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TarifkonfliktVerdi kündigt Streik an Flughäfen in Düsseldorf und Köln an

Ab Freitag müssen Fluggäste in Düsseldorf und Köln/Bonn mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Zuvor waren bereits die Flughäfen in Hamburg, Hannover, Bremen und Berlin bestreikt worden. 15.03.2023 - 14:38 Uhr

Im laufenden Tarifkonflikt hat Verdi bereits mehrere Flughäfen bestreikt.

Foto: dpa

Verdi setzt die Arbeitskämpfe an deutschen Flughäfen fort und erweitert die Streikaktionen auf die Airports Düsseldorf und Köln/Bonn am Freitag. Die Belegschaft im Luftsicherheitsbereich, die Fluggäste, Personal, Waren und Fracht kontrolliere, sowie Beschäftigte im öffentlichen Dienst seien zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit.

Aufgrund von Schichtdiensten beginne der Ausstand in Köln/Bonn in der Nacht von Donnerstag auf Freitag und ende in Teilbereichen in den frühen Morgenstunden am Samstag. Fluggäste müssten mit Verspätungen, Wartezeiten und Flugausfällen rechnen.

„Die Beschäftigten machen mit den Streiks gemeinsam Druck auf die Arbeitgeber, weil in den bisherigen Verhandlungen weder im öffentlichen Dienst noch im Luftsicherheitsbereich ein akzeptables Angebot unterbreitet wurde“, sagte Andrea Becker, Verdi-Landesbezirksfachbereichsleiterin in Nordrhein-Westfalen. Am Montag hatte die Gewerkschaft bereits den Flugbetrieb an den norddeutschen Airports Berlin, Hannover, Hamburg und Bremen weitgehend lahmgelegt. Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) hatte den Arbeitskampf als schädlich für den Fortgang der Verhandlungen bezeichnet.

Verdi hat Flughäfen im laufenden Tarifkonflikt schon mehrfach bestreikt. Angesichts des dadurch nahezu stillstehenden Flugbetriebs fordern Luftverkehrsmanager Notdienstvereinbarungen für Flughäfen, damit ähnlich wie in Krankenhäusern ein Minimalbetrieb aufrecht erhalten bleibt.

Es sei fraglich, ob kritische Infrastruktur wie Airports einen ganzen Tag lahmgelegt werden könne, sagte der Chef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, Stefan Schulte. „Diese Diskussion muss geführt werden.“ Er ist zugleich Präsident des Flughafenverbandes ADV. Lufthansa-Chef Carsten Spohr mahnte kürzlich, die Streiks begännen „ein echter Standortnachteil zu werden für die deutschen Drehkreuze“. Wie in anderen Ländern üblich wären Vereinbarungen zu Notdiensten und Ankündigungsfristen für Arbeitsniederlegungen sinnvoll. „Wir brauchten das in Deutschland bisher nicht, aber wir brauchen es jetzt vielleicht.“

rtr
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