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Infineon, Hannover Rück, BP Die Quartalszahlen des Tages

Infineon, Hannover Rück, BP, Suzuki: Die Quartalszahlen des Tages Quelle: dpa

Der Halbleiterhersteller Infineon hat im ersten Geschäftsquartal mehr Gewinn als vor Jahresfrist eingefahren. Bei Suzuki Motors ist der Gewinn hingegen stark eingebrochen. Ein Blick auf die Ergebnisse des Tages.

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In diesen Tagen veröffentlichen viele Firmen ihre Quartalsergebnisse. Ein Überblick über die wichtigsten Zahlen am Dienstag:

Chiphersteller Infineon verspürt starken Gegenwind

Umsatz und operatives Ergebnis (Segmentergebnis) sanken im ersten Geschäftsquartal im Vergleich zum Vorquartal, teilte das Unternehmen in Neubiberg bei München mit. Hintergrund waren schwächere Geschäfte in der Automobilbranche sowie bei Smartphones. Das Segmentergebnis sank daher um 10 Prozent auf 359 Millionen Euro im Vergleich zum Vorquartal. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Infineon die Ergebnisse steigern.

Der Halbleiterhersteller Infineon hat im ersten Geschäftsquartal mehr Gewinn als vor Jahresfrist eingefahren. Das Segmentergebnis belief sich auf 359 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Neubiberg bei München am Dienstag mitteilte. Das sind 27 Prozent mehr als vor Jahresfrist, aber zehn Prozent weniger als im Vorquartal. Analysten hatten im Schnitt mit einem Segmentergebnis von 344 Millionen Euro und einem Umsatz von 1,957 Milliarden Euro gerechnet. Die Erlöse betrugen im Startquartal 1,97 Milliarden Euro, elf Prozent mehr als vor Jahresfrist und vier Prozent weniger als im Vorquartal.

„Wir haben die Herausforderungen eines schwieriger werdenden Umfelds bislang gut gemeistert“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss. Für das Geschäftsjahr 2018/2019, das am 30. September endet, dämpfte er die Erwartungen: Der Umsatz soll jetzt am unteren Ende der prognostizierten Spanne liegen und damit bei neun Prozent. Zuletzt waren elf Prozent Plus angekündigt. Die operative Marge soll 17,5 statt 18 Prozent betragen.

Ölkonzern BP verdoppelt Jahresgewinn

Der britische Ölkonzern BP hat im vierten Quartal auch dank einer gestiegenen Fördermenge kräftig zugelegt. Der bereinigte Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 65 Prozent auf 3,48 Milliarden US-Dollar (3,04 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in London mitteilte. Herausgerechnet wurden etwa Aufwendungen für Abschreibungen und Restrukturierungen.

Im Gesamtjahr 2018 verdoppelte sich der bereinigte Gewinn damit auf 12,7 Milliarden Dollar. Auch die Aktionäre sollen profitieren: Die Dividende je Aktie für das vierte Quartal soll im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht auf 10,25 Cent steigen.

Die Förderung von Öl und Gas betrug 2018 im Mittel 3,7 Millionen Barrel Öläquivalente pro Tag. Rückenwind für BP lieferte dabei auch das vom Bergbaukonzern BHP Billiton für 10,5 Milliarden Dollar zugekaufte US-Schieferölgeschäft. Zudem startete der Konzern 2018 sechs Förder-Großprojekte.

Hannover Rück schafft Milliardengewinn

Die Hannover Rück hat den angepeilten Milliardengewinn geschafft und wird im Neugeschäft mutiger. Das Ergebnis nach Steuern stieg 2018 nach vorläufigen Zahlen um 9,5 Prozent auf 1,05 (2017: 0,96) Milliarden Euro, wie der weltweit viertgrößte Rückversicherer in Hannover mitteilte. Die Bruttoprämie erhöhte sich währungsbereinigt um elf Prozent auf rund 19 Milliarden Euro. 2019 soll es weiter aufwärts gehen. „Aufgrund der positiven Resultate zu unserer Haupterneuerung blicken wir optimistisch auf die Entwicklung der Preise und Konditionen im laufenden Jahr“, sagte der scheidende Hannover-Rück-Chef Ulrich Wallin. Der Nettogewinn soll 2019 bei einem einstelligen prozentualen Prämienwachstum auf 1,1 Milliarden Euro steigen.

Bei den Neuverhandlungen der Verträge zu Jahresbeginn hat Hannover Rück deutlich mehr Geschäft gezeichnet, vor allem in Asien, Nordamerika und Deutschland. Das Prämienvolumen in der Schaden-Rückversicherung sei in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar währungsbereinigt um 15 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro ausgebaut worden, erklärte das Unternehmen. Angesichts der Großschäden unter anderem aus Waldbränden in Kalifornien seien die Preise in den von Naturkatastrophen betroffenen Verträgen teilweise zweistellig gestiegen. Wallin sprach von „auskömmlichen Konditionen“. „Die weiteren Erneuerungsrunden des Jahres 2019 sollten stärkere Ratenerhöhungen ermöglichen“, hofft Hannover Rück. In Regionen ohne Schäden hielt der Preisdruck dagegen an.

In der Erneuerungsrunde standen zwei Drittel des Geschäfts der Hannover Rück in der traditionellen Schaden-Rückversicherung zur Neuverhandlung an. Auffällig sei dabei gewesen, dass die alternativen Kapitalgeber verhaltener reagiert hätten, erklärte der Rückversicherer. Hedgefonds und andere Großinvestoren hatten in den vergangenen Jahren Rückversicherungs-Risiken massiv am Kapitalmarkt platziert und den traditionellen Anbietern damit Konkurrenz gemacht.

Apple-Zulieferer AMS verbuchte Gewinneinbruch

Der österreichische Apple-Zulieferer AMS hat 2018 trotz eines Rekordumsatzes einen Gewinneinbruch verbucht. Bei einem Umsatzplus von 34 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro brach der bereinigte Nettogewinn auf 10,63 Millionen Euro ein nach 127,2 Millionen in 2017. Unter anderem wegen der verhaltenen Smartphone-Nachfrage rechnet der Chip- und Sensorhersteller im ersten Quartal mit einem Rückgang der Erlöse auf 306,1 bis 341,1 Millionen Euro nach 395,9 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Gewinn von Suzuki Motor bricht um ein Drittel ein

Japans viertgrößter Autohersteller Suzuki Motor hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres einen Gewinneinbruch verzeichnet. Wegen höherer Vertriebskosten und negativen Effekten vor allem von Schwellenländer-Währungen ging der operative Gewinn um ein Drittel auf 58 Milliarden Yen (462 Millionen Euro) zurück. Das war wesentlich weniger als die Analystenschätzungen von im Schnitt 82,6 Milliarden Yen. Am Jahresgewinnziel von 350 Milliarden Yen hielt Suzuki aber fest.

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