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Ukraine-KriegTrump fordert sofortigen Kriegsstopp – kein Tomahawk-Deal

In Washington trafen sich US-Präsident Trump und der ukrainische Präsident Selenskyj. Unterdessen gehen Moskaus Angriffe weiter. 18.10.2025 - 11:57 Uhr
US-Präsident Donald Trump begrüßt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor dem Weißen Haus. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat Russland und die Ukraine aufgerufen, den Krieg sofort zu beenden: Es sei genug Blut vergossen worden, schrieb er auf Truth Social nach dem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. „Lasst beide den Sieg für sich beanspruchen, lasst die Geschichte entscheiden! … HÖRT AUF, GEHT IN FRIEDEN NACH HAUSE ZU EUREN FAMILIEN!“ Trump erwähnte in dem Post nicht die zuvor von der Ukraine erbetenen Tomahawk-Marschflugkörper. Er bezeichnete sich als Vermittler und plant nach eigenen Angaben ein Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Budapest in den nächsten Wochen.

Auch Merz betont Dringlichkeit von Frieden

Selenskyj sagte nach dem Treffen, beide Seiten müssten stoppen, fügte aber hinzu: „Das ist eine Frage an Putin, denn wir haben den Krieg nicht begonnen.“ Er nannte das Treffen „konstruktiv“ und betonte die Priorität, Menschenleben zu schützen, die Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten und die europäische Unterstützung zu stärken.

Berichten zufolge wurde den USA die Freigabe von Tomahawk-Marschflugkörpern nicht gewährt; das Thema sei von US-Seite nicht weiter öffentlich diskutiert worden, so Selenskyj. Trump äußerte die Hoffnung, den Krieg ohne Tomahawks beenden zu können.

Selenskyj informierte europäische Partner per Telefon – darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, NATO-Generalsekretär Mark Rutte sowie Spitzen der EU-Institutionen. Merz und andere begrüßten die transatlantische Zusammenarbeit und betonten die Dringlichkeit eines gerechten und dauerhaften Friedens. Die europäischen Partner sagten zu, Unterstützung auszuweiten, den Druck auf Russland durch Sanktionen zu erhöhen und eingefrorenes russisches Staatsvermögen zu nutzen, um Russland zu Verhandlungen zu bewegen. EU-Ratspräsident António Costa betonte, dass militärische, finanzielle und diplomatische Unterstützung sowie Sicherheitsgarantien unerlässlich seien; auf dem EU-Gipfel sollen konkrete Schritte besprochen werden. Auch Großbritannien bekräftigte sein „unerschütterliches Engagement“ für die Ukraine.

Nach Angaben ukrainischer Behörden setzte Russland zeitgleich Angriffe auf die Energieinfrastruktur und andere Ziele in der Ukraine fort: In der Region Charkiw gab es schwere Angriffe auf die Stadt Tschuhujiw, es kam zu weitreichenden Ausfällen; es wurden zudem zahlreiche Drohnenangriffe gemeldet (die ukrainische Luftwaffe sprach von 164 Angriffsdrohnen, von denen 136 abgewehrt worden seien). Russland meldete seinerseits Abschüsse ukrainischer Drohnen über russischem Gebiet. Teilweise kam es in Russland aus Sicherheitsgründen zu Einschränkungen an Flughäfen.

Explosion in russischer Sprengstofffabrik im Uralgebiet

In Russland ereignete sich außerdem eine schwere Explosion in einer Sprengstofffabrik in Sterlitamak (Ural), bei der drei Frauen getötet und weitere Menschen verletzt wurden. Die Ursache werde von Kriminalisten untersucht; Vermutungen über einen Drohnenangriff wiesen die regionalen Behörden zurück.

dpa, rtr
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