1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Deutschland: So viele Wohnungseinbrüche wie noch nie

DeutschlandSo viele Wohnungseinbrüche wie noch nie

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2015 auf ein Rekordniveau gestiegen. Mehr als 167.000 Einbrüche gab es in Deutschland. Das macht knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. 30.03.2016 - 06:47 Uhr

Abschließen!

Wer das Haus verlässt – auch wenn nur für den kurzen Gang zum Bäcker – der sollte die Haus- oder Wohnungstür unbedingt abschließen. Denn wenige Minuten reichen aus, um eine ungesicherte und vor allem nicht abgeschlossene Tür aufzuhebeln.

Foto: dpa

Fenster zu!

Wer das Haus verlässt, sollte daran denken Fenster und Balkon- oder Terrassentüren zu schließen. Ganz wichtig: Auch gekippte Fenster sind offene Fenster…

Foto: Initiative ‚Nicht bei mir!‘

Verstecke sind niemals gut!

Den Schlüssel draußen irgendwo zu verstecken ist niemals hilfreich. Auch wenn es nicht die Fußmatte oder der Blumenkübel ist – Einbrecher finden den Ersatzschlüssel und einfacher kann man es ihnen nun wirklich nicht machen. Außerdem: Die Versicherung kommt in so einem Fall definitiv nicht für den Schaden auf.

Foto: dpa

Schlüssel weg, Schlösser tauschen!

Wenn ein Schlüssel verloren geht – auch wenn es nur der Schlüssel ist – dann auf jeden Fall Schlösser tauschen. Denn man kann sich nie sicher sein, wie oder wo der Schlüssel weg gekommen ist und im schlimmsten Fall wurde er geklaut. Also: sicher ist sicher – Schließzylinder wechseln.

Foto: dpa

Nachbarschaftshilfe

Aufmerksamkeit lohnt sich. Wenn sie im eigenen Mehrfamilienhaus, der Wohnanlage oder auf einem Nachbargrundstück Fremde sehen, die herumschleichen und dort nicht hinzugehören scheinen, dann lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig. Wer aufmerksame Nachbarn hat, der braucht manchmal keinen Wachhund oder Überwachungskameras.

Foto: ZB

Keine Urlaubszeichen

Wer in den Urlaub fährt, sollte vorsorgen, dass es keine Hinweise auf die Abwesenheit gibt. Zum Beispiel sollte der Briefkasten nicht überquellen und die Rollladen nicht tagelang unten sein.

Foto: Initiative ‚Nicht bei mir!‘

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland ist laut einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ auf Rekordniveau gestiegen. Für das Jahr 2015 weise die Polizeiliche Kriminalstatistik 167.136 erfasste Fälle aus und damit 9,9 Prozent mehr als im Jahr davor, berichtet die Zeitung (Mittwochsausgabe). 2014 waren 152.123 Wohnungseinbruchdiebstähle registriert worden. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wolle die Kriminalstatistik voraussichtlich im Mai in Berlin offiziell vorstellen.

Die wichtigsten Fragen rund um Einbrüche
Die meisten Einbrüche finden in den sogenannten „dunklen Monaten“ statt. Das heißt zwischen Oktober und Februar. Bevorzugte Uhrzeiten sind die Dämmerungszeiten.
Im Grunde ganz einfach: Die meisten benutzen laut Polizei einen Schraubenzieher. Zumeist nähern sich Einbrecher von der Gartenseite und hebeln Fenster oder Fenstertüren auf. Dreiviertel aller Einbrüche laufen so ab, heißt es.
Einbruchssichere Fenster und Türen sind wohl der effektivste Einbruchsschutz. Wer persönlich zugeschnittene Infos sucht, kann sich kostenlos und neutral von Beamten der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle beraten. Dort werden auch geprüfte Handwerksbetriebe empfohlen.
Laut Polizei gilt: Erst muss die Außenhaut gesichert sein, dann kann man über weitere Schutzmechanismen nachdenken. „Meldeanlagen melden den Einbruch, verhindern aber keinen“, heißt es bei der Polizei.
Polizei anrufen und abwarten. Am besten nichts anfassen oder gar aufräumen. Alle weiteren Schritte lassen sich dann mit den Beamten besprechen.

Die Zahl aller in Deutschland polizeilich erfassten Straftaten wuchs im vergangenen Jahr gegenüber 2014 um 4,1 Prozent auf insgesamt 6,33 Millionen, wie die Zeitung unter Verweis auf die ihr vorliegende Kriminalstatistik weiter berichtet. Die Aufklärungsquote betrage 56,3 Prozent - eine Verbesserung um 1,4 Prozentpunkte. Der Statistik zufolge habe es sich bei fast 40 Prozent aller Straftaten um Diebstähle gehandelt. Hohe Zuwachsraten seien etwa auch beim Laden- (+7,1 Prozent) und beim Taschendiebstahl (+7 Prozent) verzeichnet worden.

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick