Märkte Asien: Fed-Chef Powell lässt Zinshoffnungen der Anleger in Asien platzen
Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell dämpfen am Donnerstag die Hoffnungen der Anleger in Asien auf eine mögliche Zinssenkung im März. Diese sei unwahrscheinlich, sagte Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch nach der ersten Sitzung der Währungshüter in diesem Jahr. „Es ist schwer, sich der Fed-Sache als Haupttreiber der heutigen Kursentwicklung zu entziehen“, sagte Kyle Rodda von Capital.com.
Der Nikkei-Index notierte 0,8 Prozent tiefer bei 36.005 Punkten. Von den 225 Werten im Index legten 49 zu, 172 gaben nach. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent auf 2531 Punkte.
Auf Einzeltitelebene blieben unter den Top-Performern die heimischen Gewinne das dominierende Thema: Daiichi Sankyo kletterten um 5,97 Prozent, gefolgt von TDK mit einem Plus von fünf Prozent und East Japan Railway mit einem Plus von 4,79 Prozent. Nomura legten zuletzt um 4,69 Prozent zu. Japans größter Broker und Investmentbanker kündigte am Mittwoch an, nach einem Rekord-Nettoerlös im Investmentbanking bis zu vier Prozent seiner Aktien zurückzukaufen.
Die Anleger scheinen darauf zu wetten, dass die US-Notenbank Fed, je länger sie jetzt zögert, in Zukunft umso aggressiver die Zinsen senken muss, da die nachlassende Inflation die Realzinsen stark ansteigen lassen würde.
>> Lesen Sie auch: Fed fordert Geduld von Investoren – Börsen reagieren deutlich
„Wir haben unsere Prognose für die erste Zinssenkung von März auf Mai verschoben“, schrieben die Analysten von Goldman Sachs in einer Kundenmitteilung. „Wir rechnen jedoch weiterhin mit fünf Zinssenkungen im Jahr 2024 und drei weiteren im Jahr 2025, da wir davon ausgehen, dass die Kerninflation in diesem Jahr mindestens einige Zehntel unter die mittlere FOMC-Prognose fallen wird.