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Außenwerbung 2.0Plakat und Smartphone wachsen zusammen

Virtuelle Außenwerbung bringt Händlern viele Vorteile. Für die Installation braucht es weder Produkte, noch Personal oder Logistik. Passend zum Thema lassen sich die Plakatstellen auch über das Smartphone buchen.Sandra Fösken 17.01.2013 - 15:18 Uhr

Das virtuelle Supermarktregal von Tesco in Seoul.

Foto: Presse

Der virtuelle Supermarkt in Seoul gilt weltweit als Prototyp der interaktiven Außenwerbung - vermittelte dieses virtuelle Plakat doch den Eindruck, vor einem echten Regal in einem Supermarkt zu stehen. Die Installation, die im Sommer 2011 in der U-Bahn-Station zu sehen war, bescherte dem Supermarktriesen Tesco einen wachsenden Produktabsatz.

Die Supermarktkette Jumbo folgte dem Beispiel und ließ in den Metrostationen in Santiago de Chile ebenfalls eine Einkaufsstation aufbauen. Konsumgüterriese Procter&Gamble und der tschechische Versandhändler Mall.cz kopierten die Idee für ihre virtuelle Drogerie in Prags U-Bahn-Stationen, die von Oktober bis Dezember besucht werden konnte.

Wo das Smartphone beim Einkauf zum Einsatz kommt

Virtueller Supermarkt

Die Schweizer Handelskette Coop betreibt in Zürich den ersten virtuellen Supermarkt. Passanten können im Vorbeigehen auf der bunten Plakatwand das gewünschte Produkt via Smartphone einscannen und bezahlen, und erhalten den Einkauf wenige Stunden später nach Hause geliefert.

Foto: Pressebild

Produkt-Scanner

Das Berliner Startup Barcoo hat eine gleichnamige App veröffentlicht, die dem Benutzer, neben den gängigen Packungsangaben, zusätzliche Informationen zu Produkten liefert. Scannt der Benutzen den Barcode eines Artikels ein, gibt die App Auskunft über Testberichte, CO²-Bilanzen, Allergenen sowie Herkunft der Inhaltsstoffe, und findet dank Preisvergleich zudem den günstigsten Anbieter.

Foto: Pressebild

Drive-in-Einkauf

In einem Real-Markt in Köln-Porz entfällt künftig auch das Schleppen der Einkäufe. Die gewünschten Produkte werden per Smartphone eingescannt, anschließend wird der Einkauf bequem an einem Drive-In-Schalter bezahlt. Supermarkt-Helfer bringen daraufhin den Einkauf bis ans Auto.

Foto: Pressebild

Mobile Bestellung

Bei der US-Imbisskette The Melt entfällt künftig das Warten an der Theke. Per App lässt sich das gewünschte Mittagessen vorbestellen und bezahlen, der Kunde braucht es anschließend nur noch im Lokal abzuholen.

Foto: Wirtschaftswoche Print

Virtueller Kleidertausch

Mit der App der Modekette Debenhams kann man sich den Gang in die Umkleidekabine sparen. Das Sortiment des Geschäfts lässt sich bequem auf dem Smartphone oder Tablet durchstöbern - und sogar anprobieren.

Foto: Pressebild

Der Aufbauhelfer

Künftig hilft das Smartphone auch bei der Montage von Möbeln. Wirft die handelsübliche Bauanleitung eines Möbelstücks mehr Fragen auf , als sie klärt, reicht ein kurzes Berühren des Papiers mit dem Handy, und ein Montagevideo wird abgespielt.

Foto: Pressebild

Der Vorteil für die Anbieter: Sie brauchen keine Produkte, kein Personal, keine Logistik, kein Lager. Das Shopping funktioniert ausschließlich über Smartphone und Web. Das System funktioniert sehr einfach: Während ein Fahrgast auf die nächste Bahn wartet, kann er die Wartezeit fürs Onlineshopping nutzen. Die Einkäufe werden am nächsten oder übernächsten Tag nach Hause geliefert. Dafür braucht der Nutzer nur eine Codelesersoftware-Anwendung (App) herunterladen, das begehrte Produkt auf dem Plakat mit dem QR (= quick response)-Code fotografieren, bestellen und bezahlen. Ähnliche Umsetzungen könnten bald auch in Deutschland laufen. "Wir führen bereits intensive Gespräch mit großen Handelsmarken", sagt WallDecaux-Vorstandsmitglied Andreas Prasse, dem größten Werbevermarkter von City-Light-Poster in Deutschland.

Die Verknüpfung von Plakat mit Handy oder Smartphone elektrisiert die Branche. Vermarkter WallDecaux hat dazu eine Studie aufgelegt: Demnach finden 26 Prozent der Befragten das Fotografieren von Plakaten "sehr gut", weitere 53 Prozent "gut", um Preisvorteile, Coupons, Informationen zum nächstgelegenen Shop oder direkte Einkaufsmöglichkeiten zu erhalten. Diese Option nutzte das Kaufhaus KaDeWe im Herbst 2011 zur Bewerbung von Kaschmirpullovern und -strickjacken. Auf den City-Light-Plakaten war die Ware mit einem QR-Code abgebildet, der beim Abfotografieren direkt zum Onlineshop des Berliner Kaufhauses mit den abgebildeten Produkten zur Bestellung führte.

Neun Erfindungen für die Einkaufswelt
Die älteste komplett erhaltene Rechtssammlung der Welt stammt von Hammurabi I., von 1792 bis 1750 v. Chr. König von Babylon. Die 282 Paragraphen regeln Straf- wie Zivilrechtliches, familiäre wie geschäftliche Probleme. Wie sicher sich die Bewohner Babylons damals tatsächlich fühlten, wissen wir nicht – aber Rechtssicherheit ist seither eine der wichtigsten Voraussetzungen, um überhaupt Handel treiben zu können.
Zuvor tauschte man auf Märkten nur Ware gegen Ware, wog den Preis in Gold auf oder rechnete mit Rindern (wie bei Homer). Dann kam man im kleinen, aber goldreichen Königreich Lydien auf die Idee, kleine Goldscheiben mit immer dem gleichen Gewicht herzustellen – und als Qualitäts-Kennzeichen ein Bild des Königs Krösus darauf zu stempeln. Das Geld war geboren – und sollte den Handel weltweit erleichtern und beschleunigen.
Nichts ließ die Welt so schnell so heftig schrumpfen wie die Eisenbahn. Die Bedenken, der Mensch könne für hohe Geschwindigkeiten nicht geschaffen sein, schwanden schon bald nach der Jungfernfahrt von George Stephensons „Locomotion“ am 27. September 1825. Die Revolution auf der Schiene transportierte Material und Menschen; Rohstoffe zu den neuen Industriestandorten, deren Produkte nahezu in die ganze Welt. Damit bahnte sie den Weg für die Massenproduktion und den Massenkonsum.
Alles unter einem Dach: Das gab es vor 160 Jahren das erste Mal überhaupt – in Paris. Aristide Boucicaut verwandelte den Laden „Le Bon Marché“ in eine „Kathedrale des Kommerzes“ (Emile Zola), die keine Wünsche der gehobenen Konsumenten aus Adel und Großbürgertum unerfüllt ließ. Der Kunde wurde zum König gekrönt, und das Warenhaus blieb mehr als ein Jahrhundert lang sein Königreich.
Eine Seife war eine Seife war eine Seife – bis der Einzelhändler William Lever aus Lancashire seine Seife „Sunlight“ nannte, und einen hellen Schein ins rußige England brachte. Von Leibniz über Coca-Cola bis Oetker setzte sich die Neuerung schnell durch und machte die Regale bunter. Den Konsumenten brachte die Marke Auswahl, Vielfalt und völlig neue Identifikationsmöglichkeiten; den Herstellern und Händlern sichere Erträge – good brands don’t die.
In der Industriellen Revolution erblühten die Städte – und das platte Land blieb immer weiter zurück. Bis die Kataloge der Versandhäuser auch der tiefsten Provinz die Segnungen des Industriezeitalters nahe brachten. „Leinene Herren-Kragen – Nur beste Qualität“ – um seine Produkte an den Mann zu bringen, hatte Unternehmer Ernst Mey im Jahr 1886 eine geniale Idee. Anstatt Vertreter über Land zu schicken, ließ May bebilderte Kataloge drucken und schickte seine Waren dann per Post an die Besteller. Zwei Jahre später machte August Stukenbrok es ihm nach und verkaufte Fahrräder per Versand. Sein Slogan: „Mein Feld ist die Welt“. Die Postboten trugen die Konsumkultur bis in den hintersten Winkel der westlichen Welt.
Mitten in der Weltwirtschaftskrise macht man ei­gentlich keine neuen Läden auf. Außer natürlich man hat etwas ganz Besonderes zu bieten. Wie Michael J. Cullen: Er eröffnete 1930 im New Yorker Stadtteil Queens den ersten Lebensmittelladen mit Selbstbedienung – aus dem Regal direkt an die Kasse. Eine gewaltige Kostenersparnis für den Händler, und die Geburtsstunde des modernen Supermarkts. Bei Tante Emma hatten der Kunde vor und der Händler hinter der Theke beide ihren festen Platz. Die Kunden kauften was es eben so gab. Mit dem Selbstbedienungsladen veränderten sich die Strukturen grundlegend. Die neuen Läden brauchten Fläche, damit der Kunde selbst nach dem immer größer werdenden Warenangebot greifen kann.
Es ist wirklich erst gut zwei Jahrzehnte her, dass mit der Hypertext-Sprache, die Tim Berners-Lee am Genfer CERN-Institut entwickelt hatte, aus einer losen weltweiten Vernetzung von Computern das World Wide Web entstand. Es hat die Menschen in aller Welt einander näher gebracht, ein globales Dorf gebaut und ganze Branchen neu entstehen lassen. Die Potenziale, die in der Vernetzung stecken, sind noch immer nicht annähernd abzuschätzen
Wie sehr sich das Internet als zusätzlicher Vertriebskanal für bereits vertraute Produkte eignet, bewies niemand so früh und so gründlich wie Jeff Bezos, dessen Online-Buchladen Amazon.com 1995 erstmals online ging. Inzwischen verkauft er längst nicht mehr nur Bücher – und sogar eine Vielzahl von Produkten, die es ohne Amazon überhaupt nicht gäbe. Sowohl in Kundendienst als auch in Logistik stoßen E-Commerce-Händler in neue Dimensionen vor.Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten (Detlef Gürtler: „Die Dagoberts, eine Weltgeschichte des Reichtums“ (Eichborn 2004),„Die Tagesschau erklärt die Wirtschaft“ (Rowohlt Berlin 2008))

"Poster to Mobile hat eine hochinteressante Brückenfunktion zum Internet übernommen, die in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen wird", meint Jochen C. Gutzeit, Geschäftsführer des Fachverbands Außenwerbung (FAW). Den Hauptumsatz jedoch generieren nach wie vor die klassischen Werbeträger wie City Light Board, City-Light-Poster, Ganzsäulen, Großfläche, Riesenposter oder Werbetürme.

Die besten Apps zum Einkaufen

Amazon Mobile

Die App des US-Versandhändlers beeindruckt mit ihrer visuellen Produktsuche „Memo“ : Fotografiert der Nutzer ein beliebiges Produkt, erscheint kurz darauf der Link zur passenden Amazon-Seite. Bilderkennung und fleißige Mitarbeiter machen es möglich.

Foto: Screenshot

Barcoo

Wer per Handykamera den Barcode auf einer Verpackung scannt, dem verrät die App Barcoo des Berliner Software-Anbieters checkitmobile unter anderem, wie viel das Produkt in anderen Läden kostet, welche Nährwerte es hat oder ob es Laktose enthält.

Foto: Screenshot

Coupies

Was früher das Gutscheinheft war, ist heute Coupies: Die App des gleichnamigen Kölner Startups zeigt Rabatte von
Läden in der Umgebung an – zwei Mittagessen zum Preis von einem etwa oder Prozente beim Einkauf im Geschäft um die Ecke.

Foto: Screenshot

Fastmall

Das US-Startup FastMall hat Einkaufszentren in 31 Ländern kartiert. Besucher können sich per App wie mit einem Navi zum Shop ihrer Wahl führen lassen. Auch aktuelle Angebote von Geschäften blendet das Programm auf der Karte ein.

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Groupon

Das US-Werbeunternehmen Groupon vermittelt Rabatte in Geschäften, Online-Shops oder Restaurants, die nur dann zustande kommen, wenn sich genügend Interessenten finden. Mit der App können Nutzer per Mobiltelefon Angebote in der Nähe suchen, sie einkaufen und die Gutscheine vor Ort einlösen.

Foto: Screenshot

Odify

Im Restaurant nicht mehr auf den Kellner warten, sondern gleich per Smartphone bestellen: Das soll bald mit der App Ordify des Göttinger Startups Orderpass möglich sein. Darin können Restaurants ihre Speisekarten digital anbieten. Bestellt ein Kunde ein Menü, dann geht die Order auf direktem Weg in die Küche.

Foto: Screenshot

Reposito

Mit der App des Karlsruher Startups Reposito lassen sich Kassenzettel abfotografieren und in einem Online-Archiv als rechtsgültige Kopie für den Garantiefall aufbewahren. Per E-Mail erinnert die App automatisch an ablaufende Garantie- und Gewährleistungsfristen. Die App meldet sich auch, wenn ein Produkt aus dem Kassenzettelarchiv über das EU-Schnellwarnsystem Rapex zurückgerufen wird.

Foto: Screenshot

Shopstyle

Die App des US-Marketingunternehmens Sugar bündelt die Produkte verschiedener Online-Modeläden. Schuhe, Hosen, Hemden und mehr sortiert das Programm auf Wunsch nach Designer, Marke, Shop, Farbe, Kleidergröße und Preis.

Foto: Screenshot

U Snap

Die App des Berliner Außenwerbers Wall macht per Bilderkennung Werbeplakate zur Wundertüte: Das Plakat knipsen und Kinotrailer schauen, an Gewinnspielen teilnehmen oder Musik herunterladen.

Foto: Screenshot

Wynsh

Das Programm des Hamburger Software-Anbieters WindoWin ist eine Art Glücksrad fürs Shoppen: In ausgewählten Geschäften können Kunden Produkte fotografieren und erhalten wenig später einen Rabatt, der bis zu 50 Prozent betragen kann. Das Angebot gilt dann nur für die nächsten Minuten.

Foto: Screenshot

Google Shopper

Identifiziert Produkte per Bilderkennung und verweist zu Internet-Läden.

Foto: Screenshot

Justbook

Bietet Last-Minute-Hotelzimmer in sechs deutschen Großstädten.

Foto: Screenshot

KaufDa

Zeigt Prospekte von 200.000 Supermärkten und Warenhäusern an.

Foto: Screenshot

Willcall

Resttickets für Abendvorstellungen im Kino und Theater, bisher nur in den USA verfügbar.

Foto: Screenshot


Werbung auf Zapfpistolen: Eine preisgünstige Alternative.

Foto: AP

Unternehmen, die eine Plakatstelle kurzfristig für ihre Werbebotschaften sichern wollen, haben die Möglichkeit, die Gestaltung und Buchung schnell selbst über einen Onlinebuchungsservice von 1-2-3-Plakat.de vorzunehmen. Neuerdings steht diese Anwendung auch iPhone-Nutzern als App im iTunes-Store zur Verfügung. 1-2-3-Plakat.de ist auf Online-Plakatbuchung spezialisiert. Der Begriff steht dabei für die drei Schritte zum "hängenden Plakat": 1. gestalten 2. auswählen und 3. buchen. Dabei hat der Werbungtreibende deutschlandweit Zugriff auf den Gesamtbestand von über 180.000 Flächen, 16.000 Standorte sind es in Österreich. Diese werden auf einer Karte angezeigt und sind mit Fotos hinterlegt.

Das Angebot des Buchungsportals richtet sich an Privatpersonen, lokal agierende Unternehmen, den Handel, Non-Profit-Organisationen und Parteien. Im Schnitt werden 4.500 Buchungen im Jahr über das Portal abgewickelt. Werbeflächen für Außenwerbung sind als Image- und Abverkaufsmedien bewährt. Folglich werden die Anbieter auch nicht müde, weitere frequenzstarke Standorte für Werbeflächen zu identifizieren. Tankstellen zum Beispiel: Sukzessive rüsten die Vermarkter diese Orte sowohl in den Innenräumen als auch auf Außenflächen mit Werbeträgern aus.

Mini-Computer erobern die Welt

Wenn es nach dem Willen der Telekomkonzerne geht, wird es in absehbarer Zukunft nur einen Schlüssel für unser modernes Leben geben: das Smartphone und oder das Tablet. Die Mini-Computer für die Akten- oder Westentasche erfreuen sich immer größerer Popularität - vier von fünf Kunden entscheiden sich derzeit beim Kauf eines neuen Handys für die internetfähige Variante, im abgelaufenen Jahr gingen allein in Deutschland über 20 Millionen Stück über den Ladentisch.

Foto: dapd

Die massenhafte Verbreitung ermöglicht ganz neue Geschäftsbereiche: Künftig sollen etwa Mietwagenkunden mithilfe von Smartphones den Weg zu ihrem Fahrzeug finden und dieses damit öffnen. Auch beim Bezahlen an der Supermarktkasse und beim Öffnen der Haustür (wie etwa bei Sharekey) sollen zunehmend mobile Computer zum Einsatz kommen. Textdokumente, aber auch Musik und private Fotos werden in externen Rechenzentren (Cloud) abgelegt und können dort mittels stationierter Software bearbeitet und jederzeit von jedem Ort abgerufen werden.

Foto: Presse

Um die technischen Voraussetzungen zu schaffen, investieren Telekom & Co. derzeit Milliarden in den Ausbau der Cloud und der mobilen Breitbandnetze. Schließlich müssen die explosionsartig wachsenden Datenmengen transportiert werden. Die Bedrohung dieser schönen neuen Welt kommt aus dem Netz selbst: Ein Hackerangriff gilt als Horrorszenario.

Foto: dpa

Am Puls des Baggers

Mit der Kraft mehrerer Hundert PS wühlt sich der riesige Schaufelbagger durch das Gelände des Tagebaubergwerks irgendwo in Südamerika. Tonnen von Geröll werden stündlich bewegt - Schwerstarbeit für die Maschine. Während der Bagger Lkw um Lkw belädt, funken Sensoren Dutzende Messdaten über Öl- und Wasserdruck, Motorleistung und Verbrauch in ein über tausend Kilometer entfernt gelegenes Rechenzentrum.

Foto: REUTERS

Dort werden die Daten gesammelt, aufbereitet, mit anderen Leistungskennziffern abgeglichen und an den Hersteller des Baggers weitergeleitet. Der kann nun rechtzeitig erkennen, wann es wieder Zeit ist für eine Wartung oder wann ein Verschleißteil ausgewechselt werden muss. Der Servicetechniker vor Ort wird rechtzeitig in Marsch gesetzt, notfalls gleich mit dem passenden Ersatzteil. Das spart Zeit und Kosten, weil das schwere Gerät nur für kurze Zeit unproduktiv im Gelände steht.

Foto: CLARK/obs

Die Fernüberwachung von Maschinen, Transportunternehmen und Gütern ist unter anderem für den britischen Mobilfunkanbieter Vodafone Teil der Strategie bei der Maschinenkommunikation. Ähnlich wie beim vernetzten Auto wird für die Einsätze ein speziell für die M2M-Kommunikation entwickelter Chip eingesetzt.

Er ist kleiner als die, die in jedem üblichen Mobilfunkgerät stecken, aber deutlich robuster: Der SIM-Chip entspricht Industrieanforderungen, ist fest verlötet, korrosionsbeständig, verfügt über eine längere Lebensdauer und übersteht auch hohe Temperaturschwankungen. Er funktioniert auf vielen Netzen weltweit und wird daher auch für die Überwachung von Containern eingesetzt, die rund um den Globus schippern.

Foto: dpa

Das vernetzte Heim

Die Vision hat was Bestechendes: Bequem vom Sofa aus öffnet der Hausbesitzer mit Hilfe eines kleinen Flachbildschirms das Fenster im Kinderzimmer, stellt die Heizung auf moderate 22 Grad und kontrolliert, ob der Herd wirklich ausgeschaltet ist. All das und viel mehr ist heute schon möglich - und doch funktioniert diese moderne Welt des vernetzten Heims nur in Ausnahmefällen.

Foto: dapd

Was vielleicht noch im Einzelfall klappt, bringt selbst technikbegeisterte Menschen zur Verzweiflung, wenn sie die verschiedenen Systeme zwischen Alarmanlage und Wäschetrockner so verbinden wollen, dass sie von einer Schaltstation bedient werden können. Zwar arbeitet fast jeder Hausgerätehersteller an Vernetzungslösungen über das Internet, doch die Vision, etwa vom intelligenten Kühlschrank, der automatisch Milch, Butter und Wurst im Handel nachbestellt, ist von der Wirklichkeit noch weit entfernt.

"Die entscheidende Frage ist, ob der Kunde einen solchen Kühlschrank überhaupt will. Und wenn ja, wie viel Aufpreis er für die aufwendige Technik und Logistik zu zahlen bereit ist", sagt der Chef des deutschen Hausgeräte-Marktführers BSH Bosch und Siemens Hausgeräte, Kurt-Ludwig Gutberlet. Auch die notwendige Lebensmittellogistik, damit die Waren dann auch in den Kühlschrank kommen, ist nicht zu unterschätzen.

Foto: Presse

Das Gleiche gilt für die intelligente Nutzung des Gas- und Stromnetzes durch Heizung oder Waschmaschine. Auch hier müssen erst intelligente Zähler installiert und die Endgeräte entsprechend ausgerüstet werden, damit sie je nach Strompreis anspringen oder sich abschalten. Die Deutsche Telekom versucht nun, eine Plattform für die vernetzte Hauswelt zu schaffen, um das Problem der unterschiedlichen technischen Standards zu lösen. "Qivicon" soll noch 2013 starten.

Foto: dpa

Die Revolution heißt Industrie 4.0

Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist es das Thema schlechthin: die vierte industrielle Revolution oder kurz Industrie 4.0, der nächste Schritt nach Dampfmaschine, Elektrifizierung und Fließband. Dabei geht es um nicht weniger als die permanente Kommunikation und Vernetzung zwischen Mensch, Maschine und Produkten.

Foto: dapd

Nicht mehr die zentrale Steuerung steht im Mittelpunkt. Die Werkstücke selbst teilen der Maschine mit, wie genau sie bearbeitet, in welcher Farbe sie gespritzt und wo sie als Nächstes eingepasst werden sollen. Die Menschen kontrollieren und bekommen Hinweise, wo sie eingreifen müssen.

Vieles davon ist noch Zukunftsmusik, Fragen wie nach der Sicherheit der IT-Systeme sind noch nicht gelöst. Doch in einigen Teilbereichen funktioniert das Zusammenspiel von Maschinenbau-Know-how mit Softwaresteuerung, Vernetzung, Internetanbindung und neuen Arbeitsabläufen bereits. Schon jetzt machen IT und Automation laut Branchenverband VDMA 30 Prozent der Herstellungskosten im Maschinenbau aus.

Foto: Presse

Schließlich besuchen rund 40 Millionen Autofahrer in Deutschland regelmäßig Tankstellen. Mit insgesamt 160 Millionen Tankfüllungen wird jeder zweite deutsche Bundesbürger durchschnittlich vier Mal im Monat mit Werbung erreicht. Auch sind Tankstellen nach dem Lebensmitteleinzelhandel die am häufigsten genutzten Versorgungspunkte im Alltag.

Zapfpistolenwerbung, die der Spezialist für Tankstellenwerbung Alvern Media anbietet, ist eine preisgünstige Alternative zu Plakatwerbung. Der Tagespreis für Werbung auf Zapfsäulen in Berlin mit 4,3 Millionen Kontakten liegt im Schnitt bei 6,60 Euro gegenüber Großflächenwerbung an Plakatstandorten mit einem durchschnittlichen Tagespreis von 17,60 Euro und 6,1 Millionen Kontakten.

Die Anbieter Sit&Watch und Tank&Rast haben ein Autobahn-Netzwerk mit mehr als 3.000 digitalen Bildschirmen an rund 350 Tank&Rast-Anlagen aufgebaut. Das britische Unternehmen Amscreen, im heimischen Markt nach eigenen Angaben führender Anbieter von Digital Out of Home, darf in Deutschland die rund 2.500 BP-Tankstellen mit den Markennamen Aral, BP und Castrol mit Displays bestücken.

Fünf Thesen: Wie die Welt zum Shopping-Center wird
Ladenbesitzer machen zunehmend mobil und mischen sich per Handy ein in Zeitbudgets und Tagesabläufe ihrer Kunden. Via rasch wachsenden Internet-Rabattdiensten wie „Groupon“ locken sie preissensible Käufer mit Schnäppchenangeboten wieder in die Läden. Besonders ausgeklügelte mobile Dienste stimmen die Lockangebote dabei zeitlich exakt mit schwach frequentierten Öffnungszeiten ab.
Produkte und Sortimente im Laden werden mit Zusatzinfos wie z.B. Herkunftshinweisen aus der virtuellen Welt angereichert. Die greifbare Ladenwelt vermischt sich mit digitalen Dienste. Damit einher gehen neue „Augmented Reality“ Anwendungen: Dank der virtuellen Anprobe die von Modeketten wie „Topshop“ getestet wird, könnte das mühsame Umziehen in engen Umkleidekabinen bald überflüssig werden. Wer das Serviceerlebnis für seine Kunden im Laden nicht optimiert, hat ein Problem.
Ausgerüstet mit einem 3D-Drucker können Konsumenten bald selber zum „Digital Fabricator“ werden und Gegenstände wie Becher, Socken und Teller selber produzieren und „ausdrucken“ – kein schöner Ausblick für Shopbesitzer. Es sei denn, sie richten eine 3D-Werkstatt ein und lassen ihre Kunden mit individuellen Entwürfen an der Fabrikation der gewünschten Ware teilhaben, statt fertige Produkte zu verkaufen.
Die Welt selber wird zunehmend zu einem einzigen großen Shopping-Center. Etwa, wenn Konsumenten irgendeinen Artikel im Schaufenster anklicken, via Barcode einscannen und kaufen können. Mit der „ScanLife“ Technologie geht das via QR-Code schon heute – unabhängig von Öffnungszeiten. Doch es naht ein Gegentrend: Gewisse Dinge werden limitiert und mit Exklusivität belegt – und das wird Begehrlichkeiten wecken.
Wenn Händler bisher von der Bildfläche verschwanden, hatte dies meist mit Konkurs, einer Übernahme oder Geschäftsaufgabe zu tun. Künftig verschwinden sie, weil die Generation mit dem mobilen Internet in der Hosentasche sie in ihrer Funktion als Lagerraum und Ort des Abverkaufs schlichtweg nicht mehr braucht. Für den heutigen Händler heißt das: Kein Laden – ob on- oder offline – wird mehr für die Ewigkeit gebaut. Das verdeutlicht schon die wachsende Zahl der temporär installierten Pop-Up-Stores.Quelle: Studie im Auftrag der Deutschen Post: Einkaufen 4.0  - der Einfluss von E-Commerce auf Lebensqualität und Einkaufsverhalten

Digitale Bildschirme sind erfolgreiche Werbeträger, denn mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass sie am Einkaufsort den Absatz bis zu 33 Prozent steigern. Die Bildschirme bieten die Möglichkeit, Werbespots in redaktionellem Kontext wie im Fernsehen, aber meist ohne Ton, sehr nah am "Point of Sale" zu platzieren. In Anlehnung an das Fernsehen ist auch eine Selektion nach Zeitschienen möglich, so dass die Kosten entsprechend variieren. Andererseits fallen saisonale Preisschwankungen weg.

Die Systeme sind darüber hinaus sehr flexibel: "Botschaften und Motive können sehr schnell ohne großen Aufwand und hohe Kosten ausgewechselt werden", sagt Claudia Hippenstiel, stellvertretende Planungsleiterin beim Spezialmittler Planus Media. Zudem kann Bewegtbild in bester Auflösung eingesetzt werden.

"Die Planung erfolgt bis auf wenige Ausnahmen größtenteils regional", sagt Hippenstiel. Im Vergleich zum TV werden in den Netzwerken eher kürzere Spots zwischen fünf und 15 Sekunden platziert, da die Werbebotschaften sehr schnell und prägnant erfasst werden sollen. Beim TV sind 20- oder 30-Sekunden-Spots die Regel." "TV-Spots lassen sich aber leicht adaptieren", betont die Expertin.

Interaktive Elemente lassen sich ebenfalls leicht integrieren, beispielsweise Touchscreens, Bluetooth oder die Verknüpfung mit mobilen Angeboten. Spezialisierte Mediaagenturen wie die Kölner Spezialagentur haben die Aufgabe, aus der wachsenden Vielzahl digitaler Screens maßgeschneiderte, kundenindividuelle Werbeträgerpakete zusammenzustellen.

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