Preisfrage: Was Fallschirmspringer für ihr Hobby blechen
Den Körper gegen den Wind gestemmt, geht es an die Absprungkante. Ein Schritt ins Leere. Plötzlich steht die Welt Kopf. Mit 200 Stundenkilometern aus 3000 bis 6000 Metern Höhe rasend der Erde entgegen. Nach etwa 45 Sekunden öffnet sich der Fallschirm. Den Rest der Strecke gleitet der Springer sanft zu Boden.
Was für die einen nach einer Horrorvorstellung klingt, bedeutet für Fallschirmspringer absolute Freiheit. In Deutschland absolvieren die Adrenalinjunkies jedes Jahr insgesamt über 200.000 Sprünge. Seit Jahren kommen jedoch immer weniger neue Springer dazu.
Da mag zum einen der Gedanke an die Umwelt davor abschrecken, nur in ein Flugzeug zu steigen, um es zehn Minuten später in schwindelerregender Höhe wieder zu verlassen. Zum anderen ist das Hobby nicht gerade günstig. Neue Springer können sich zwar bei vielen Vereinen die Ausrüstung, bestehend aus Fallschirm, Höhenmesser, Helm, Sprungkombi und akustischem Höhenwarner, ausleihen. Wer es aber irgendwann ernst meint, gibt dafür gut und gerne über 10.000 Euro aus.
Nach anderthalb Tagen geht's in die Luft
Und auch die Ausbildung kostet. Die meisten entscheiden sich dabei für die beschleunigte Freifallausbildung, kurz AFF (Accelerated Freefall). Bei dieser komprimierten Schulung geht es bereits nach anderthalb Tagen Bodenausbildung mit zwei Lehrern in die Luft.
Nach nur sieben Sprüngen dürfen die Schüler unter Anleitung allein Übungssprünge absolvieren. Haben sie mindestens 23 Sprünge hinter sich, dürfen sie die Prüfung ablegen. Wer diese besteht, erhält eine lebenslang und weltweit gültige Lizenz. Jeder Sprung nach der Ausbildung kostet etwa 30 bis 35 Euro.
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