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Chemikalien-Händler Brenntag will auch in härteren Zeiten wachsen

Der Chemikalien-Händler rechnet mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Trotzdem will Brenntag insgesamt weiter zulegen.

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Der Konzern hatte 2018 ein Rekordjahr. Quelle: dpa

Frankfurt Nach einem Rekordergebnis 2018 stellt sich der weltgrößte Chemikalien-Händler Brenntag auf mehr Gegenwind ein. In diesem Jahr sei gesamtwirtschaftlich mit schwierigeren Bedingungen zu rechnen, erklärte Konzernchef Steven Holland am Mittwoch. Am meisten Sorgen bereite dabei Europa. Dennoch werde Brenntag insgesamt weiter wachsen, wenn auch langsamer als zuletzt.

Das Unternehmen will seinen operativen Gewinn (Ebitda) 2019 wechselkursbereinigt um drei bis sieben Prozent steigern. Im Vorjahr stieg der Wert um 8,4 Prozent auf 875,5 Millionen Euro. Auch der Umsatz erreichte mit einem Plus von gut zehn Prozent auf fast 12,6 Milliarden Euro einen Höchstwert.

Holland kündigte unterdessen seinen Rückzug vom Vorstandsvorsitz an. Mit Ablauf seines Vertrages im Februar 2020 werde er als Chef ausscheiden, sagte er. Der 61-Jährige stand neun Jahre an der Spitze des Konzerns, der als Bindeglied zwischen Chemie-Industrie und weiterverarbeitenden Branchen mit über 10.000 Produkten handelt.

Dabei bekam Brenntag in der zweiten Jahreshälfte 2018 in seinem umsatzstärksten Markt Europa, Naher Osten und Afrika bereits die abgeschwächte Wirtschaft zu spüren, während das Ergebnis in Nordamerika im Gesamtjahr besonders kräftig zulegte. Für den Brexit sieht Holland seinen Konzern gut gerüstet, wie auch für die Konkurrenz durch den jüngsten Zusammenschluss zweier großer US-Rivalen.

Brenntag selbst ist in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Zukäufen stark gewachsen, allein 2018 gab es sechs Übernahmen im Volumen von insgesamt 265 Millionen Euro. Der Konzern halte weiter aktiv nach Zukäufen Ausschau, sagte Holland. Das nächste Geschäft könnte noch in diesem Quartal über die Bühne gehen.

Das in Essen ansässige MDax-Unternehmen will abermals die Dividende erhöhen, und zwar um zehn Cent auf 1,20 je Aktie. Brenntag-Papiere legten rund fünf Prozent zu.

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