1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Geldanlage
  4. Donald Trump erwägt chinesische Firmen von US-Börsen zu entfernen

HandelsstreitTrump erwägt chinesische Firmen von US-Börsen zu entfernen

Die US-Regierung denkt Insidern zufolge darüber nach, die Börsennotierung chinesischer Firmen in den USA einzustellen. Derartige Maßnahmen dürften den Handelsstreit der beiden Wirtschaftsmächte kräftig anheizen. 28.09.2019 - 10:16 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat vor mehr als einem Jahr einen Handelskrieg mit Peking angezettelt. Seitdem überziehen sich beide Seiten mit Strafzöllen, was die internationalen Märkte belastet.

Foto: AP

Der Zollstreit der USA mit China dürfte die Aktienmärkte weiter beschäftigen. Zum Wochenende sorgten Erwägungen von US-Präsident Donald Trump, die Börsennotierung chinesischer Firmen in den USA einzustellen, für Aufruhr. Einem Insider zufolge denkt die US-Regierung darüber nach. Ein solcher Schritt wäre Teil von Bemühungen im größeren Stil, chinesische Investitionen in den USA einzuschränken, sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Ebenfalls unter Berufung auf Insider berichtete die Agentur Bloomberg, die genauen Mechanismen zum sogenannten Delisting der Unternehmen müssten noch ausgearbeitet werden. US-Präsident Donald Trump müsse das Vorhaben am Ende absegnen. Allerdings habe er bereits grünes Licht für Diskussionen über das Thema gegeben.

Die Informationen sorgten an der New Yorker Börse für Aufruhr. Aktien von chinesischen Firmen wie den Internetriesen Alibaba und JD.com sowie der Suchmaschine Baidu gingen auf Talfahrt.

Denkfabrik

Trumps Wirtschaftsmodell ist Selbstmord

von Robert Barro

Ein US-Regierungsvertreter sagte, dass Trumps Team zudem über Möglichkeiten berate, den Geldfluss von US-Portfolios nach China zu begrenzen. Beim US-Präsidialamt war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die USA und China stecken seit längerem in einem Handelsstreit fest. Die USA werfen China unfaire Handelspraktiken vor und haben deshalb Zölle auf chinesische Importe verhängt. China hat mit Gegenzöllen reagiert. Das belastet weltweit die Wirtschaft und hält die Börsen in Atem. Die Handelsgespräche zwischen den USA und China sollen einem Bericht von CNBC zufolge am 10. Oktober wieder aufgenommen werden.

China droht USA vor UN-Vollversammlung mit Vergeltung im Handelskrieg

Im Handelskrieg mit den USA hat Chinas Außenminister Wang Yi Washington am Freitag mit weiteren Gegenmaßnahmen gedroht. Man sei guten Willens, Probleme in einer ruhigen und vernünftigen Weise zu lösen. „Sollte die andere Seite aber in böser Absicht handeln oder keinen Respekt für den gleichen Status oder die gleiche Rolle bei den Verhandlungen zeigen, müssen wir die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unser legitimes Recht und Interesse zu wahren“, sagte Wang vor der UN-Vollversammlung am Freitag in New York. Protektionismus sei eine Gefahr für die Weltordnung. Er nannte die USA in seiner Rede dabei allerdings nicht direkt.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick