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Video-AppEU-Kommission verbannt TikTok von Diensthandys

Die EU-Kommission sieht in der chinesischen Video-Plattform eine Sicherheitsbedrohung. Zu möglichen Vorfällen will sie sich aber nicht äußern. 23.02.2023 - 15:32 Uhr

125 Millionen Menschen in der EU nutzen Tiktok.

Foto: Reuters

Wegen Sicherheitsbedenken verbietet die EU-Kommission Tiktok auf Diensthandys. Beschäftigte der Brüsseler Behörde, die die chinesische Kurzvideo-App nutzten, müssten diese löschen, sagte EU-Industriekommissar Thierry Breton am Donnerstag. Dies gelte auch für private Geräte, die bei der Kommission angemeldet seien. Er betonte, dass die Staatengemeinschaft beim Thema Cybersicherheit aufmerksam sei.

Die Maßnahme ziele darauf ab, die Kommission vor Cyber-Bedrohungen zu schützen. Zu möglichen Zwischenfällen im Zusammenhang mit der Social-Media-App wollte sich Breton nicht äußern. Tiktok, das zum chinesischen Konzern Bytedance gehört, steht wegen Datenschutz-Bedenken weltweit in der Kritik. Auch in den USA haben Behörden bereits Tiktok auf Diensthandys verboten.

Tiktok äußerte sich enttäuscht von der Entscheidung der EU-Kommission und bezeichnete sie als „fehlgeleitet und auf grundlegenden Missverständnissen basierend“. „Wir haben uns mit der Kommission in Verbindung gesetzt, um die Dinge richtigzustellen und zu erklären, wie wir die Daten der 125 Millionen Menschen in der EU, die jeden Monat Tiktok besuchen, schützen“, erklärte das Unternehmen.

Tiktok-Chef Shou Zi Chew hatte erst vor wenigen Wochen bei Treffen mit Spitzenvertretern der Kommission versucht, Bedenken zu zerstreuen. Im März soll er sich in den USA vor einem Kongress-Ausschuss zu einem möglichen Missbrauch von Nutzerdaten äußern. Hier ist Tiktok aus Sorge vor Spionage noch stärker ins Visier der Behörden geraten, zumal Bytedance im Dezember eingeräumt hatte, dass sich Mitarbeiter unerlaubt Zugang zu Daten von zwei US-Journalisten verschafft hatten. Sogar ein Verbot ist im Gespräch. China hat Vorwürfe der Spionage zurückgewiesen.

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rtr
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