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Lebensmittelhersteller Nestlé baut Kaffee-Angebot nach Deal mit Starbucks aus

Der Lebensmittelkonzern legt Hoffnungen in die Vermarktung von Starbucks-Produktes. Das schwache US-Geschäft soll dadurch angekurbelt werden.

Schon 2017 übernahm der Konzern en amerikanischen Edel-Röster und Fachhändler Blue Bottle Coffee. Quelle: Reuters

Vevey Der Lebensmittelkonzern Nestlé baut nach einem milliardenschweren Vermarktungsdeal mit Starbucks sein Kaffee-Angebot aus, um gerade auf dem US-Markt aufzuholen. Das neue Sortiment umfasse 24 Produkte, darunter ganze Bohnen, gerösteter und gemahlener Kaffee sowie Starbucks-Kapseln auf Basis von Nestlé-Systemen, erklärte der Schweizer Konzern am Mittwoch.

Das Bündnis mit Starbucks werde die führende Position von Nestlé im globalen Kaffeegeschäft festigen und das Portfolio in Nordamerika deutlich ausweiten. Nestlé hatte vergangenes Jahr 7,15 Milliarden Dollar (gut 6 Mrd Euro) an Starbucks gezahlt, um Produkte der US-Kette wie Kaffeebohnen oder gemahlenen Kaffee etwa in Supermärkten verkaufen zu dürfen.

Ausgenommen sind fertige Getränke und der Verkauf sämtlicher Produkte in Starbucks-Cafes. Mit den Amerikanern vereinbarte Nestlé auch, bei der Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte zusammenarbeiten. Die neuen Produkte würden nun in den nächsten Tagen in mehreren Ländern in Europa, Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und den USA in Geschäften und im Online-Handel eingeführt, kündigte Nestlé-Vorstand Patrice Bula in einer Telefonkonferenz an.

Auch Deutschland folge in Kürze. Starbucks betonte, mit der Kaffee-Allianz wachse die Reichweite der Marke. Denn die US-Kette kommt so in neue Vertriebskanäle neben den mehr als 24.000 Starbucks-Cafes weltweit. Nestlé-Chef Mark Schneider will Kaffee als Wachstumsbereich ausbauen. Der Konzern ist mit Marken wie Nespresso und Nescafé weltweit größter Kaffeeproduzent, gilt aber in den USA als unterrepräsentiert.

Schneider hatte 2017 auch schon den amerikanischen Edel-Röster und Fachhändler Blue Bottle Coffee mehrheitlich übernommen. Der Vermarktungsdeal mit Starbucks soll bereits ab 2019 Umsatz und Gewinn von Nestlé steigern. Der Schweizer Lebensmittelriese, der Marken wie Maggi, Kitkat und Nesquik vertreibt, legt an diesem Donnerstag (14. Februar) die Bilanz für das vergangene Jahr vor.

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