Rewe, Kaufland, Edeka und Amazon im Test: Wie ein Krämer Amazon besiegt

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Rewe, Kaufland, Edeka und Amazon im Test: Wie ein Krämer Amazon besiegt

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von Simon Book

Jeff Bezos rollt mit Amazon den Offline-Handel auf. Wie ein Krake greift er nach immer mehr Branchen. Jüngste Expansion: der Einzelhandel. Wir haben in Berlin vier Lebensmittel-Lieferdienste getestet – mit überraschendem Ergebnis.

Warum ist man bei Amazon nicht viel früher auf diese Idee gekommen. Es liegt doch eigentlich nahe, Lebensmittel zu liefern. Wo man doch sonst schon die halbe Welt mit Staubsaugern und Monitoren, Jeans oder Rasendünger per Paket versorgt. Aber Cola, Chips, Fleisch und Gemüse? Gab es bei Amazon bislang nicht. Nicht mal in Berlin, wo es sonst alles Mögliche gibt.

Rewe, Kaufland, sogar Edeka sind da weiter. Seit Monaten testen sie in den großen Metropolen des Landes Bringdienste für ihre Waren.

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Das ist ja auch zu praktisch: Viele Großstädter haben kein eigenes Auto mehr, kommen spät von der Arbeit oder haben schlicht keine Lust, Wasserkisten in die vierte Altbauetage zu schleppen. Wie schön also, wenn sich der Einkauf unterwegs erledigen lässt und für ein paar Euro Aufpreis bis an die Wohnungstür geliefert wird.

Die umsatzstärksten Onlinehändler

  • Platz 10

    Mit einem Umsatz von 432,3 Millionen Euro war Alternate im Jahr 2016 nach Umsatz der zehntgrößte Online-Shop Deutschlands.

    Quelle: EHI Retail Institute; Statista

  • Platz 9

    Etwas mehr Umsatz, nämlich 450 Millionen Euro, hat Tchibo 2016 erwirtschaftet und landet damit auf einem soliden neunten Rang.

  • Platz 8

    Durch conrad.de ist auch ein Elektronik-Fachhändler in der Bestenliste vertreten. Mit einem Umsatz von 471,8 Millionen Euro im Jahr 2016 schafft er es auf Rang 8. Auf diesem Platz landete er auch im Vorjahr.

  • Platz 7

    Platz 7 geht mit einem Umsatz von rund 517,4 Millionen Euro an cyberport.

  • Platz 6

    Mit einem Umsatz von 532,8 Millionen Euro landet der Versandhandel von Media Markt auf Rang 6.

  • Platz 5

    Der Umsatz des Onlinegeschäfts von bonprix lag bei über 586,6 Millionen Euro.

  • Platz 4

    Die AG notebooksbilliger.de, die neben Laptops auch Smartphones, Tablets und PCs vertreibt, hat 2016 706,6 Millionen Euro erwirtschaftet und landet damit auf Platz vier.

  • Platz 3

    Das kann Zalando noch übertreffen. Mit einem Umsatz von rund 1,1218 Milliarden Euro im Jahr 2016 landet der Onlinehändler für Mode auf Platz drei.

  • Platz 2

    Otto setzte 2,7434 Milliarden Euro um.

  • Platz 1

    Mit einem Umsatz von 8,1229 Milliarden Euro im Jahr 2016 ist der börsennotierte Online-Versandhändler amazon.de unangefochtener Spitzenreiter.

Ein gutes Geschäft – für beide Seiten. Das hat nun auch Amazon erkannt. Seit Mai verkauft der Allesversender deshalb unter dem Titel „Fresh“ Obst, Gemüse und auch Tiefkühlkost in Berlin und Brandenburg. Das Angebot – so schwärmten die Zeitungen zum Start – sei überragend. Nur: Stimmt das auch? Die WirtschaftsWoche hat den Test gemacht, eingekauft - und alles im Video festgehalten:

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WiWo-Check im VideoDas große Duell der Lieferdienste

1. Die Spielregeln

Die Idee ist einfach: Wir bestellen bei Rewe, Kaufland, Edeka (Bringmeister) und Amazon annähernd die gleichen Waren. Das Szenario ist der Einkauf für ein spontanes Grillevent. Bestellt wird am Donnerstagabend, geliefert werden soll Samstagmorgen zwischen 10 und 12 Uhr.

Auf dem Zettel stehen etwa Erdbeeren und Blaubeeren, Nudeln und getrocknete Tomaten, Oliven, eine Gurke, aber auch Butter, frisches Rinderfilet, Bratwürstchen, Grillsaucen und ein Rotwein (die Einkaufsliste als Download). Jeder der vier Supermärkte bekommt mehr oder weniger denselben Warenkorb. Ist ein exakt gleiches Produkt nicht im Sortiment, wird etwas möglichst Ähnliches bestellt.

PremiumTechgigant im Angriffsmodus Macht Amazon den deutschen Handel platt?

Amazon bläst mit einer Doppelstrategie zum Angriff auf den Handel in Deutschland. Chef Jeff Bezos prescht ins stationäre Geschäft vor und baut seine Marktmacht im Netz aus. Die Konkurrenz staunt – und wehrt sich.

Alarm im Einzelhandel: Die Offensive des Internetgiganten Amazon stellt deutsche Händler vor die Existenzfrage. Quelle: Illustration: Miriam Migliazzi & Mart Klein

Am Ende dann der Check: Wer hat den besten Online-Shop, wird pünktlich geliefert, was ist mit dem Preis? Und das Wichtigste: Stimmt die Qualität der Ware?

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