3 Minuten WiWo: Vermögen unter Druck und Überschuss im Finanzministerium: Ihr Update am Abend
Da die Gaspreise nicht so stark wie befürchtet subventioniert werden müssen, entstehen neue Begehrlichkeiten gegenüber dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF). Doch mehr Geld ist gar nicht da, warnt Finanzminister Christian Lindner.
Foto: dpaGuten Abend aus der WiWo-Redaktion. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über alles, was Sie heute wissen müssen, um im Bereich Wirtschaft auf dem Laufenden zu sein. Kurz und knackig, mit Zitaten, Tiefgang, Nutzwert und vor allem dem ganz eigenen WiWo-Blick.
1. Was uns heute beschäftigt hat
- Zum ersten Mal seit der Finanzkrise sind die weltweiten Vermögen gesunken. Das haben die Autoren des neue Global Wealth Report der Credit Suisse herausgefunden und mussten damit mit alten Reflexen brechen. In vielen Ländern dürfte der Report für ein unangenehmes Erwachen sorgen: Es gibt zum Teil drastische Verluste. Doch zwei wichtige Faktoren werden dabei gar nicht eingerechnet.
- Plötzlich reich? Da die Gaspreise nicht so stark wie befürchtet subventioniert werden müssen, entstehen neue Begehrlichkeiten gegenüber dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF). Doch mehr Geld ist gar nicht da, warnt Finanzminister Christian Lindner.
- Beim italienischen Unterwäschehersteller La Perla ist das Geld knapp, Mitarbeiter warten auf ihre Gehälter. Schuld ist nach Ansicht des Betriebsrats die Beteiligungsfirma des deutschen Unternehmers Lars Windhorst. Die italienische Politik ist alarmiert. WiWo-Reporter Volker ter Haseborg hat die Hintergründe.
- Experten fürchten eine Drittwirkung von US-Präsident Joe Bidens Anti-China-Dekret und kritisieren mangelnde Transparenz. Denn die Beschränkung von US-Investitionen in China reiche weiter als zunächst angenommen. Auch deutsche Firmen fallen unter Bidens Bann. +++ Schlusskurs: So lief es heute an der Börse +++ Dax: 15 767,28 Punkte (- 0,86 Prozent) +++ Gewinner des Tages: Marks & Spencer (+8 Prozent) +++ Verlierer des Tages: Encavis (3,9 Prozent) +++
2. Was morgen wichtig wird
- Das Kabinett befasst sich mit dem Solarpaket 1. Unter anderem geht es dabei um Erleichterungen für die Nutzung von Balkon-Photovoltaikanlagen.
- Bundesfinanzminister Christian Lindner will sich morgen in einer Pressekonferenz zum Wachstumschancengesetz und Zukunftsfinanzierungsgesetz äußern. Dabei sollen knapp 50 steuerpolitische Maßnahmen im Volumen von 6,5 Milliarden Euro die Wirtschaft entlasten und unter anderem den Gründer-Standort Deutschland voranbringen.
- In einer weiteren Pressekonferenz will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach Details zum Cannabis-Gesetz bekanntgeben.
3. Die steile These fürs After-Work-Event
Erst Ronaldo, jetzt Neymar: Die Fußballstars wechseln in die saudi-arabische Profiliga. Die Transfers mögen für die Spieler wirtschaftlich sinnvoll sein, am meisten profitiert aber das Image des Landes. Ein Kommentar von WiWo-Volontärin Henrike Adamsen.
4. Der Tiefgang des Tages
Immer mehr Projektentwickler rutschen wegen gestiegener Bau- und Zinskosten in die Insolvenz. Das dürfte die Wohnungskrise befeuern – und Kauf- und Mietpreise treiben. Die WiWo-Redakteure Philipp Frohn und Harald Schumacher haben sich umgehört.
5. Diese Grafik sagt mehr als 1000 Worte
Abseits von Streiks und Gewalt läuft es in Frankreich wirtschaftlich so gut wie lange nicht. Das liegt an staatlichen Entscheidungen und mutigen Unternehmen. Welche Investments für Anleger am attraktivsten sind, haben die WiWo-Redakteure Frank Doll und Felix Petruschke aufgeschrieben.
6. Das können Sie heute Abend für Ihr Geld tun
Die laufende Saison 2023 wird zur Entscheidungsphase: Nach sechs Jahren Talfahrt sind Henkel-Aktien reif für eine Erholung. Dafür gibt es zwei wichtige Gründe. WiWo-Dax-Experte Anton Riedl hat sie sich angeschaut.
7. Ihre Meinung ist gefragt
Wir wünschen Ihnen einen anregenden Abend! Schauen Sie sich gerne noch etwas bei uns um. Ansonsten bis morgen an dieser Stelle.