Deutschland: So viele Wohnungseinbrüche wie noch nie
Abschließen!
Wer das Haus verlässt – auch wenn nur für den kurzen Gang zum Bäcker – der sollte die Haus- oder Wohnungstür unbedingt abschließen. Denn wenige Minuten reichen aus, um eine ungesicherte und vor allem nicht abgeschlossene Tür aufzuhebeln.
Foto: dpaFenster zu!
Wer das Haus verlässt, sollte daran denken Fenster und Balkon- oder Terrassentüren zu schließen. Ganz wichtig: Auch gekippte Fenster sind offene Fenster…
Foto: Initiative ‚Nicht bei mir!‘Verstecke sind niemals gut!
Den Schlüssel draußen irgendwo zu verstecken ist niemals hilfreich. Auch wenn es nicht die Fußmatte oder der Blumenkübel ist – Einbrecher finden den Ersatzschlüssel und einfacher kann man es ihnen nun wirklich nicht machen. Außerdem: Die Versicherung kommt in so einem Fall definitiv nicht für den Schaden auf.
Foto: dpaSchlüssel weg, Schlösser tauschen!
Wenn ein Schlüssel verloren geht – auch wenn es nur der Schlüssel ist – dann auf jeden Fall Schlösser tauschen. Denn man kann sich nie sicher sein, wie oder wo der Schlüssel weg gekommen ist und im schlimmsten Fall wurde er geklaut. Also: sicher ist sicher – Schließzylinder wechseln.
Foto: dpaNachbarschaftshilfe
Aufmerksamkeit lohnt sich. Wenn sie im eigenen Mehrfamilienhaus, der Wohnanlage oder auf einem Nachbargrundstück Fremde sehen, die herumschleichen und dort nicht hinzugehören scheinen, dann lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig. Wer aufmerksame Nachbarn hat, der braucht manchmal keinen Wachhund oder Überwachungskameras.
Foto: ZBKeine Urlaubszeichen
Wer in den Urlaub fährt, sollte vorsorgen, dass es keine Hinweise auf die Abwesenheit gibt. Zum Beispiel sollte der Briefkasten nicht überquellen und die Rollladen nicht tagelang unten sein.
Foto: Initiative ‚Nicht bei mir!‘Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist laut einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ auf Rekordniveau gestiegen. Für das Jahr 2015 weise die Polizeiliche Kriminalstatistik 167.136 erfasste Fälle aus und damit 9,9 Prozent mehr als im Jahr davor, berichtet die Zeitung (Mittwochsausgabe). 2014 waren 152.123 Wohnungseinbruchdiebstähle registriert worden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wolle die Kriminalstatistik voraussichtlich im Mai in Berlin offiziell vorstellen.
Die Zahl aller in Deutschland polizeilich erfassten Straftaten wuchs im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um 4,1 Prozent auf insgesamt 6,33 Millionen, wie die Zeitung unter Verweis auf die ihr vorliegende Kriminalstatistik weiter berichtet. Die Aufklärungsquote betrage 56,3 Prozent - eine Verbesserung um 1,4 Prozentpunkte. Der Statistik zufolge habe es sich bei fast 40 Prozent aller Straftaten um Diebstähle gehandelt. Hohe Zuwachsraten seien etwa auch beim Laden- (+7,1 Prozent) und beim Taschendiebstahl (+7 Prozent) verzeichnet worden.