Darüber solltet ihr mal schreiben: Zeichnet Trump ein falsches Bild vom deutschen Exportüberschuss?
Frachtcontainer stapeln sich an einem Hafen.
Foto: dpa Picture-AllianceDer deutsche Exportüberschuss ist für US-Präsident Donald Trump ein Politikum. Ein Leser hält die Kennzahl allerdings für irreführend: Darin würden nur physische Güter berücksichtigt, keine Softwaretools (Microsoft), kein Medienkonsum (Netflix), keine Dienstleistungen, für die Kunden mit Daten bezahlen, wie bei Google oder Meta.
Stimmt das?
In der Tat werden in der Außenhandelsstatistik Deutschlands nur physisch ein- und ausgeführte Waren erfasst. Software fließt nur ein, wenn sie auf einem Datenträger (zum Beispiel CD-Rom) über die Grenze wandert.
In Deutschland überstiegen die Warenexporte in die USA die Importe 2023 um 63,3 Milliarden Euro. Aber auch bei Dienstleistungen besteht hier ein Exportüberschuss von 5,7 Milliarden Euro. Insofern bleibt das Ungleichgewicht, auch so betrachtet, bestehen.
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