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SteilmannInsolventem Modekonzern droht die Zerschlagung

Da es unwahrscheinlich ist, dass der Konzern als Ganzes verkauft werden kann, soll das Modeunternehmen in verschiedene Teile gesplittet werden. Die Zeit dafür drängt. 18.04.2016 - 14:07 Uhr

Das Textilunternehmen Steilmann gilt als deutsches Traditionsunternehmen.

Foto: dpa

Der Modekonzern Steilmann steht vor der Zerschlagung. Insolvenzverwalter Frank Kebekus hat mit der Suche nach Käufern für die einzelnen Teile und Marken des Unternehmens begonnen, wie Steilmann am Montag mitteilte. "Ein Verkauf der Gruppe als Ganzes ist aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich", sagte ein Sprecher von Kebekus.

Erste Gespräche mit Unternehmen aus der Branche und mit Finanzinvestoren liefen bereits. Die Zeit drängt: Kebekus glaubt, in den Wochen bis zu einem Verkauf ohne frische Mittel von außen über die Runden zu kommen. Das Geschäft könne vorerst aus eigener Kraft finanziert werden. Den Kredit eines Finanzinvestors hat Kebekus deshalb ausgeschlagen.

"Unser Ziel ist, schnellstmöglich Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern eine neue Perspektive zu eröffnen", sagte Kebekus. Zur Steilmann-Holding gehören Markenmode-Anbieter wie Apanage und Steilmann, die "Boecker"-Modehäuser, aber auch Zulieferer für Billiganbieter wie KiK und Aldi.

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Offen ist, wie es mit dem vermeintlich wertvollsten Teil von Steilmann weitergeht, der Beteiligung an der Billig-Kette Adler Modemärkte. Dort muss unter anderem geklärt werden, welche Rechte der Finanzinvestor Equinox als Miteigentümer hat und wem der Erlös aus einem Verkauf zu Gute käme. "Kebekus hat jetzt begonnen, das Thema aufzuarbeiten", sagte sein Sprecher. Gesicherte Erkenntnissen lägen aber noch nicht vor. Steilmann und Equinox halten zusammen 53 Prozent an Adler.

Steilmann hatte Ende März, nur fünf Monate nach dem mühsamen Börsengang, Insolvenz angemeldet. Die Banken hatten angesichts schlechter Geschäfte die Reißleine gezogen, Investoren wollten nicht einsteigen.

rtr
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