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IG-Metall-Chefin lehnt Rückkehr zu Kaufprämie für E-Autos ab

Nach dem Ende der Kaufprämie ist die Nachfrage nach E-Autos eingebrochen. Nun sprechen sich SPD und Union wieder für Kaufanreize aus. IG-Metall-Chefin Benner warnt vor einem Strohfeuer. 15.03.2025 - 13:32 Uhr
Christiane Benner, Vorsitzende IG Metall, auf einer Pressekonferenz. Foto: Georg Wendt/dpa

In der Diskussion um neue Kaufanreize für E-Autos spricht sich IG-Metall-Chefin Christiane Benner gegen eine Rückkehr zu einer reinen Kaufprämie aus. „Eine reine Kaufprämie fände ich falsch, wir brauchen keine Strohfeuer“, sagte Benner der „Funke Mediengruppe“.

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Zugleich schlug Benner andere Anreize vor: „Wir könnten aber zum Beispiel Dienstwagen gezielt begünstigen und private Käufer über die Einkommenssteuer entlasten.“ Auch über ein staatlich gefördertes Sozial-Leasing-Modell analog zu dem französischen könne man nachdenken – „also über spezielle Kaufanreize für Haushalte mit geringem Einkommen“.

In Deutschland sind die Neuzulassungen von Elektroautos eingebrochen. Dem Kraftfahrt-Bundesamt zufolge wurden 2024 rund 380.600 rein elektrisch angetriebene Pkw erstmals zugelassen und damit gut ein Viertel weniger als ein Jahr zuvor. Eine von der Ampel-Koalition aufgelegte Kaufprämie für E-Autos war im Winter 2023 wegen Haushaltslöchern eingestellt worden, danach sackte die Nachfrage ab. Union und SPD wollen E-Autos nun wieder mit einem Kaufanreiz fördern, wie sie in ihrem Sondierungspapier festgehalten haben.

Neue Anreize für den Kauf von E-Autos sollten Benner zufolge nur für in Europa hergestellte Fahrzeuge gelten. „Ich glaube, dass niemand verstehen würde, wenn damit ein in China gebauter BYD gefördert würde. Einen Kaufanreiz für rein in Europa gefertigte Modelle hielte ich für sinnvoller.“

Die Lage der deutschen Autoindustrie bezeichnete Benner angesichts der Gewinneinbrüche bei Volkswagen, Porsche und BMW als „sehr besorgniserregend“. „Wir fahren im Moment als deutsche Autoindustrie bei Batterietechnologien und Digitalisierung hinterher, was dazu führt, dass wir jetzt zunächst durch ein Tal durchmüssen, bevor es besser wird.“ Sie erwarte von den Unternehmen, „da jetzt mit uns durchzugehen und sich zum Standort zu bekennen“.

dpa
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