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SAP-Zahlen Q2 2024SAP nimmt Kurs auf Allzeit-Hoch – bis zu 10.000 Jobs sollen wegfallen

Der Druck von SAP, seine Kunden in die Cloud zu hieven, treibt die Umsätze in die Höhe. Künstliche Intelligenz dient dabei als Katalysator.Matthias Hohensee 23.07.2024 - 11:30 Uhr

Christian Klein ist SAP Vorstandssprecher (CEO).

Foto: dpa

Christian Klein, der Vorstandschef von SAP, hatte am Montagabend bei der Präsentation der Quartalszahlen hörbar gute Laune. Denn die SAP-Zahlen sind trotz durchwachsener Stimmung in der Wirtschaft weiterhin stark. Treiber für die positive Entwicklung ist laut Klein vor allem der Umstieg von Kunden auf die Cloud und als besonderer Katalysator dabei „die KI-Funktionen, die wir weiter ausbauen werden.“ 300 Millionen Nutzer weltweit nutzen laut Klein mittlerweile die Cloud-Dienste von SAP.

Der Umsatz des wertvollsten deutschen Konzerns legte im zweiten Quartal um zehn Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zu. Der Nettogewinn stürzte zwar um 69 Prozent auf 918 Millionen Euro ab. Aber das liegt daran, dass im Vorjahresquartal ein milliardenschwerer Sonderertrag durch den Verkauf der Tochter Qualtrics das Ergebnis in die Höhe getrieben hatte.

Klein und Finanzchef Dominik Asam bestätigten die Jahresprognose für 2024 und gehen in den Folgejahren von noch höheren Einnahmen als erwartet aus. Für das Geschäftsjahr 2025 werden 37,5 Milliarden Euro prognostiziert, die Vorhersage für den operativen Gewinn von 10 Milliarden Euro auf 10,2 Milliarden Euro erhöht. Auch weil der Auftragsbestand für die Cloud kontinuierlich wächst.

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Im zweiten Quartal stieg er auf 14,8 Milliarden Euro, was einer Zunahme von 28 Prozent entspricht. 
Der Cloud-Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um 25 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Besonders stark war die Wachstumsrate im asiatisch-pazifischen Raum, dort vor allem in Indien, Japan und Südkorea. In Europa verzeichnete Deutschland starkes Wachstum.

Der Umsatz mit Softwarelizenzen ging im Vergleich zum Vorjahresquartal um 27 Prozent zurück, was an der anhaltenden und von SAP vorangetriebenen Verlagerung hin zu Cloud-Lösungen liegt. Das vor drei Jahren gestartete Programm „Rise with SAP“, das Bestandskunden dazu bringen soll, ihr Geschäft in die Cloud zu verlagern, wird laut Klein von inzwischen über 7000 Kunden genutzt, „in allen Branchen und Größen“.

Im zweiten Quartal unter anderem von ExxonMobil, Shiseido, Porsche Informatik und Xerox. Das Programm soll verhindern, dass Kunden, die mit dem Wechsel in die Cloud noch warten, nicht ganz oder teilweise von Cloud-Konkurrenten abgeworben werden, um dort einen Neuanfang zu starten. „Es gibt kein Geschäft, in dem KI nicht eine wichtige Rolle spielt, und sie wirkt sich direkt auf unsere Buchungen aus“, sagte Klein. „Im zweiten Quartal waren in fast 20 Prozent aller Geschäftsabschlüsse bereits Business KI enthalten.“


Durch die eigene interne Nutzung von KI, so Klein weiter, „erwarten wir Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich.“ Auch auf konventionellem Weg treibt der SAP-Chef die Einsparungen voran. Der Stellenabbau soll ausgeweitet werden, von ehemals 8000 auf nun bis zu 10.000 Stellen.

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Das liegt daran, dass der freiwillige Ausstieg stärker nachgefragt wird als ursprünglich angenommen. Die Kosten für die Restrukturierung betragen laut SAP drei Milliarden Euro, von denen 600 Millionen Euro im zweiten Quartal anfielen. Deshalb fiel der operative Gewinn um elf Prozent auf 1,22 Milliarden Euro. Ende Juni beschäftigte SAP weltweit 103.315 Mitarbeiter.

Der SAP-Chef geht jedoch weiter davon aus, „dass wir zum Jahresende den gleichen Personalbestand wie Anfang des Jahres haben werden.“ Denn SAP stelle parallel weiter ein, beispielsweise Data Scientists, „in den Bereichen, wo wir auch in Zukunft hohes Wachstum erwarten.“


Nachbörslich legte die SAP-Aktie um knapp sechs Prozent zu und nimmt Kurs auf die 200-Marke. Seit Jahresbeginn hat sie um dreißig Prozent zugelegt. Ein neues Allzeithoch ist nun in Sicht.

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