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Poker um Air Berlin Michael Müller kritisiert Ryanair scharf

Im Ringen um die Zukunft von Air Berlin wird für Mitte September eine Entscheidung über den oder die Käufer angepeilt. Berlins Bürgermeister Michael Müller kritisiert unterdessen Ryanair.

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Poker um Air Berlin: Michael Müller kritisiert Ryanair scharf Quelle: dpa

Im Poker um die insolvente Air Berlin hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller eine Übernahme durch Ryanair deutlich abgelehnt und die irische Billigfluglinie scharf kritisiert. „Ryanair ist ein arbeitnehmerfeindliches Unternehmen. Das Geschäftsmodell ist frühkapitalistisch“, sagte der SPD-Politiker dem „Tagesspiegel“ (Dienstag). Müller trifft sich an diesem Dienstag mit Air-Berlin-Betriebsräten. Zugleich warb das Stadtoberhaupt mit deutlichen Worten dafür, der Lufthansa den Zuschlag zu geben.

„Ich glaube, es ist für alle Beteiligten unstrittig, dass bei mehreren seriösen Bewerbern die Lufthansa für Verlässlichkeit steht, auch weil sie ihr Geschäft am Luftverkehrsstandort Berlin ausgeweitet hat“, sagte Müller. Der Standort Berlin wolle möglichst viele Verbindungen anbieten können. „Dafür steht die Lufthansa.“

Nach Aussagen von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) vom Samstag verhandelt Air Berlin derzeit mit Lufthansa, Ryanair und der britischen Billiglinie Easyjet über Lösungen. Die Bundesregierung ist nach eigenen Angaben nicht an den Verhandlungen beteiligt.

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