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Luftfahrt Lufthansa und Condor verhandeln über umstrittene Zubringerflüge

Die Kartellwächter sehen in der Kündigung des für Condor wichtigen Zubringervertrags eine Form von Machtmissbrauch. Nun verhandeln die Airlines offenbar neu.

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Die Airlines streiten über einen Vertrag, mit dem Condor bislang Reisen mit Lufthansa-Zubringerflügen als Paket verkaufen kann. Quelle: dpa

Nach Druck vom Bundeskartellamt kommt Bewegung in den Streit zwischen der Lufthansa und dem Ferienflieger Condor. „Wir können bestätigen, dass Lufthansa sich mit Condor in Sachen kommerzieller Vereinbarung für Zu- und Abbringerflüge in Verbindung gesetzt hat“, sagte eine Condor-Sprecherin am Donnerstag. Die Lufthansa bestätigte dies. Beide Airlines lehnten Kommentare darüber hinaus ab.

Deutschlands größte Airline hat einen Vertrag mit Condor über Lufthansa-Zubringerflüge zu Langstreckenverbindungen des Ferienfliegers mit Wirkung zum 1. Juni gekündigt. Condor hatte sich beim Bundeskartellamt beschwert und beim EU-Gericht in Luxemburg geklagt.

Jüngst stellten sich die Bonner Wettbewerbshüter auf die Seite von Condor. „Wir sind nach vorläufiger Prüfung der Auffassung, dass die Kündigung einen Missbrauch von Marktmacht darstellt“, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt am Dienstag. Das Kartellamt hatte betont, nach vorläufiger Prüfung könne die Langstrecke der Condor ohne die Zubringerflüge nicht wirtschaftlich betrieben werden. Bislang kann Condor Zubringerflüge der Lufthansa gemeinsam mit eigenen Verbindungen für eine durchgehende Urlaubsreise verkaufen.

Auch die EU überwacht mit Argusaugen das Geschäftsgebaren der Lufthansa, weil diese mit bis zu neun Milliarden Euro Staatshilfen in der Coronakrise vor der Pleite gerettet werden musste. Condor kann sich ebenfalls nur mit staatlichem Kredit in der Luft halten.

Der Kranich-Konzern will selbst stärker in das Geschäft mit touristischen Langstreckenflügen einsteigen und hat dafür den neuen Betrieb „Eurowings Discover“ gegründet, in dem die touristischen Flüge gebündelt werden sollen.

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