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Black Friday und Cyber WeekDiese vier Grafiken zeigen, wie die Deutschen online einkaufen

Knapp zwei Drittel der deutschen Konsumenten wollen beim kommenden Black Friday im Internet auf Schnäppchenjagd gehen. Ein Kanal wird dabei immer wichtiger.Michael Kroker 22.11.2022 - 10:00 Uhr
Foto: dpa Picture-Alliance , WirtschaftsWoche

Preise vergleichen, Rabatte sichern und bei Sonderangeboten schnell am Smartphone zuschlagen: Das Fest der Schnäppchenjäger ist endgültig in Deutschland angekommen. Am kommenden Freitag lockt auch der Handel im Deutschland mit vielen Angeboten zum Black Friday und der darauffolgenden Cyber Week – Einkaufsformate aus den Vereinigten Staaten am Wochenende nach dem amerikanischen Thanksgiving-Fest, die auch immer mehr deutsche Konsumenten wahrnehmen.

So wollen knapp zwei Drittel der Deutschen am bevorstehenden Black Friday und der anschließenden Cyber Week auf Einkaufstour gehen (64 Prozent). Und das, obwohl – oder gerade weil – sie die anhaltende Inflation stark spüren. Das ist das zentrale Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten Befragung des Branchenverbands der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche Bitkom unter mehr als 1100 Internetnutzern aus Deutschland.

Fast die Hälfte aller Konsumenten geht dabei ausschließlich online auf Schnäppchenjagd (46 Prozent); weitere 13 Prozent wollen sowohl im Internet wie auch im Ladenlokal nach Black-Friday-Angeboten Ausschau halten:

Nur für ein Viertel aller Befragten spielen der schwarze Freitag und die Cyber Week keine Rolle – ein Indikator dafür, wie sehr die amerikanischen Handels- und Aktionstage tatsächlich bereits nach Europa und Deutschland herüber geschwappt sind. Dafür sprechen auch die steigenden Einkaufssummen: So wollen die deutschen Konsumenten im Schnitt 289 Euro in Black-Friday-Schnäppchen investieren. Das ist etwas mehr, als sie im vergangenen Jahr ausgegeben haben (271 Euro), so das Ergebnis einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Befragung der Unternehmensberatung PwC.

Die Inflation weckt den Schnäppchentrieb

Allerdings zeigt die Bitkom-Umfrage ebenfalls, dass die derzeitige Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten das Einkaufsverhalten der deutschen Online-Shopper verändern. Demnach bekunden zwei Drittel der Deutschen, sich vor dem Start des Weihnachtsgeschäfts sorgfältiger zu überlegen, welche Anschaffungen sie wirklich benötigen (69 Prozent). Fast ebenso viele achten vermehrt auf Sonderangebote und Rabattangebote (64 Prozent).

Der Umfrage zufolge kauft fast die Hälfte derjenigen, die im Internet shoppen, generell weniger ein (46 Prozent). Außerdem nutzen 40 Prozent aller Befragten das Internet verstärkt, um Preise zu vergleichen. Zudem greift knapp jeder Zehnte aufgrund der aktuellen Situation auf Angebote zur Ratenzahlung zurück (9 Prozent).

Insgesamt zeigt die Bitkom-Umfrage, dass Online-Shopping auch in Deutschland längst zum Alltag gehört: Demnach haben neun von zehn Deutschen innerhalb der vergangenen zwölf Monate etwas online gekauft (91 Prozent). Die meisten gehen sogar regelmäßig im Internet auf Einkaufstour: Ein Drittel macht dies mindestens einmal pro Woche (33 Prozent); ein weiteres Drittel mehrmals pro Monat (34 Prozent):

Antreiber dafür sei vor allem die anhaltende Viruspandemie der vergangenen zweieinhalb Jahre: „Die Coronapandemie hatte den Online-Handel massiv beflügelt und das Einkaufsverhalten der Verbraucher nachhaltig verändert“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Das zeigt sich auch bei den bevorzugten Wegen zum Einkaufsbummel im Internet. Demnach hat sich das Smartphone mittlerweile als wichtigster Zugang fest etabliert: Zwei Drittel der deutschen Online-Shopper nutzen zum Einkaufen im Netz ihr Handy; vor zwei Jahren waren es erst 54 Prozent – und nur jeder Zweite im Jahr 2018:

54 Prozent der deutschen Konsumenten nutzen dagegen ein Laptop zum Shoppen – und nur noch ein Drittel einen stationären Desktop-PC (34 Prozent). „Händler und Plattformen haben ihre Angebote zunehmend auf die Smartphone-Nutzung zugeschnitten“, sagt Bitkom-Chef Rohleder. „Entsprechend optimierte Online-Shops sollten für jeden Händler zum Standard gehören.“

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