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US-Wahl und die BörseDie Gewinneraktien des nächsten US-Präsidenten

Wichtige Wahlen prägen auch die Börse, diesmal sogar mehr als sonst. Welche Papiere von einer Präsidentin Hillary Clinton profitieren könnten und welche bei einem Wahlsieg von Donald Trump durchstarten sollten.Tim Rahmann 09.08.2016 - 06:00 Uhr

Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Hillary Clinton: Wer gewinnt, bewegt auch die Börse.

Foto: WirtschaftsWoche

Üblicherweise sind sich die Strategen an Wall Street einig: Gewinnt ein Republikaner die US-Präsidentschaftswahl, dann ziehen die Kurse an. Denn die Republikaner, so will es zumindest die Legende, sind wirtschaftsfreundlich; sie haben einiges übrig für Schulden, für die Arbeitgeberseite, für Tabak, für Rüstung, für Infrastruktur, und sie mögen die Banken.

Alles anders bei der 58. Wahl

Doch in diesem Jahr, drei Monate vor der 58. Wahl eines US-Präsidenten, ist die Lage anders. Ihn kümmerten die „Wall-Street-Jungs“ nicht, „ich werde kein Geld von ihnen annehmen“, lässt der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump im Wahlkampf wissen. Solche Äußerungen sind vor allem Taktik: Die Banken sind seit der Finanzkrise beim Durchschnittsbürger verhasst. Während sich die großen Wall-Street-Adressen von der Krise weitgehend erholt haben, kämpft die Mittel- und Unterschicht noch immer mit deren Folgen. Viele Privathaushalte sind verschuldet; in manchen Branchen liegen die Löhne um mehr als ein Fünftel unter Vorkrisenniveau. Trump, der sich als Vertreter des kleinen Mannes darstellt, will deshalb mit Anti-Wall-Street-Parolen Punkte sammeln.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem nun endgültig möglichen Präsidenten Trump kommt in New York nicht gut an: „Nichts hassen Investoren mehr als Ungewissheit“, sagt Nicholas Colas, Chefstratege des Finanzdienstleisters Convergex. In der Vergangenheit hatten die Wahlen nur geringen Einfluss auf die Börsen. „Dieses Mal könnte das anders sein“, so Colas. Sollte die Demokratin Hillary Clinton die Wahlen am 8. November gewinnen, dürften die Börsen moderat zulegen, so die allgemeine Erwartung. Heißt der Sieger Trump, rechnet Colas zunächst mit einem nervösen Auf und Ab.

Doch selbst dann müssen Anleger um die US-Börse keinen Bogen machen: Charttechnische Indikatoren jedenfalls signalisieren eine andauernde Hausse. So oder so dürften einzelne Aktien von einem Präsidenten Trump profitieren. Andere Papiere wiederum wären Favoriten, sollte es mit Hillary Clinton die erste Präsidentin überhaupt ins Weiße Haus schaffen.

Der Milliardär und Republikaner Donald Trump will Präsident werden – und dafür ist ihm fast jedes rhetorische Mittel recht. Das zeigt er bei jedem Auftritt und bei jedem TV-Duell. Seine Behauptungen polarisieren und sind oft mehr als zugespitzt. Auch seine republikanischen Kontrahenten stellen Behauptungen auf. Doch was daran ist eigentlich wahr? Wir dokumentieren sechs Aussagen aus dem vergangenen TV-Duell und checken sie auf ihren Wahrheitsgehalt.

Foto: dpa

Trump und Putin

Mitbewerber Marco Rubio: „Und Wladimir Putin, für den Sie, Donald, Bewunderung ausgedrückt haben...“
Trump: „Falsch. Falsch.“
Rubio: „Donald, Sie haben gesagt, er sei ein starker Führer.“
Trump: „Falsch.“


Die Fakten: Tatsächlich bewertete Trump Putin im Vergleich mit US-Präsident Barack Obama positiv. In einem Interview des Fernsehsenders MSNBC vom 18. Dezember freute sich Trump über ein Lob des russischen Präsidenten: „Wenn dich jemand als brillant bezeichnet, ist das immer gut, besonders dann, wenn derjenige Russland lenkt.“ Als der Interviewer darauf verweist, dass Kritiker Putin vorwerfen, Gegner umzubringen zu lassen und in die Ukraine einmarschiert zu sein, erwidert Trump, dass Putin „sein Land führt, und zumindest ist er ein Führer, anders als das, was wir in diesem Land haben“.

Foto: dpa

Trump und Terror

Trump: Angehörige der Attentäter des 11. Septembers 2001 durften um die Zeit der Anschläge herum die USA verlassen, obwohl „sie wussten, was passierte. Die Ehefrau wusste ganz genau, was passierte. Sie reisten zwei Tage vorher ab und sie sahen im Fernsehen zu, wie ihre Ehemänner ins World Trade Center, ins Pentagon flogen.“


Die Fakten: Es ist nicht bekannt, dass Verwandte der Flugzeugentführer vor oder nach den Anschlägen in den USA waren. Trump scheint Angehörige der Entführer mit Angehörigen von Osama bin Laden zu verwechseln, die sich damals in den USA aufhielten. Sie verließen das Land neun Tage nach den Anschlägen, nicht zwei Tage davor. Nachdem Bin Laden zum Hauptverdächtigen geworden war, organisierte Saudi-Arabien die Ausreise von mehr als 20 Mitgliedern von dessen Familie, zumeist Nichten und Neffen, da Racheakte seitens US-Bürgern befürchtet wurden. Die Regierung des damaligen US-Präsidenten George W. Bush wurde wegen der Ausreiseaktion scharf kritisiert.

Foto: dpa

Trump und Geld

Marco Rubio, einer von Trumps republikanischen Kontrahenten, äußerte sich abwertend über den Geschäftserfolg des Unternehmers Trump, schließlich habe dieser „mehr als 200 Millionen Dollar geerbt“.

Die Fakten: Das ist schwer zu sagen. Trumps Vater, Fred Trump, starb 1999 und hinterließ ein Vermögen, das öffentlich auf 200 Millionen bis 250 Millionen Dollar (nach heutigem Wert 182 Millionen bis 227 Millionen Euro) geschätzt wurde. Genaue Angaben gibt es nicht, und das Vermögen sollte zwischen Trump und zweien seiner Geschwister aufgeteilt werden.

Foto: REUTERS

Trump und Handel

Trump: „Beim Handel gehen wir völlig unter. . Mit China werden wir handelsmäßig 505 Milliarden Dollar verlieren. . . Mexiko, (sind es) 58 Milliarden Dollar. Japan, wahrscheinlich etwa, sie wissen es noch nicht genau, aber (da sind es) etwa 109 Milliarden Dollar.“

Die Fakten: Trump liegt beim US-Handelsdefizit mit China völlig daneben. Es betrug 2015 insgesamt 365,7 Milliarden Dollar – ein Rekord und das größte Defizit der USA mit einem anderen Land. Doch das US-Defizit mit allen Ländern zusammen lag vergangenes Jahr bei 531,5 Milliarden nach 508,3 Milliarden im Jahr 2014 – also etwa so viel wie Trump nur dem Handel mit China zuschrieb. Bei den Zahlen für Mexiko lag Trump richtig, nicht aber bei jenen für Japan. Es betrug im vergangenen Jahr nicht 109 Milliarden, sondern 68,6 Milliarden.

Foto: dpa

Trump und Folter

Trump: Er wiederholte seine Forderung nach harten Verhörmethoden für Terrorverdächtige. „Wir sollten Waterboarding einsetzen, und wir sollten noch schärfere Mittel als Waterboarding einsetzen.“ Auf die Frage, was er tun würde, wenn sich die Streitkräfte einem solchen Befehl widersetzten, weil er gegen US-Recht verstieße, sagt er: „Sie weigern sich nicht. Sie werden sich mir nicht verweigern. Glauben Sie mir.“

Die Fakten: Angehörige der Streitkräfte sind verpflichtet, einen Befehl zu verweigern, der nach Militärrecht illegal ist. Führen sie einen gesetzeswidrigen Befehl aus, riskieren sie eine Bestrafung.

Foto: AP

Trump und Clinton

Trump: „Ich habe (die demokratische Präsidentschaftsbewerberin) Hillary Clinton in vielen Umfragen geschlagen. Die Pew-Umfrage kam gerade heraus. Ich habe Hillary Clinton vor kurzem in einer Fox-Umfrage geschlagen, ich habe Hillary Clinton in 'USA Today' geschlagen, ich habe sie heute in einer Umfrage in Ohio geschlagen. Ich bin der einzige, der Hillary Clinton schlägt.“

Die Fakten: Tatsächlich wird Trump in der jüngsten Fox-Umfrage von Clinton geschlagen, während eine 'USA Today'-Umfrage ihn in Führung sieht. In zahlreichen Umfragen seit Mai ist Clinton im direkten Vergleich weit häufiger die Gewinnerin als Trump. Dies sagt allerdings noch nichts darüber aus, wer bei der Wahl im Herbst letztlich die Nase vorn hat, wenn beide Parteien über ihren jeweiligen Präsidentschaftsbewerber entschieden haben.

Foto: dpa

Wer auf der sicheren Seite sein will, der findet Kaufkandidaten, die sowohl unter Clinton als auch unter Trump Gewinner sein sollten. Das sind vor allem Unternehmen aus den Branchen Bau und Gesundheit. Beide Präsidenten in spe wollen die marode Infrastruktur in den USA erneuern und die Leistungen der Krankenversicherung ausbauen.

Schlaglöcher und marode Brücken

Schlaglöcher in den Straßen, einsturzgefährdete Brücken, marode U-Bahnen – die Infrastruktur in den USA ist desolat. 275 Milliarden Dollar will Clinton deshalb für Erneuerung und Ausbau bereitstellen. Trump spricht gar von einem Billionenprojekt und stellt 13 Millionen neue Jobs in Aussicht. Selbst wenn nur ein Bruchteil von dem Geld tatsächlich aufgebracht wird, dürften Baukonzerne bald gut ausgelastet sein.

Viele Aufträge werden regional ausgeschrieben und an viele verschiedene Unternehmen gehen. Alle gemeinsam aber brauchen schweres Gerät, etwa Bagger, Planierraupen und Muldenkipper. Die wettbewerbsfähigste Flotte bietet Caterpillar. Gut 40 Prozent seines Umsatzes von zuletzt 47,0 Milliarden Dollar macht der weltgrößte Hersteller von Baumaschinen in den USA. Schon im Vorwahlkampf zog der Kurs an, liegt aber noch weit entfernt von alten Höhen (siehe Chart in der Chartgalerie oben). Richtig günstig mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von um die 24 für 2017 ist Caterpillar nicht – dafür aber ein Garant für eine starke Dividende, die seit Jahrzehnten steigt und aktuell 3,8 Prozent Rendite verspricht.

Steuern

Hillary Clinton: Sie will Spitzenverdiener stärker besteuern. So sollen Zusatzeinnahmen von 1,1 Billionen Dollar zusammenkommen. Das Geld soll u.a. in Kinderbetreuung fließen.

Foto: dpa

Steuern

Donald Trump: Er hat eine gewaltige Steuersenkung versprochen, profitieren würden aber vor allem die Reichen. Der Plan würde innerhalb von zehn Jahren ein 9,5-Billionen-Dollar-Loch in den Staatshaushalt reißen.

Foto: REUTERS

Außenpolitik

Hillary Clinton: Die Demokratin setzt auf Kontinuität und Verlässlichkeit. Sie ist aber eher bereit, amerikanische Interessen militärisch durchzusetzen als Präsident Obama, etwa in Syrien, wo sie eine Flugverbotszone fordert.

Foto: AP

Außenpolitik

Donald Trump: Das Doktrin des Republikaners lautet: America First. Er will für Freund und Feind „unberechenbar“ sein, befürwortet Folter und malt sich eine gute Zusammenarbeit mit Wladimir Putin aus.

Foto: AP

Freihandel

Hillary Clinton: Im Vorwahlkampf hat Clinton Handelsabkommen kritisiert. Sie fordert Nachbesserungen zugunsten der Mittelschicht – ohne den Freihandel jedoch grundsätzlich in Frage zu stellen.

Foto: AP

Freihandel

Donald Trump: Er will die gesamte internationale Wirtschaftsstruktur umkrempeln, Freihandelsverträge aufkündigen und China mit Strafzöllen belegen. Experten warnen vor einem Wirtschaftskrieg.

Foto: dpa

Energie

Hillary Clinton: Sie gibt das Ziel aus, die Energiewende fortzusetzen und den Kampf gegen den Klimawandel zu verstärken. Wind- und Solarstrom sollen ausgebaut, die Kohleverbrennung beendet werden.

Foto: REUTERS

Energie

Donald Trump: Trump setzt auf Schieferöl und Schiefergas und verspricht eine Renaissance der Kohle. Umweltregulierungen will er schleifen und den Pariser Klimaschutzpakt aufkündigen.

Foto: REUTERS

Einwanderung

Hillary Clinton. Die Demokratin fordert einen Stopp der Deportationen von Migrantenfamilien. Eine Einwanderungsreform soll illegalen Einwanderern eine Bleibeperspektive, teils sogar einen Weg zur Staatsbürgerschaft eröffnen.

Foto: REUTERS

Einwanderung

Donald Trump: Er will Amerika abschotten. Einwanderer, die keine Papiere vorzuweisen haben, sollen abgeschoben werden, Muslime vorerst nicht mehr einreisen dürfen. Eine Mauer soll die Grenze zu Mexiko schützen.

Foto: REUTERS

Ebenfalls eine sichere Wette ist die auf Gewinne im Gesundheitssektor. Die bei Republikanern verhasste Krankenversicherung Obamacare will Trump kassieren. Allerdings nur, um sie durch ein besseres System zu ersetzen, das mehr Bürgern als bisher Zugang zu einer Krankenversicherung verschafft. Auch Clinton will die Anzahl der Versicherten hochtreiben. Trotz Obamacare sind noch rund 30 Millionen Amerikaner ohne Versicherungsschutz. Gleichzeitig müsse das System bezahlbar bleiben. Deshalb müssen die Kosten runter. „Verschreibungspflichtige Medikamente kosten viel zu viel“, sagt Clinton. Das findet auch Trump.

Parteitag der US-Demokraten

Dunkle Wolken über Clintons Nominierung

Ausgerechnet vor "ihrem" großen Parteitag steht Hillary Clinton blamiert da. Gehackte E-Mails zeigen: Clinton bekam Hilfe von der Parteispitze, um ihren parteiinternen Gegner Bernie Sanders in Schach zu halten.

Dass die Pharmaindustrie die Preise für ihre Verkaufsschlager in den vergangenen Jahren nicht selten versechsfacht hat, ist der Politik parteiübergreifend ein Dorn im Auge. Abhilfe schaffen könnten Generika. Schon heute sind 85 Prozent aller verkauften Medikamente in den USA Nachahmerpräparate. Der Markt wird auf 120 Milliarden Dollar geschätzt. Ein hoher Anteil der Generika auf dem US-Markt kommt von indischen Herstellern. Einer davon ist Sun Pharmaceutical. Der weltweit fünftgrößte Generikahersteller macht die Hälfte seines Umsatzes von zuletzt jährlich 4,2 Milliarden Dollar in den USA. Über 400 Generika von Sun Pharmaceutical sind derzeit am Markt zugelassen, weitere knapp 160 Generika warten auf ihre Zulassung. Eine schnellere Prüfung durch die Behörden würde den Indern in die Karten spielen und auch den Sun-Aktienkurs an der Börse Mumbai nach oben treiben.

Clinton will ohnehin in weiten Teilen die Politik des amtierenden Präsidenten Barack Obama fortführen. Ausnahme: die Außenpolitik. Sowohl gegenüber Russland soll der Ton verschärft werden als auch gegenüber China mit Blick auf dessen Kraftmeierei im Südchinesischen Meer. Dazu müssten die USA ihre militärische Präsenz in Osteuropa und in Südostasien ausweiten – und aufrüsten. Den Krieg gegen den „IS“ wird Clinton ebenso verstärken und deutlich mehr Luftangriffe auf Terrorstellungen im Irak und Syrien starten. Weiter gefragt bleiben dürften bei einem Clinton-Sieg deshalb Raketen und Radarsysteme des Rüstungs- und Elektronikkonzerns Raytheon. Der Hersteller des Raketenabwehrsystems Patriot macht 94 Prozent seines Umsatzes von zuletzt 23,2 Milliarden Dollar mit Kriegsgerät.

Auch in Sachen Umweltschutz hat Clinton ambitionierte Vorschläge vorgelegt. So sollen bis 2020 rund 500 Millionen Solarmodule ans Netz gehen. Die installierte Leistung soll so auf 140 000 Megawatt ausgeweitet werden – sieben Mal so viel wie heute. Das Solarunternehmen Sunrun bietet Rundum-Service für Hausbesitzer an: Das Unternehmen installiert Solaranlagen, hilft bei der Finanzierung und bietet Service-Apps an. Die Kalifornier peilen bis 2017 eine Umsatzverdoppelung auf 650 Millionen Dollar an. 450 Millionen Dollar Nettoschulden und die Abhängigkeit von der Politik bergen allerdings Risiken. Das schreckt die Analysten der Deutschen Bank nicht. Ihr Votum: „Kaufen mit Kursziel 15 Dollar!“ Das wäre gegenüber dem aktuellen Kurs ein Anstieg von knapp 200 Prozent.

Es ist das zentrale Wahlkampfversprechen: Trump will die illegale Einwanderung in die USA stoppen. Wer ohne Aufenthaltsgenehmigung in den USA lebt, soll abgeschoben werden. Trump will eine Mauer an der Grenze zu Mexiko aufziehen, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Sollte das Vorzeigeprojekt Trumps scheitern, wovon angesichts immenser Kosten auszugehen ist, dann dürfte der Milliardär zumindest bei der Abschiebung illegaler Migranten aufs Tempo drücken, um seinen Ruf als Hardliner zu retten. Hiervon könnte The Geo Group profitieren. Der private Betreiber von Gefängnissen stellt ein Zehntel aller Gefängnisbetten in den USA und bietet Unterschlupf vor der Abschiebung. Der Knastbetreiber, der als sogenannter Real Estate Investment Trust an der Börse notiert ist, wirft über sieben Prozent Dividendenrendite ab.

Mit harter Hand will Trump auch gegen Terroristen vorgehen. Eine Ausweitung des Kriegs im Nahen Osten unter Trump könnte den Ölpreis wieder nach oben treiben. Davon profitierte die gesamte heimische Ölindustrie. Mit dem Wiederaufbau der Ölinfrastruktur im Irak und in Syrien will Trump – sobald die Terroristen besiegt sind – US-Konzerne betrauen, in erster Linie ExxonMobil. Die Aktie des weltweit größten privaten Ölkonzerns hat sich schon kräftig erholt. Sollte der Ölpreis nicht wieder einbrechen, dürfte sich der Exxon-Kurs auf dem aktuellen Niveau zunächst einpendeln.

In Waage halten dürften sich auch die Auswirkungen für die von Trump so attackierte Wall Street. Konkrete Ansätze für eine stärkere Regulierung der Finanzbranche hat Trump nicht. Anlageprofi Colas glaubt gar, dass unter Trump die vor einem Jahr eingeführte Regel, die Banken in den USA zwingt, ihren Eigenhandel weitgehend aufzugeben, wieder aufgehoben werden könnte. Besonders betroffen sind davon die Großbanken JP Morgan und Morgan Stanley – und Goldman Sachs. „Eine Entschärfung der Regeln würde den Kurs der Investmentbank nach oben treiben“, so Colas.

Die Wetten laufen also, wer frühzeitig setzt, kann am meisten gewinnen.

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