Luftfahrt Air-Berlin-Insolvenzverwalter will keinen Schadensersatz von Etihad verlangen

Weil Air Berlin seinen formellen Sitz in London hatte, ist ein Prozess in Deutschland nicht möglich. Etihad kommt deshalb um einen Prozess herum.

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Die ehemalige Fluggesellschaft ging 2017 insolvent. Quelle: dpa

Der Insolvenzverwalter der Air Berlin, Lucas Flöther, verlangt keinen Schadenersatz mehr vom einstigen Großaktionär der Fluggesellschaft, Etihad. Das teilte ein Sprecher Flöthers am Montag mit.

Hintergrund ist eine juristische Entscheidung, nach der der Schadenersatzprozess in Großbritannien geführt werden müsste, nicht in Deutschland. Dort sieht Flöther keine ausreichenden Erfolgsaussichten für seine Klage. Zuvor hatte die „Berliner Morgenpost“ berichtet.

Die verlustreiche Air Berlin hatte 2017 Insolvenz angemeldet, nachdem Etihad ihre Unterstützung beendet hatte. Dabei hatte die arabische Fluggesellschaft erst wenige Monate zuvor in einem „Letter of Support“ weitere Unterstützung für mindestens 18 Monate zugesagt. Flöther hoffte deshalb zunächst auf Schadenersatz von mehr als 500 Millionen Euro.

Die einst zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft war von Berlin aus gesteuert worden, hatte als Gesellschaft britischen Rechts ihren Sitz formell aber am Londoner Flughafen Stansted.

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