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Andere Länder - andere Sitten Etikette macht Karriere

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Polen

Anrede

Den anderen nur mit Nachnamen anzureden, gilt als unhöflich oder gar als Provokation. Richtig ist die Anrede mit Titel: „Herr Direktor“, „Herr Vorsitzender“. Begrüßung Treffen sich zwei Delegationen, begrüßen sich zunächst die höchstrangigen Teilnehmer. Dann stellen sie ihre Begleiter vor und begrüßen die niederrangigen Mitglieder der anderen Seite. Bewirtung Zweckmäßigkeit ist Trumpf. Das Restaurant, in das Sie einladen, sollte vor allem ruhig sein – und zwar über mehrere Stunden. Bieten Sie dem Geschäftspartner den Platz an, von dem aus er den besten Blick auf den Raum hat. Einladung Werden Sie nach Hause eingeladen, ist das ein Signal für Interesse an einer langfristigen Geschäftsbeziehung. Wichtig ist dann ein angemessenes Präsent für die Dame mitzubringen. Blumen sind okay, ein schönes Souvenir aus Ihrer Heimat ist besser. Essen Auch wenn Ihnen die zuweilen schwere Kost nicht bekommt, weisen Sie Speisen nie zurück. Nur wenig oder nichts davon zu essen, ist höflicher und wird verstanden. Dasselbe gilt für Getränke: Symbolisches Nippen ist besser als Ablehnung. Frauen In Polen gibt es noch den angedeuteten Handkuss zur der Begrüßung einer Frau. Frauen werden nach alter Schule hofiert: Man rückt ihnen den Stuhl zurecht, hilft in den Mantel, hält die Tür auf. Geizen Sie bei Privatbesuchen nicht mit Komplimenten für die Dame! Aber bieten Sie nie an, beim Abräumen zu helfen. Kontaktaufnahme Polen legen dabei Wert auf die persönliche Note. Ein Brief reicht nicht, besser ist ein Treffen, das ein Mittelsmann arrangiert. Pünktlichkeit Zu einer Verabredung kommt man besser nicht zu spät. Wenn doch, brauchen Sie eine gute Begründung (Stau, Baustellen oder Flugverspätung). Blicken Sie beim Treffen auch nicht ungeduldig auf die Uhr – das endet sowieso selten pünktlich. Toilette Fragen Sie nie nach der Toilette! Erkundigen Sie sich lieber, wo Sie sich die Hände waschen können. Zurückhaltung Ausladende Körpersprache, laute Sprache und schulterklopfende Kumpanei kommen nicht gut an. Wer seriös ist, übt sich in vornehmer Gestik und leisen Tönen.

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