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Umschwung bei T-SystemsDeutsche Telekom will in Cloud-Firmen investieren

Die Deutsche Telekom will ihre Geschäftskundensparte T-Systems stärken. Deshalb will sie mit kleineren Cloud-Unternehmen kooperieren.Bloomberg 17.08.2018 - 11:16 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt

Indem die Telekom in Cloud-Unternehmen investiert, um deren Kompetenzen anzuzapfen, verlagert sie den Schwerpunkt der Sparte T-Systems.

Foto: picture alliance / Geisler-Fotop

Die Deutsche Telekom will in kleinere Cloud-Unternehmen investieren. Damit versucht das Unternehmen, den aussichtsreichsten Teil seiner schwächelnden Geschäftskundensparte T-Systems auszubauen und sich gleichzeitig der wachsenden Dominanz von Amazon anzupassen.

Der größte Telekommunikationsanbieter Deutschlands peilt dabei die spezifischen Cloud-Anforderungen verschiedener Branchen an, von Banken über Versicherungen und Automobilhersteller bis hin zu staatlichen Institutionen. Cloud Managed Services Firmen könnten der Telekom mehr Know-how liefern, um diese Anforderungen zu erfüllen, sagt Frank Strecker, der für das Cloud-Geschäft der Deutschen Telekom ist.

„Wir schauen uns am Markt permanent um, ob es eine anorganische Möglichkeit gibt, uns zu verstärken“, so Strecker im Bloomberg-Interview.

Die Deutsche Telekom könnte auch Cloud-Unternehmen mit einem Wert von weniger als 100 Millionen Euro kaufen. Dies behaupten zwei Insider, die anonym bleiben wollen. Strecker lehnte es ab, sich im Detail zu Akquisitionen zu äußern.

Indem der Konzern in Cloud-Unternehmen investiert, um deren Kompetenzen anzuzapfen, verlagert er den Schwerpunkt von T-Systems. Die Sparte will sich noch stärker auf den Verkauf von Zusatzleistungen konzentrieren, unabhängig davon, welche Cloud-Plattform Kunden gewählt haben.

Die Deutsche Telekom hatte lange auf ihre Fähigkeit verwiesen, Amazon Web Services und andere US-Giganten direkt herauszufordern, indem sie Kundendaten in ihren Datenzentren speichert, um diese vor dem Zugriff von ausländischen Behörden zu schützen. Nun dämpft sie jedoch ihre Tonart.

„Unsere Strategie ist nicht, gegen Amazon oder Microsoft in den Krieg zu ziehen“, sagte Strecker. „Wir wollen Kunden zusätzliche Services anbieten, wenn sie sich für eine Plattform entschieden haben.“

T-Systems arbeitet bereits mit einem der globalen Cloud-Schwergewichte zusammen – Microsoft. Die Bonner Firma kooperiert auch mit der chinesischen Huawei Technologies und plant laut Strecker weitere Partnerschaften.

„Es gibt keinen Kunden, der nicht ab einer gewissen Größe eine Multi-Cloud-Strategie fährt“, sagte Strecker.

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