Frauen-Karriere-Index In diesen Unternehmen gibt es keine gläserne Decke

Frauen-Karriere-Index: Wo Frauen am besten Karriere machen können Quelle: Fotolia

Noch immer machen Frauen seltener Karriere als Männer. Der jährliche Frauen-Karriere-Index zeigt, dass eine frauenfördernde Unternehmenskultur daran durchaus etwas ändern kann.

Bei Hewlett Packard Enterprise, Accenture, der Hypovereinsbank und den Berliner Wasserbetrieben können Frauen in Deutschland am besten Karriere machen. In Zeiten des Fachkräftemangels bemühen sich etliche Unternehmen um die Förderung von Frauenkarrieren – aber nicht alle haben denselben Erfolg. Hewlett Packard Enterprise behauptet sich nun schon zum fünften Mal beim Frauen-Karriere-Index (FKI) auf Rang eins.

Der FKI, der vom Bundesfamilienministerium initiiert ist, listet seit fünf Jahren Unternehmen, die Frauen Karrieren ermöglichen. Die Unternehmen müssen sich vorher für das FKI-Ranking bewerben. Dieses Mal stellten sich insgesamt 35 Unternehmendem Vergleich, 24 trauen sich damit in die Öffentlichkeit - elf davon wollen anonym bleiben.  Die 24 teilnehmenden Unternehmen sind die Aareal Bank, Accenture, die Berliner Wasserbetriebe, Computacenter, Consorsbank, Dentsu Aegis Network, GFT Technologies SE, Hamburger Leuchtfeuer, Hewlett Packard Enterprise, HypoVereinsbank, Kao Germany, Klöckner & Co. SE, Mindshare, MTU, Aero Engines, Nestlé Deutschland, NTT DATA Deutschland, Randstad Deutschland, RWE Group, Santander Consumer Bank, Technische Universität München, Theater und Philharmonie Essen, TUI Deutschland GmbH sowie die Quirin Privatbank AG.

Der Index untersucht unabhängig die Aufstiegschancen von Frauen in den Unternehmen und bewertet die teilnehmenden Unternehmen nach Zahlen, Daten und Fakten in den drei Kategorien Status/Dynamik, Commitment und Rahmenbedingungen. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren ergibt den Indexwert.

Die besten Unternehmen im FKi

Das Besondere am FKI-Index: Er liefert zum einen Kennzahlen zur Steuerung und Umsetzung und überprüft zum anderen, wie es die betreffenden Unternehmen schaffen, dauerhaft mehr Frauen zu einer Karriere zu verhelfen – und auch auf der Karriereleiter zu bleiben.
Besonders interessant ist das Beispiel des Beratungsunternehmens Accenture, bei dem insgesamt 30 Prozent Frauen in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz arbeiten. Das Ziel der Unternehmenslenker ist, bis August dieses Jahres 45 Prozent aller freien Stellen mit Frauen zu besetzen.

Zu dem Maßnahmenkatalog von Accenture gehören Punkte wie dieser: Es gibt ein firmeninternes Frauennetzwerk mit erfahrenen Frauen, die Kolleginnen coachen. Oder: Accenture-Führungsfrauen weltweit sollen anderen Frauen nicht nur ihre Karriereerfahrungen vermitteln, sondern auch Dinge wie Verhandlungstechniken.

Das Fazit von Barbara Lutz, Gründerin des FKI, lautet: Das größte Problem seien die unbewussten Vorurteile, die vor allem bei Teamzusammenstellungen oder Beförderungen immer und überall die Menschen beeinflussen, der sogenannte unconscious bias. Solange die nicht bewusstgemacht werden, stehen diese unbewussten stereotypen Denkmuster der Frauenförderung im Weg.

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