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MaschinenbauHeidelberger Druck erwartet Verlust – Aktie fällt

In Europa steigt der Margendruck auf Heidelberger Druck. Damit landet der Maschinenbauer in den roten Zahlen. Die Aktionäre reagieren enttäuscht. 21.01.2020 - 10:36 Uhr

Der Druckmaschinenbauer rechnet dieses Jahr nicht mehr mit schwarzen Zahlen.

Foto: dpa

Heidelberger Druck kann seine Umsatz- und Gewinnerwartungen nicht erfüllen und rechnet im laufenden Geschäftsjahr mit roten Zahlen. Der Druckmaschinenbauer gab am Montagabend sein Ziel auf, 2019/20 (per Ende März) mit einer schwarzen Null abzuschließen. Vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von 21 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Der Umsatz, der nach neun Monaten auf Vorjahresniveau lag, werde im Gesamtjahr leicht unter den 2,49 Milliarden Euro liegen, die der Konzern 2018/19 erwirtschaftet hatte. Das drückte die Heidelberger-Druck-Aktie am Dienstag zeitweise um zehn Prozent auf 96,2 Cent. Das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen ist an der Börse noch gut 300 Millionen Euro wert.

Nur dank eines Extra-Gewinns von 25 Millionen Euro aus dem Verkauf der Verpackungs- und Drucklack-Tochter Hi-Tech Coatings lag das um Restrukturierungskosten bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) in den ersten neun Monaten mit 117 (101) Millionen Euro über Vorjahr. Hi-Tech Coatings war für 38,5 Millionen Euro an den Speziallack-Hersteller ICP aus den USA verkauft worden.

Ohne diesen Sondereffekt werde die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) 2019/20 stärker als bisher gedacht auf 5,5 bis 6,0 Prozent des Umsatzes fallen. Im Vorjahr hatte der Konzern noch eine Marge von 7,2 Prozent erreicht. Für dieses Jahr hatte Heidelberger Druck bisher mit 6,5 bis 7,0 Prozent gerechnet.

Die Konjunktur habe sich aber im dritten Quartal eingetrübt, erklärte Vorstandschef Rainer Hundsdörfer. „Auch wenn wir uns in wichtigen Regionen wie China oder den USA nach wie vor gut entwickelt haben, konnte dies die Investitionszurückhaltung und den Margendruck in Deutschland, Großbritannien und im Rest Mitteleuropas nicht ausgleichen.“

Der Umsatz ging im Quartal um zwei Prozent zurück. Die Druckbranche befindet sich im Umbruch. Die bereits eingeleiteten Einsparungen könnten die Anlaufkosten für den Digitaldruck aber nicht wettmachen, räumte Heidelberger Druck ein. Der Vorstand arbeite weiter „mit Hochdruck“ an einem Maßnahmenpaket, mit dem die Renditen trotz des Gegenwinds wieder verbessert werden sollen. Geplant seien Einsparungen, Verkäufe von Randbereichen und die Neuorganisation der Produktion.

rtr
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