Trotz Numerus Clausus: So kommen Sie an das Studium Ihrer Träume
Platz 10: BASF
Der Chemiekonzern aus Ludwigshafen beschäftigt weltweit mehr als 110.000 Mitarbeiter. In Deutschland sind es mehr als 50.000. In der Chemiebranche haben die befragten Praktikanten der Studie die besten Arbeitgeber ausgemacht.
Foto: CLARK/obsPlatz 9: SAP
Die Firma aus Walldorf in Baden-Württemberg ist der einzige Software-Hersteller unter den zehn beliebtesten Arbeitgebern des Praktikantenspiegels. Mit mehr als 65.000 Mitarbeitern zählt SAP zu den Weltmarktführern in der Softwarebranche.
Foto: dpaPlatz 8: Infineon
Nicht nur das Gehalt, sondern auch ein besonders gutes Mentoring lässt die Qualität des Arbeitgebers steigen. Der Halbleiterhersteller Infineon hat es unter anderem damit unter die Top Ten der Arbeitgeber geschafft.
Foto: dpaPlatz 7: Freudenberg-Gruppe
Die Freudenberg-Gruppe ist ein klassischer Hidden Champion. Sie beliefert unter anderem die Automobil- und Textilbranche mit Einzelteilen. Bekanntestes Produkt dürften die Reinigungsmittel unter dem Namen Vileda sein. Im Jahr 2012 beschäftigte die Freudenberg Gruppe 37.453 Mitarbeiter in 57 Ländern und erwirtschaftete einen Umsatz von mehr als 6,3 Milliarden Euro.
Foto: CLARK/obsPlatz 6: Ikea
Ein Platz im Unternehmen zu finden, ist für Praktikanten oft schwierig. Bei Ikea scheint das kein Problem zu sein, wie der "Praktikantenspiegel" zeigt. Das schwedische Unternehmen gehört zu den Arbeitgebern mit der höchsten Arbeitsplatzqualität für Praktikanten.
Foto: dpa/dpawebPlatz 5: Coca Cola
Die weltweit erste und umsatzstärkste Getränkemarke ist auch unter den zehn besten Arbeitgebern für Praktikanten. Laut Angaben von Coca Cola werden weltweit täglich 1,7 Milliarden Getränke des Unternehmens konsumiert.
Foto: APPlatz 4: Porsche
Praktikumsplätze bei Porsche sind begehrt - und das zu Recht, wie der "Praktikantenspiegel" zeigt. Wichtiger als das Gehalt ist zum Beispiel die Zusammenarbeit im Team. Das Stuttgarter Unternehmen beschäftigt derzeit 17.500 Mitarbeiter.
Foto: dpaPlatz 3: Wacker Chemie
Das Unternehmen mit Sitz in München feiert 2014 sein 100-jähriges Bestehen. In weltweit 22 Produktionsstätten produzieren die Wacker-Mitarbeiter Produkte aus den Stoffen Silizium und Ethen. Damit beliefern sie zum Beispiel den Solarmarkt und die Bauindustrie.
Foto: dpa/dpawebPlatz 2: Südzucker
Bei Südzucker dreht sich alles um die Zuckerrübe. Wer wissen will, wie ein Rübeninspektor arbeitet, kann das in einem Praktikum bei Südzucker erfahren. Bei der Arbeitgeberqualität musste sich der Konzern aus Mannheim nur einem einzigen anderen Unternehmen geschlagen geben. Nämlich...
Foto: APPlatz 1: Dell
Der Primus unter den Arbeitgebern für Praktikanten kommt aus Round Rock in Texas. Bei der Befragung hatte der Konzern knapp die Nase vorn. Rund 111.000 Mitarbeiter arbeiten für Dell. Die Firma erwirtschaftete zuletzt einen Gewinn von rund 2,3 Milliarden Euro.
Foto: APAbiturnote 2,1 – gar nicht so schlecht. Doch für das ersehnte Medizinstudium reicht es trotzdem nicht. Als Melanie Kruschke vor neun Jahren ihr Abiturzeugnis in Händen hielt, wusste sie, dass sie einen Umweg gehen muss. Denn für ein Medizinstudium war auch damals schon ein sehr gutes Abitur von Nöten. Also beginnt sie eine Lehre als Krankenpflegerin, schneidet als Jahrgangsbeste ab, geht nach der Ausbildung für ein Jahr ins Ausland, arbeitet nach ihrer Rückkehr wieder im Krankenhaus – bis es endlich klappt. Dank genügend Wartesemestern ist Melanie Kruschke heute auf dem Weg zu ihrem Traumjob, studiert Medizin in Mainz.
Und sie ist bei weitem nicht die Einzige, die nur über Umwege zu ihrem Traumstudium kommt. Im vergangenen Wintersemester bewarben sich mehr als 44.000 Abiturienten für das Fach Medizin, nur 9000 haben einen Studienplatz erhalten. Im Fach Tiermedizin kommen auf 1000 Plätze 5000 Bewerber. Und auch andere Studienfächer sind je nach Hochschule mit hohen Zugangsschranken belegt.
Wer also nicht auf Anhieb den gewünschten Studienplatz bekommt oder die Bewerbungsfrist verbummelt, muss entweder die Zeit bis zum nächsten Semester überbrücken oder einen alternativen Weg in Richtung Traumjob einschlagen. Wie dieser aussehen könnte? Wir haben zehn Alternativen zusammengestellt:
1. Praktikum
Ein Praktikum bringt erste Berufserfahrung. Es sollte möglichst in einem Bereich angesiedelt, der mit dem angestrebten Studium zu tun hat. Umso besser, wenn man sich die Zeit später anrechnen lassen kann. Denn viele Fachhochschulen verlangen ein dreimonatiges Grundpraktikum. Dieses kann schon absolviert werden, bevor der angehende Student eingeschrieben ist. Auch Berufs- und Studienberaterin Karin Wilcke aus Düsseldorf hält Praktika für eine geeignete Überbrückung von einigen Monaten. Allerdings: „Auch ein Praktikum will frühzeitig geplant sein“, sagt die 56-Jährige. „Je begehrter der Arbeitgeber, desto früher muss sich der Abiturient darum kümmern.“
2. Quereinstieg
Schaffen Abiturienten den nötigen Numerus Clausus nicht, bietet sich bei manchen Fächern die Möglichkeit zum Quereinstieg: Man schreibt sich in ein zulassungsfreies Fach ein, in dem Vorlesungen und Seminare angeboten werden, die man auch für das eigentliche Wunschfach braucht. Ein Beispiel: Wer Medizin studieren möchte, könnte mit Biologie oder Biochemie beginnen, einige Scheine sammeln und sich dann auf den Einstieg in ein höheres Semester bewerben. Denn im zweiten oder dritten Semester haben einige schon das Handtuch geworfen und so begehrte Plätze freigemacht. Dieses Prinzip funktioniert nicht nur in der Medizin. Wer beispielsweise Grundschullehramt studieren möchte, könnte über das Lehramt für Hauptschulen einsteigen. „Eine Garantie, dass der Quereinstieg klappt, gibt es nicht“, sagt Thomas Krusche, stellvertretender Leiter der Studienberatung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Wie gut die Chancen sind, hängt davon ab, wie viele Plätze frei geworden sind und wie viele Anwärter den gleichen Trick versuchen. „Wer es nicht schafft, verschwendet Zeit und Geld“, sagt Krusche. „Außerdem werden keine Wartesemester angerechnet, während man in Deutschland ein anderes Fach studiert.“ Entschließen sich die angehenden Studenten trotz der Risiken für den Versuch eines Quereinstiegs, sollten sie sich vorher gründlich bei der Studienberatung vor Ort erkundigen. Was kann angerechnet werden? Wie gut stehen die Chancen an der Hochschule? Wie läuft das Anerkennungsverfahren ab? Tipp: An je mehr Hochschulen Sie den Quereinstieg versuchen, desto wahrscheinlicher ist der Erfolg.
3. Private Hochschulen
Neben staatlichen Hochschulen können Abiturienten auch private Träger für ihr Studium auswählen. Bei einigen dieser Einrichtungen fallen die Zulassungsvoraussetzung deutlich niedriger aus als bei den staatlichen Universitäten. Die renommiertesten privaten Hochschulen, wie die WHU, die Zeppelin Universität oder die EBS in Oestrich-Winkel haben aber ebenfalls harte Aufnahmeverfahren. Allerdings zählt je nach Fach nicht der Abischnitt sondern eine Aufnahmeprüfung. Die Studiengebühren an den privaten Hochschulen können mehrere Tausend Euro pro Semester betragen – also nicht gerade ein Schnäppchen. Außerdem ist bei der Auswahl der Bildungsstätte Vorsicht geboten. „Es gibt neben sehr guten privaten Hochschulen auch obskure Institutionen, die junge Menschen mit aufregenden Fächern, wie Eventmanagement, locken“, sagt Studienberaterin Wilcke. „Ihr Angebot ist aber dürftig und die Studenten können sich ihren Abschluss quasi kaufen. Nach dem Motto: Wer zahlt, besteht.“
Zuhause zu pauken ist langweilig, denken sich immer mehr deutsche Studenten und gehen zum Lernen ins Ausland. Was sie dort studieren, ist von Land zu Land verschieden. In Australien studieren fast sechs von zehn deutschen Studenten Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, in Ungarn dagegen fast drei Viertel Humanmedizin. In Frankreich beschäftigt sich die Hälfte der deutschen Studenten mit der Fächergruppe „Sprach- und Kulturwissenschaften, Sport“.
Foto: dpa
Platz 10. Dänemark
2,200 deutsche Studenten schrieben sich 2010 in dänischen Hochschulen ein.
Foto: dpaPlatz 9. Spanien
Auch ins sonnige Spanien zieht es die deutschen Studierenden. 2010 haben 2,700 deutsche Studenten spanische Hochschulen besucht, im Vergleich zum Vorjahr ist deren Zahl allerdings kaum gestiegen.
Foto: dpaPlatz 8. Schweden
In Schweden studierten nach Angaben des statistischen Bundesamtes 2010 4000 Deutsche. Zehn Jahre zuvor waren es nur halb so viele.
Foto: dpaPlatz 7. China
Auf der Beliebtheitsskala deutscher Studenten liegt China auf dem 7. Platz. 4800 Studierende entschieden sich für ein Studium an einer der Hochschulen der aufstrebenden Wirtschaftsmacht. Seine Beliebtheit ist rasant gestiegen - im Jahr 2000 hat das statistische Bundesamt nicht einmal Daten zu deutschen Studierenden in China erhoben.
Foto: REUTERSPlatz 6. Frankreich
Auch nach Frankreich zieht es die deutschen Studenten. 6252 von ihnen waren 2010 dort eingeschrieben.
Foto: ReutersPlatz 5. USA
9,458 Studierende entschieden sich für ein Studium in den vereinigten Staaten. Im Jahr 2000 waren es noch knapp 10.000.
Foto: dpaPlatz 4. Schweiz
Unter die Top-Fünf der beliebtesten Studienziele hat die Schweiz geschafft. 13.436 Deutsche waren 2010 an den Hochschulen der Eidesgenossenschaft eingeschrieben. Das sind über 1,000 Studierende mehr, als im Vorjahr.
Foto: dpaPlatz 3. Großbritannien
Auch britische Hochschulen sind - trotz vergleichsweise hoher Studienkosten - für deutsche Studenten attraktiv. 2010 studierten 14.950 Deutsche an britischen Hochschulen, knapp 1000 mehr als im Vorjahr.
Foto: dpaPlatz 2. Niederlande
Auch wenn das westliche Nachbarland in Deutschland oft Gegenstand für Witze ist - deutsche Studenten zieht es dorthin. 23.831 deutsche Studierende waren 2010 in holländischen Hochschulen eingeschrieben. Seit dem Jahr 2000 hat sich deren Zahl mehr als versiebenfacht.
Foto: dpa
Platz 1. Österreich
Seit Jahren ungeschlagen rangiert Österreich auf Platz 1 der beliebtesten Auslandstudienziele deutscher Studenten. Vor allem angehende Medizinstudenten zieht es in den Süden.
Foto: dpa
4. Bundeswehr-Universität
Die Bundeswehr unterhält in München und in Hamburg Universitäten für ihre Offiziere. Dort können junge Menschen ohne Numerus Clausus studieren – zum Beispiel Psychologie. Auch Medizin können Abiturienten über die Bundeswehr studieren. Hierzu hat sich die Bundeswehr Studienplätze an anderen Hochschulen gesichert. Einen bestimmten Abi-Schnitt müssen die Soldaten aber auch beim Medizinstudium nicht vorweisen. Es gilt andere Voraussetzungen zu erfüllen. Die Bewerber müssen die Offiziersprüfung bestehen und sich für mindestens 13 Jahre zur Bundeswehr bekennen. Dies ist eine einschneidende Entscheidung, denn wer sich verpflichtet, muss damit rechnen in Krisen- und Kriegsgebieten eingesetzt zu werden und sich mit dem Leben in der Kaserne arrangieren. „Wer diesen Weg geht, muss aus voller Überzeugung Soldat werden wollen“, sagt Beraterin Wilcke. „Alle anderen werden es nicht durchhalten.“
5. Im Ausland studieren
Auch diese Variante ist vor allem für diejenigen interessant, die Medizin studieren wollen. In Österreich und Osteuropa gibt es einige Alternativen ohne NC, die allerdings oftmals kostspielig sind. Besonders sprachbegabten Abiturienten empfiehlt Studienberaterin Wilcke Niederländisch oder Französisch zu lernen, um dann in Holland oder Belgien zu studieren. „Das ist vor allem bei der Veterinärmedizin eine gute Alternative.“ Bevor man sich für ein Studium im Ausland entscheidet, sollte man sich genau informieren, ob die Abschlüsse auch in Deutschland anerkannt werden. „Fahren Sie außerdem in das Land Ihrer Wahl und sprechen Sie dort mit deutschen Studenten“, rät Wilcke. „Nur so können Sie herausfinden, ob Sie mehrere Jahre dort leben möchten.“
Tipp 1: Fragen Sie sich: Bin ich ein Gründertyp?
Diese Frage sollten Sie sich beantworten, bevor Sie mit Ihren Businessplan beginnen. Denn selbst, wenn fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten vorhanden sind, ist nicht jeder der geborene Unternehmer. Letztendlich ist die Entscheidung für oder gegen eine Existenzgründung eine Typfrage. Wer feste Arbeitszeiten braucht oder nicht gut mit Finanzen umgehen kann, eignet sich weniger. Wer dagegen Risiken nicht scheut, flexibel und belastbar ist, für den kann die Selbstständigkeit eine Alternative sein.
Foto: FotoliaErledigte Aufgaben abhaken
Dieser Trick stammt aus dem Bereich des Zeitmanagements und der Selbstorganisation. Selbst kleine und scheinbar ganz banale Aufgaben können Spaß machen, wenn Sie diese auf einer To-Do-Liste aufschreiben und dann Stück für Stück abhaken. Das geht am besten ganz altmodisch mit Stift und Papier. Bereits der Vorgang des Aufschreibens und dann das Gefühl beim Durchstreichen oder abhaken einer Aufgabe kann Ihre Stimmung enorm steigern.
Foto: FotoliaTipp 3: Beschreibung des Produkts / der Dienstleistung
Während die ersten beiden Abschnitte knapp gehalten werden sollten, dürfen jetzt Details folgen. Wenn Sie ein Produkt vertreiben wollen, muss der Businessplan den aktuellen technischen Entwicklungsstand beinhalten sowie Informationen über bestehende Patente oder Lizenzen. Handelt es sich dagegen um eine Dienstleistung, sollten Sie vor allem Alleinstellungsmerkmale betonen. Was macht Ihr Angebot anders als das des Wettbewerbers?
Foto: dpaTipp 4: Marktanalyse
Keine Firmengründung ohne Kenntnisse des Markts und der Branche! Dazu lohnt eine genaue Zielgruppendefinition inklusive Einkommen und Zahlungsmoral der möglichen Kunden. Dabei sollten Sie im Blick behalten, ob Sie das Produkt nur regional oder auch bundesweit oder sogar international anbieten wollen. Auch ein Blick auf den Wettbewerber ist wichtig: Wer kann Ihnen Konkurrenz machen und welche Strategien verfolgen andere Unternehmen? Das kann auch dabei helfen, Produkte mit Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln.
Foto: dpaTipp 5: Marketingstrategien
Wer eine Firma gründen möchte, muss sich auch im Marketing auskennen. Daher sollte in Ihrem Businessplan nun stehen, mit welchen Strategien Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen wollen. Ein gezielter Zeitplan, der die verschiedenen Schritte der Unternehmensgründung beinhaltet, kann dabei helfen. Als Leitfaden können dabei die folgenden Fragen dienen: Wann wollen Sie das Unternehmen eröffnen? Wann und wie wollen Sie die ersten Kunden gewinnen? Dabei sollten auch Werbung und PR als Maßnahmen im Blick behalten werden. Ein wichtiger Schritt, der genau geplant sein sollte, ist der Gang an die Öffentlichkeit. Da all das Geld kostet, darf eine konkrete Beschreibung Ihrer Preisgestaltung nicht fehlen.
Foto: FotoliaTipp 6: Personalplanung
Da Sie der erste Mitarbeiter in Ihrem eigenen Unternehmen sind, beschreiben Sie sich zunächst einmal selber. Sparen Sie nicht mit Details zu Ihren berufliche Erfahrungen, Vorkenntnissen und bisherigen Erfolgen sowie Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen, die sie erlangt haben. Außerdem sollten Sie Ihre Personalplanung für die nächsten drei bis fünf Jahre darlegen. Wann Sie planen, Mitarbeiter oder Aushilfen einzustellen und welche Qualifikationen mögliche Partner haben sollten.
Foto: FotoliaTipp 10: Prioritäten setzen
Wer sich zu viel vornimmt, ist leicht überfordert. Ein Fünf-Punkte-Plan kann dabei helfen, alles zu schaffen, was Sie im Laufe des Tages erledigen wollen. Die Idee: Schreiben Sie sich abends oder früh am Morgen fünf konkrete Punkte in den Kalender, die Sie erledigen wollen. Sobald Sie eine Aufgabe erledigt haben, können Sie einen Haken auf der To-Do Liste setzen. Das fühlt sich gut an und strukturiert außerdem Ihren Tag.
Foto: dpa-tmnTipp 8: Investitionen
Eine der wichtigsten Rollen bei der Existenzgründung spielt Geld. Daher sollten Sie in Ihrem Businessplan diesen Punkt extra ausarbeiten und mit Zahlen und Fakten belegen. In einem ersten Teil können mögliche Anschaffungen der nächsten drei bis fünf Jahre aufgelistet werden. Daraus ergeben sich der Kapitalbedarf und die jährlichen Ausschreibungen.
Foto: dpaTipp 9: Liquiditätsplan
In einem zweiten Teil können Sie Ausgaben und Einnahmen aufzeigen, die Sie für die kommenden Jahre erwarten. Für das erste Jahr sollte dabei eine monatliche Aufstellung gemacht werden, für die Folgejahre dann quartals- und später halbjahresweise. Darüber hinaus sollte der Businessplan eine Kosten-Gewinn-Kalkulation beinhalten, in der aufgeführt wird, wie der Geschäftsverlauf samt Umsätzen, Ausgaben und Gewinnen aussehen könnte. Vergessen sollten Sie dabei nicht, eine Reserve für unvorhersehbare Ausgaben einzuberechnen.
Foto: dpa6. Reisen/Auslandsaufenthalt
Außerhalb von Deutschland können die angehenden Akademiker aber nicht nur studieren, sie können auch einige Monate überbrücken und wertvolle Erfahrungen sammeln – ob als Au-Pair in einer Gastfamilie, an einer Sprachschule oder bei sogenannten Work and Travel-Aufenthalten rund um den Globus. Und auch Abiturienten, die ein Jahr lang einfach nur von A nach B reisen, lernen meist eine Menge. „Sie beweisen ihre Neugier, Anpassungsfähigkeit und Organisationstalent“, sagt Berufsberaterin Wilcke, „das kommt auch später bei Personalern gut an.“
7. Freiwilligendienste
Ebenfalls im Ausland absolviert werden können Freiwilligendienste für einen Zeitraum von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren. Organisationen, wie weltwärts, bieten die Mitarbeit in karitativen Projekten an – vom ghanaischen Krankenhaus, über die indische Schule bis hin zur brasilianischen Umweltorganisation. Doch wer einen Anteil am Gemeinwesen leisten möchte, kann das auch in Deutschland tun. Der Bundesfreiwilligendienst ist eine weitere Möglichkeit die Zeit bis zum Studium zu überbrücken. Er dauert in der Regel zwischen sechs Monaten und eineinhalb Jahren. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Sowohl soziale, ökologische als auch kulturelle Einsatzstellen werden angeboten. Grundsätzlich handelt es sich beim sogenannten Bufdi um einen unentgeltlichen Dienst. Ein monatliches Taschengeld von maximal 357 Euro ist allerdings möglich. Freiwilliges Engagement macht sich auch im Lebenslauf gut und wird von zukünftigen Arbeitgebern meist honoriert.
8. Berufsausbildung
Es gibt eine ganze Reihe von Ausbildungen, mit denen man später zumindest ähnliche Berufe ergreifen kann, wie mit dem gewünschten Studium. „Eine kaufmännische Lehre etwa vermittelt ähnliche Inhalte wie ein BWL-Studium“, sagt Studienberaterin Wilcke. Jemand der Grafikdesign studieren möchte, könne zunächst eine Ausbildung zum Mediengestalter machen. Einige Jobs, die studierte Sozialpädagogen innehätten, könnten auch von gelernten Erziehern bewältigt werden. Oftmals sei die Berufsausbildung nur der erste Schritt der Abiturienten. Das Studium folgt.
Junge Menschen die Medizin studieren möchten, aber nicht die nötigen Noten mitbringen, machen häufig zunächst eine Lehre als Krankenpfleger. Anschließend arbeiten sie den Rest der momentan sechsjährigen Wartezeit in diesem Beruf, bis sie mit dem Medizinstudium beginnen können. „Viele Hochschulen bewerten es positiv, wenn man eine Ausbildung im Krankenhaus absolviert hat“, sagt Studienberater Krusche. „Das kann bei den internen Auswahlverfahren von Vorteil sein.“
9. Jobben
Eine Alternative, auf die man maximal einige Monate zurückgreifen sollte. „Wer nur Getränkekisten schleppt oder eine Putzstelle hat, lernt nichts dazu“, sagt Beraterin Wilcke. „Die Gefahr beim ersten Job hängen zu bleiben, ist groß.“ Die 56-Jährige hält diese Form der Überbrückung nur für geeignet, wenn es sich um einen kurzen Zeitraum handelt oder der Abiturient erst einmal Geld sparen muss, um eine andere Alternative – wie die Weltreise – zu finanzieren.
10. Gründen
Eine Alternative, die nur für wenige Abiturienten in Frage kommt, ist die Selbstständigkeit. Laut Deutschem Gründerverband sind gerade mal 14 Prozent der Existenzgründer unter 25 – viele in dieser Gruppe sind Studenten. Dennoch kann das eigene Startup eine Möglichkeit sein, sich nach dem Abitur zu verwirklichen. Voraussetzung: Die Abiturienten haben eine Geschäftsidee und den Willen für diese hart zu arbeiten und sind bereit das unternehmerische Risiko zu tragen. Der Deutsche Gründerverband kennt sowohl die Vor- als auch die Nachteile sehr junger Gründer. „Sie gehen unbekümmert an die Sache ran. Sie agieren schnell und beherrschen meist die Klaviatur der Social Networks“, sagt Ruth Schöllhammer, Mitglied des Vorstandes beim Deutschen Gründerverband.
Auf der anderen Seite hätten sie mit mangelndem Know-how und fehlender Berufserfahrung zu kämpfen. Daher empfiehlt die Expertin jungen Gründern, sich mit Gleichgesinnten und erfahrenen Jungunternehmern auszutauschen. Außerdem sollten sie sich von einem Berater begleiten lassen. Ebenfalls gilt es zu bedenken, dass es später schwierig sein kann, neben dem Job noch zu studieren. Als Student freiberuflich beziehungsweise selbstständig zum Beispiel als Webdesigner oder Programmierer zu arbeiten, sei eine Sache. „Zeitlich und finanziell aufwändiger sind in der Regel Geschäftsmodelle, die eine Produktion von Gütern vorsehen“, sagt Schöllhammer. „Hier kann eine Teamgründung helfen, um die Lasten auf mehrere Schultern zu verteilen.“