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Social-Media-App TikTokTiktok-Deal kurz vor Abschluss?

Das Weiße Haus bekräftigt: Die Zukunft von Tiktok in den USA sei grundsätzlich ausgehandelt. Es müsse nur noch ein Deal unterschrieben werden – und daran werde gearbeitet. 21.09.2025 - 10:12 Uhr
Die chinesische App Tiktok ist vor allem bei jungen Menschen beliebt. Foto: REUTERS

Die Vereinbarung über das US-Geschäft von Tiktok soll nach Angaben des Weißen Hauses voraussichtlich in den kommenden Tagen unterzeichnet werden. „Wir sind zu 100 Prozent überzeugt, dass der Deal jetzt steht, und dieser Deal muss nur noch unterschrieben werden“, sagte Sprecherin Karoline Leavitt dem TV-Sender Fox News.

Das US-Geschäft werde mehrheitlich amerikanischen Investoren gehören, so die Regierungssprecherin. Um „Daten und Privatsphäre“ werde sich der Software-Riese Oracle kümmern. Laut Medienberichten soll der Oracle-Konzern, hinter dem Trump-Unterstützer Larry Ellison steht, auch unter den Besitzern des US-Geschäfts von Tiktok sein. Als weitere nannte das „Wall Street Journal“ jüngst die Finanzinvestoren Silver Lake und Andreessen Horowitz. Dem Bericht zufolge sollen die bisherigen Investoren rund 20 Prozent der Anteile behalten.

Tiktok müsste in den USA eigentlich offline sein

Der aktuelle Tiktok-Mutterkonzern Bytedance hat seine Zentrale in Peking – die Zukunft der App in den USA hängt deshalb seit Monaten in der Schwebe. Das US-Geschäft der App hätte nach einem im vergangenen Jahr beschlossenen US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar 2025 von Bytedance verkauft werden, oder die App hätte in den USA vom Netz gehen müssen. Doch Trump räumte gleich zu seinem Amtsantritt im Januar eine zusätzliche Frist ein, die er später immer weiter verlängerte. Dafür gab es in dem Gesetz keine Grundlage.

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In den USA zählt Tiktok nach früheren eigenen Angaben mehr als 170 Millionen Nutzer. Auf den Betrieb der Kurzvideo-App außerhalb der USA – etwa in Deutschland – dürfte die Abtrennung des US-Geschäfts keine Auswirkungen haben.

Algorithmus „von Amerika“ kontrolliert

Ein zentraler Streitpunkt war in den vergangenen Jahren der Algorithmus, der entscheidet, welche Videos den Nutzern als Nächste angezeigt werden. In den USA wurde neben Datenschutz-Bedenken oft die Sorge geäußert, die chinesische Regierung könnte über diese Software die öffentliche Meinung manipulieren. Tiktok und Bytedance weisen das zurück – aber in dem US-Gesetz wurde ausdrücklich festgeschrieben, dass weder die chinesische Regierung noch der bisherige Mutterkonzern Kontrolle über den Algorithmus haben dürfen.

Einige Tiktok-Kritiker in den USA hatten davor gewarnt, den bisherigen Empfehlungsalgorithmus nach der Übernahme des US-Geschäfts weiterzuverwenden. Leavitt sagte nun, der Algorithmus werde „von Amerika“ kontrolliert werden. Das lässt die Möglichkeit offen, dass die bisherige Software weiterhin zum Einsatz kommt.

dpa
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