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WeltkonjunkturExporte der Euro-Länder fallen – USA größter Abnehmer

Der Exporteuropameister Deutschland leidet besonders unter der schwächeren Weltkonjunktur. Die Euro-Länder haben allesamt im Mai weniger exportiert. 14.07.2023 - 13:36 Uhr

Belastet wird die Weltwirtschaft derzeit von der hohen Inflation in vielen Ländern, die nicht nur die Kaufkraft schmälert, sondern die Zentralbanken auch zu Zinserhöhungen veranlasst hat.

Foto: IMAGO/Chris Emil Janayen

Die Euro-Länder haben angesichts der schwachen Weltkonjunktur im Mai weniger exportiert. Die Warenausfuhren in die restliche Welt sanken um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 241,9 Milliarden Euro, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte.

Belastet wird die Weltwirtschaft derzeit von der hohen Inflation in vielen Ländern, die nicht nur die Kaufkraft schmälert, sondern die Zentralbanken auch zu Zinserhöhungen veranlasst hat. Dadurch werden Kredite für Investitionen - etwa in Maschinen und Fahrzeuge - teurer.

Das belastet auch den Handel der Euro-Länder untereinander, der sogar um 5,7 Prozent auf 226,3 Milliarden Euro nachgab. Die Importe in die Währungsunion sanken noch stärker als die Exporte, und zwar um 12,8 Prozent auf 242,2 Milliarden Euro.

Besser fällt die Bilanz für die ersten fünf Monate aus. Von Januar bis Mai legten die Exporte um 3,7 Prozent auf knapp 1182 Milliarden Euro zu. Wichtigster Kunde der EU insgesamt blieben mit deutlichem Vorsprung die USA, trotz eines Rückgangs von 0,2 Prozent auf 202,8 Milliarden Euro.

Die Ausfuhren nach Großbritannien legten dagegen um 5,1 Prozent auf 139,5 Milliarden Euro zu, während die nach China um 1,2 Prozent auf 93,8 Milliarden Euro wuchsen.

Rezessionskurs in Euro-Zone

In der Euro-Zone ist die Wirtschaft zuletzt auf einen Rezessionskurs gedreht. Das Bruttoinlandsprodukt ging von Januar bis März um 0,1 Prozent zurück. Bereits Ende 2022 war das BIP in diesem Tempo geschrumpft.

Bei zwei Quartalen mit wirtschaftlicher Talfahrt in Folge sprechen Volkswirte von einer technischen Rezession. Ökonomen erwarten keine rasche Rückkehr zu einem kräftigen Wachstum - nicht zuletzt wegen der Schwäche Deutschlands.

Europas größte Volkswirtschaft dürfte in diesem Jahr nach Prognose führender Institut schrumpfen, wenn auch nur leicht. Der Exporteuropameister Deutschland leidet besonders unter der schwächeren Weltkonjunktur.

rtr
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