WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Mit Index und ETF investieren Fünf Trends für Ihre Anlagestrategie im neuen Jahrzehnt

Anlagetrends 2020 Quelle: Getty Images

Die Zinsen sind am Boden, die Stimmung an den Börsen unruhig. Doch wer langfristig auf zukunftsträchtige, erfolgreiche Märkte setzt, muss Schwankungen nicht fürchten. Diese fünf Trends bieten Anlegern tolle Perspektiven.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Das neue Jahrzehnt beginnt für Sparer so aussichtslos, wie das letzte endete. Wer sein Vermögen in Zeiten des Nullzinses mehren will, muss es investieren. Aber wie?

Aktien locken mit vielversprechenden Renditen – allerdings scheuen gerade diejenigen das Risiko an den Finanzmärkten, die ihre Ersparnisse bislang auf einem Bankkonto wahrten und nun unter dem Zinsumfeld leiden. Das Kapital in professionelle Hände, etwa eines Fondsmanagers zu geben, schmälert die Gewinne, nach dessen Provision liegen sie oft unter den Kursgewinnen des Index, an dem sich solche Fonds orientieren.

Leider schneiden auch Privatanleger, die sich selbst um ihre Investments kümmern, meist schlechter ab, als der breite Markt. Sie neigen dazu, ihre Anlagen zu häufig umzuschichten und bei Kursrückgängen auszusteigen, sodass sie von einer Erholung nicht mehr profitieren. Zudem schmälern sie ihre Renditen durch Handelsgebühren, die bei jeder Transaktion anfallen.

Den Markt kaufen

Um profitabel zu investieren, müssen Anleger den Markt aber gar nicht schlagen - ihn zu kaufen genügt. Die damit einhergehende Streuung und ein langer Anlagezeitrum verringern das bei Einzelwerten bestehende Risiko. So gab es etwa laut einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) seit Beginn der 60er Jahre keinen Zeitraum von 15 oder mehr Jahren, in dem Anleger mit einer Investition in den Dax eine negative durchschnittliche Rendite erzielt hätten. Im Schnitt betrug sie gar 8,8 Prozent jährlich.

Anleger müssen Kursschwankungen also nicht fürchten – wenn sie beständig auf erfolgreiche Märkte setzen. Wir haben fünf Trends aufgespürt, die trotz möglicher Konjunkturschwankungen langfristig wachsende Märkte und damit ansehnliche Renditen versprechen. Zudem sind sie für Anleger in der Regel mittels börsengehandelter Indexfonds bequem und günstig investierbar. Dazu gehören Megatrends wie die Digitalisierung, stabile Entwicklungen wie der Konsumgütermarkt in China oder die globale Pharmaziebranche, aber auch aufstrebende Außenseiter wie Investments in Afrika oder Wasserstoff.

Trend 1: Digitalisierung

Im Zentrum aller Megatrends steht die Digitalisierung. Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos, beschreibt den technologischen Wandel in seinem gleichnamigen Buch als „die vierte industrielle Revolution“, die als digitale Revolution in die Geschichtsbücher eingehen wird. Tatsächlich etablieren sich technologische Neuerungen in nahezu allen Bereichen des alltäglichen Lebens. Vor allem Künstliche Intelligenz und Big Data verändern die Geschäftsmodelle von Unternehmen und steigern die Umsätze, indem sie Produktions- und Vertriebsabläufe optimieren.

Doch die Möglichkeiten des digitalen Fortschritts sind noch weitreichender. Evelyne Pflugi verantwortet als Gründerin und Chefin die Anlagestrategie bei der Singularity Group, die einen globalen Innovationsfonds etabliert hat, um Zukunftsthemen investierbar zu machen. Für sie gilt technologische Innovation als Erfolgsfaktor in allen Branchen und Wertschöpfungsketten: „Viele Innovationen unterstützen sich gegenseitig in ihrer Entwicklung und beschleunigen das exponentielle Wachstum sogar über den Technologie-Sektor hinaus“.

So wird das Internet der Dinge riesige Datensätze verarbeiten und Innovationen in der Robotik antreiben. Das erfordert allerdings Zugriff auf das schnelle Mobilfunknetz 5G. Damit das neue Netz flächendeckend verfügbar ist, werden jedoch neue Satelliten benötigt, was wiederum der Luft- und Raumfahrtbranche neue Aufträge bescheren wird.

Neben Technologiebranche und Industrie wird künftig auch die Medizin- und Gesundheitsbranche stark von digitalen Neuerungen profitieren. So werden etwa Medizinroboter immer häufiger eingesetzt, da sie komplexe Informationen in präzise Bewegungen umsetzen können und somit etwa bei Operationen eine gute Hilfe sind. Auch der zuletzt stockende Siegeszug des 3D-Drucks wird sich fortsetzen: Bereits heute werden Implantate wie Zähne, Hüftgelenke oder Knieprothesen mit dieser Technik künstlich hergestellt. Sollte die Forschung an neuartigen Materialien neue biokompatible Stoffe hervorbringen, könnten sogar Organe gedruckt werden.

Auch Markus-Joachim Rolle, Studiengangsleiter für Medizinökonomie an der Rheinischen Fachhochschule Köln, sieht große Veränderungen auf das Gesundheitswesen zukommen: „Die digitale Transformation betrifft Forschung, Krankheitsbegleitung und Therapie sowie strategische und operative Prozesse gleichermaßen“. Große Chancen ergeben sich laut dem Professor vor allem in der Behandlung über räumliche Distanz: „Telemedizin wird in der Patientenversorgung weiter an Bedeutung gewinnen. Die Voraussetzung dafür ist das Internet der Dinge“.

Index:

Die digitale Revolution bietet Anlegern große Chancen. Um Trends wie Big Data, Internet der Dinge, Raumfahrt, 3D-Druck oder Bioinformatik mit einem Investment abzudecken, empfiehlt sich der Börsenindex NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026). Er enthält die 100 Aktien mit der höchsten Marktkapitalisierung des NASDAQ Composite, überwiegend aus der breiteren Technologiebranche.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%