharing – kostet eine Gebühr pro Nutzer und pro Monat. Netflix hatte 2023 in Deutschland das preisgünstigste werbefreie Abonnement für Neukunden eingestellt. Als Neukunde ist es nun nicht mehr möglich, das Einsteiger-Abo bei Netflix zu abonnieren.
Zuletzt erhöhte das Unternehmen die Preise 2025 für das Standard- und das Premium-Abo. Dabei wurde der Preis des Standard-Abos um einen Euro und des Premium-Abos gleich um zwei Euro angehoben. Doch was bieten die unterschiedlichen Netflix-Abos 2026 und wie viel kosten sie? Ein Überblick.
Netflix-Kosten 2026: Abo-Preise, Tarife und Account-Sharing
Was kostet ein Netflix-Abo 2026 pro Monat?
Am 3. November 2022 kam ein günstiges werbefinanziertes Abo für unter fünf Euro hinzu. Paypal, Kreditkarte, Bankeinzug und SEPA-Lastschriftverfahren stehen als Zahlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das sind die aktuellen Tarife der vier möglichen Netflix-Abos im Schnellüberblick:
- Basis Abo mit Werbung: 4,99 Euro pro Monat
- Basis Abo: 9,99 Euro pro Monat
- Standard-Abo: 13,99 Euro pro Monat
- Premium-Abo: 19,99 Euro pro Monat
Die verschiedenen Netflix-Abonnements variieren nicht nur im Preis, sondern auch in Bezug auf die angebotenen Leistungen. Dazu zählen die maximale Auflösung des Streaming-Inhalts sowie die Anzahl der Geräte, auf denen gleichzeitig gestreamt werden kann. Die Tabelle zeigt die aktuellen Preise und Leistungen der einzelnen Netflix-Abonnements auf einen Blick:
| Basis-Abo mit Werbung | Basis-Abo (für Bestandskunden) | Standard-Abo | Premium-Abo | |
|---|---|---|---|---|
| Kosten | 4,99 Euro pro Monat | 9,99 Euro pro Monat | 13,99 Euro pro Monat | 19,99 Euro pro Monat |
| Geräte | auf zwei Geräten | auf einem Gerät | auf zwei Geräten | auf vier Geräten |
| enthalten | Full HD-Videoqualität bis zu 1080p, jederzeit kündbar, unbegrenzter Zugang zu Filmen und Serien; auf dem Laptop, Fernseher, Smartphone und Tablet schauen | HD-Videoqualität bis zu 720p, jederzeit kündbar, unbegrenzter Zugang zu Filmen und Serien; auf dem Laptop, Fernseher, Smartphone und Tablet schauen | Standardauflösung SD und HD-Auflösung, jederzeit kündbar, unbegrenzter Zugang zu Filmen und Serien; auf dem Laptop, Fernseher, Smartphone und Tablet schauen | Standardauflösung SD sowie HD- und Ultra-HD-Auflösung, jederzeit kündbar, unbegrenzter Zugang zu Filmen und Serien; auf dem Laptop, Fernseher, Smartphone und Tablet schauen |
| nicht enthalten | Full HD- und Ultra HD-Auflösung | Full HD- und Ultra-HD-Auflösung | Ultra-HD-Auflösung | / |
Netflix-Werbungs-Abo: Neue Werbeformate bei Netflix in Planung
Das werbefinanzierte Abo gewinnt an Beliebtheit. Laut eigenen Angaben greifen mehr als 94 Millionen Kunden auf das günstigste Abo zurück. Netflix sieht das als klares Zeichen, um sein Abo für weitere Werbeformate zu öffnen. Auf der Upfront 2025, einer Netflix eigenen Präsentation für Werbetreibende, stellte das Unternehmen die Netflix Ads Suite vor.
Die Ads Suite ist in den USA und Kanada bereits nutzbar und soll bis 2026 in alle Länder mit werbefinanzierten Abos ausgerollt werden. Mit der neuen Ads Suite soll unter anderem KI zum Einsatz kommen. Sie soll die Werbung mit den Welten der aktuell gestreamten Sendung verbinden.
Gibt es 2026 ein Netflix-Probeabo?
Nein, Netflix bietet keinen Probemonat mehr an. In den vergangenen Jahren hatte der Streamingdienst potentiellen Neukunden eine Frist von 30 Tagen eingeräumt, in denen sie Serien und Filme im Probeabo ausprobieren konnten, bevor sie eines der Abos kostenpflichtig buchen mussten. Diesen Service bietet Netflix 2026 nicht an.
Wie kündige ich mein Netflix-Abo?
Das Netflix-Abo können Sie jederzeit kündigen. Das Konto wird dann am Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums deaktiviert. Bis dahin können Sie den Streamingdienst weiter nutzen. Es fallen keine Kündigungsgebühren an. Um das Abo zu kündigen, müssen Sie sich im Netflix-Account einloggen und die Konto-Einstellungen öffnen. Dort wählen Sie die Option „Mitgliedschaft kündigen“ aus. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Achtung: Wenn Sie die App einfach löschen oder sich ausloggen, läuft Ihre Mitgliedschaft trotzdem weiter.
Kann ich bei Netflix mit Gutscheinen bezahlen?
Bei der Post sowie in Elektronik- und Supermärkten sind verschiedene Netflix-Gutscheine erhältlich. Diese Gutschein können Sie auf der Netflix-Seite einlösen, indem Sie dort den Code eingeben. Es gibt kein Verfallsdatum und Sie können auch mehrere Gutscheine gleichzeitig einlösen. Aber: Die Gutscheine funktionieren nur in dem Land, in dem sie auch gekauft wurden. Wenn das Guthaben abläuft, bekommen Sie eine E-Mail und können entweder einen weiteren Gutschein einlösen oder eine Zahlungsart angeben.
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Netflix-Account-Sharing: Darf ich mein Abo 2026 mit Freunden teilen und was kostet es?
Das Teilen eines bestehenden Netflix-Abos ging lange nur bedingt. Netflix bot zwar Abos an, bei denen Sie auf bis zu vier verschiedenen Geräten gleichzeitig streamen konnten und vier verschiedene Profile anlegen durften, allerdings war bereits in den Nutzungsbedingungen des Streaminganbieters die Einschränkung vermerkt, dass die Nutzer eines Netflix-Abos aus demselben Haushalt kommen müssen.
Dagegen war Netflix lange nicht vorgegangen. Dies hat sich nun geändert: So müssen Netflix-Nutzer dafür bezahlen, wenn sie ihr Abo-Passwort mit Freunden, die nicht aus dem selben Haushalt kommen, teilen. Die Kosten für das Account-Sharing liegen in Deutschland bei 4,99 Euro pro Nutzer und Monat. Halten sich Nutzer nicht an diese Regel, könnte eine Account-Sperre drohen. Bevor ein Account allerdings in Deutschland gesperrt wird, sollen betroffene Nutzer zunächst eine Warnung per Mail erhalten.
Netflix hat wohl bereits entsprechende E-Mails an Konten verschickt, die offenbar mehrfach genutzt werden. Personen, die sich außerhalb des vordefinierten Haushalts mit ihrem Laptop oder Smartphone befinden, müssen zumindest einmal im Monat dorthin zurückkehren, um einer Sperrung durch Netflix vorzubeugen. In den E-Mails an Kontoinhaber, bei denen eine Mehrfachnutzung vermutet wird, werden die neuen Regeln erneut erklärt, ohne jedoch jemanden direkt zu beschuldigen. Diese Nutzer dürften bei Missachtung dann von möglichen Maßnahmen gegen das Account-Sharing betroffen sein.
Netflix gibt keine Informationen darüber preis, wie das Unternehmen das Teilen von Accounts überprüft. Es besteht die Möglichkeit, dass das Unternehmen den ungefähren Standort eines Nutzers verfolgen kann, von dem aus auf den Dienst zugegriffen wird.
Wichtig: Das bedeutet allerdings nicht, dass Netflix irgendeine Form des GPS-Trackings der User oder Endgeräte durchführt. Es sei ausdrücklich erlaubt, Netflix-Filme und Serien auch während Reisen oder unterwegs zu konsumieren.
Wie reagieren Netflix-Kunden auf die neue Regelungen fürs Account-Sharing?
Entgegen den Erwartungen einiger Beobachter gab es in den USA in den ersten Tagen nach Bekanntgabe des Verbots offenbar keine massive Abwanderung beim Streaminganbieter. Im Gegenteil: Laut der Analysefirma Antenna sollen innerhalb der ersten vier Tage nach der Ankündigung des Verbots 292.000 neue Netflix-Abonnements abgeschlossen worden sein.