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Geschäftsklima-Index „Deutsche Konjunktur in schwierigem Fahrwasser“

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Quelle: dapd

Der Geschäftsklima-Index fällt im Juli überraschend kräftig. Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts schätzen Führungskräfte die Geschäftslage skeptischer ein. Der Wirtschaft stehen unruhige Zeiten bevor.

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Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als sechs Jahren gefallen. Das Barometer für das Geschäftsklima fiel im Juli um 1,8 auf 95,7 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit April 2013. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang auf 97,1 Zähler gerechnet. „Die deutsche Konjunktur befindet sich in schwierigem Fahrwasser“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten ihre gegenwärtige Geschäftslage schlechter. Auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate und damit bis ins nächste Jahr hinein wurden skeptischer eingeschätzt.

Die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe ist laut den Münchner Forschern sogar im freien Fall. Auch im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima eingetrübt. Einziger Lichtblick ist die Baubranche, in der sich die Stimmung aufhellte. „Das Ifo-Geschäftsklima zeugt von einem schwachen Start ins zweite Halbjahr“, sagte Ökonom Philipp Scheuermeyer von der Förderbank KfW.

Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe befürchtet, dass der deutschen Wirtschaft unruhige Zeiten bevorstehen: „Die Rezession breitet sich in allen wichtigen Sektoren der deutschen Industrie aus.“ Das Bruttoinlandsprodukt dürfte laut dem Experten im zweiten Quartal geschrumpft sein, im dritten aber wohl leicht zugelegt haben.

Der exportabhängigen Wirtschaft macht neben dem Ende Oktober anstehenden EU-Austritt Großbritanniens auch der von US-Präsident Donald Trump entfachte Handelsstreit zu schaffen. Daher schwindet zusehends die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung. Manche Fachleute schließen auch eine technische Rezession im Frühjahr und Sommer nicht mehr aus - also zwei Quartale in Folge mit schrumpfender Wirtschaftsleistung.

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