Landtagswahl Brandenburg: SPD und AfD fast gleich auf: So hat Brandenburg gewählt
Bei der Landtagswahl in Brandenburg ist Dietmar Woidkes SPD knapp vor der AfD gelandet.
Foto: dpa Picture-Alliance , imago images, MontageUm 18 Uhr am Sonntagabend haben die Wahllokale in Brandenburg geschlossen. Die Landtagswahl ist gelaufen. Am frühen Abend jubelten vor allem die SPD (über die meisten Stimmen), das Bündnis Sahra Wagenknecht (über zweistellige Prozentzahlen) und die AfD (über den enormen Stimmenzuwachs). Düstere Mienen gab es hingegen bei den Grünen, den Linken und auch der CDU.
Bisher gab es in Brandenburg eine Landesregierung aus SPD, CDU und Grünen. Seit 2013 hatte Dietmar Woidke (SPD) das Amt des Ministerpräsidenten inne.
Vor der Wahl hatte Woidke angekündigt, dass er nur dann weiter Regierungsverantwortung tragen will, wenn die SPD stärkste Kraft wird – das hat er nun geschafft. Die Regierungsbildung dürfte aber kompliziert werden. Woidke hatte sich vor der Wahl nicht zu Wunschpartnern geäußert. Als Partner käme außerdem das BSW in Frage. Das BSW hatte im Wahlkampf signalisiert, nicht um jeden Preis mitregieren zu wollen.
Die AfD hat trotz ihres guten Abschneidens keine Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung: Keine andere Partei will mit ihr zusammenarbeiten. Das Erstarken der AfD hat zuletzt auch im Ausland Sorgen vor einem Rechtsruck in Deutschland ausgelöst, etwa bei Partnern in der Nato und der EU. Schon bei den Landtagswahlen Anfang des Monats in Thüringen und Sachsen hatte die Partei stark abgeschnitten.
Das sind die Ergebnisse in Brandenburg:
Stimmenanteile
Sitzverteilung im Brandenburger Landtag
Koalitionsrechner für Brandenburg
Unser Koalitionsrechner ermöglicht Ihnen, die politischen Szenarien selbst durchzuspielen.
Lesen Sie auch: Den Newsblog zur Brandenburg-Wahl