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Rente und WehrpflichtDeshalb gehören Wehrpflicht und Rentenreform zusammen

Wir müssen mehr für Sicherheit und Wohlstand tun. Dabei dürfen die Jungen aber nicht doppelt belastet werden. Ein Kommentar.KOMMENTAR von Cordula Tutt 16.06.2025 - 10:45 Uhr
Soldatinnen und Soldaten des Wachbataillons der Bundeswehr bei einem Empfang im Bendlerblock in Berlin. Foto: picture alliance / photothek.de

Es wird unbequemer in Deutschland, aber keineswegs hoffnungslos. Das gilt in Sachen Sicherheit wie in Sachen Wirtschaft.

Die Wehrpflicht muss wieder aktiviert werden. Sie sollte aber für Männer wie Frauen gelten. Deutschland muss glaubhaft verteidigungsfähig werden, damit es sich nicht verteidigen muss. Diese neue Wehrpflicht braucht eine Grundgesetzänderung und sollte in eine Dienstpflicht eingebettet sein. Jeder und jede sollte einmal im Leben Dienst fürs Allgemeinwohl geleistet haben. Egal, ob in der Bundeswehr, bei der Feuerwehr, im Sozialen oder etwa im Bevölkerungsschutz.

Alle anderen Vorschläge, die Bundeswehr solle zum Beispiel weiter nur auf Freiwillige setzen, senden die falschen Botschaften und kosten nur wertvolle Zeit. Die Neinsager zur Pflicht verkennen, wie sehr wir umdenken müssen, wenn wir in einer zunehmend aggressiven Welt für uns selbst einstehen müssen. Vielleicht stärkt so ein Dienst aber auch Gemeinsamkeiten in der Gesellschaft.

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Doch wenn den Jungen solch eine große Aufgabe übergestülpt wird, müssen auch die anderen einen entsprechenden Schritt machen. Und hier kommt das Wirtschaftliche ins Spiel. Die Jungen geben Lebenszeit und im schlimmsten Fall noch mehr. Die Alten sollten sich im Gegenzug bei einer lange vertagten wie dringenden Rentenreform und bei den anderen Sozialversicherungen in großen Schritten bewegen. Das ist wirtschaftlich und sozial entscheidend fürs Land.

Die Generation des Wohlstands

Wer nach 1945 geboren wurde, bis in die 1960er hinein, der und die gehören zu einer Generation, die einen stetigen wie steilen Aufstieg hingelegt hat. Diese Generation im Ruhestand oder Bald-Ruhestand bekommt hohe Renten bei einem frühen Pensionsalter wie keine vorher – und absehbar keine mehr hinterher.

Gebt etwas von eurem Wohlstand ab, damit die Jungen nicht die doppelte Last tragen! Die der Sicherheit und die der überhohen Abgaben. Die Jungen müssen im Interesse der ganzen Gesellschaft ihren Teil leisten. Das lässt sich aber nur rechtfertigen, wenn die zahlenmäßig große Gruppe der Boomer und Nachkriegsgeborenen ein paar Abstriche macht. Mehr Balance zwischen den Generationen ist dringend geboten.

Dann werden die Nachgeborenen nicht wirtschaftlich erdrückt, dann bleibt ihnen ein Wohlstandsversprechen, kann die Wirtschaft wieder Kraft schöpfen. Das alles ist vielleicht unbequem, würde aber zeigen, wie Probleme in Hoffnung verwandelt werden können.

Hinweis: Dieser Kommentar erschien erstmals am 10. Juni 2025. Wir zeigen ihn aufgrund des Leserinteresses erneut

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