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Manager, Selbständige, Netzwerker und Onliner Das beste Mobilfunknetz für jeden Typ

Bester Klang, Datenturbo beim mobilen Online-Zugriff oder ein ausgewogener Mix aus Sprache und Daten – Geschäftskunden haben ganz unterschiedliche Anforderungen an ihr Handynetz. Der exklusive Business-Check der WirtschaftsWoche und des Fachmagazins „Connect“ zeigt, welches Mobilfunknetz für wen am besten passt.

Exklusiver Business-Check: Die besten Handynetze für Geschäftskunden. Quelle: dpa

Top oder Flop? Wenn die Experten vom Stuttgarter Mobilfunkmagazin „Connect“ alljährlich im Dezember ihren Netztest publizieren, ist das für die Technikchefs von Deutscher Telekom, Vodafone, Telefónica O2 oder E-Plus immer ein wenig wie der Besuch vom Nikolaus: Wo die Netze schwächeln, setzt es verbale Haue – erst von „Connect“, dann vom Vorstand.

Für die Sieger aber gibt es Süßes, Lob für die Qualität, die sich erfolgreich bewerben lässt: „Deutschlands bestes Netz“ – der renommeeträchtige Titel, den die Deutsche Telekom in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge erringt, zählt am Markt. Und doch ist das Urteil über alle Technikdisziplinen, von der Dauer beim Gesprächsaufbau von Telefonaten bis zur Zahl der Ruckler beim mobilen YouTube-Konsum, für viele Kunden weniger wichtig, als es scheint. Das gilt speziell für Geschäftsleute.

Das sind die besten Mobilfunknetze
Platz 4: E-Plus, BASE, SimyoE-Plus hat auch im jüngsten Test der „Chip“ abermals das mit Abstand schlechteste Netz – daran hat bislang auch die „umfassendste Netzausbauinitiative der Unternehmensgeschichte“ nichts geändert, die E-Plus nach dem Desaster des Netz-Tests von 2011 versprochen hatte. Beim Telefonieren schnitt das E-Plus-Netz dagegen nicht ganz so schlecht ab – immerhin Platz drei. Düster sieht es jedoch bei der Datennetzqualität aus. E-Plus erreicht im Chip-Test 42,3 – das ist die Note 4,7 und damit klar mangelhaft. Auch die Gesamtwertung für Internet und Sprachqualität fällt mit 53,8 Punkten und der Note 3,9 nicht besser aus. E-Plus bleibt das mit großem Abstand schlechteste Netz Deutschlands. Um das herauszufinden waren die Tester mehrere Wochen lang zu Fuß, im öffentlichen Nahverkehr, mit dem Auto und im Zug unterwegs, um möglichst realistische Ergebnisse zu erhalten. Noch nicht berücksichtigt wurde das LTE-Netz, bei dem der Aufbau noch andauert. Neben E-Plus selbst nutzen unter anderem die Marken BASE, Simyo, Blau, Aldi Talk, Ay Yildiz und n-tv Go in Deutschland das E-Plus-Netz. Quelle: dpa
Platz 3: Telefónica O2O2 gibt im Test der „Chip“ ein gemischtes Bild ab: Während sich die Münchener bei der Sprachqualität verbessern konnten, schnitten sie bei der Qualität der Internet-Verbindung mehr als zehn Punkte schlechter ab als 2011 – Smartphone-Boom sei Dank. Allerdings wurden auch die Testkriterien für das mobile Internet verschärft. Beim Telefonieren erreicht O2 mit 73,2 Punkten Platz zwei und die Note 2,6. Beim mobilen Internet erreicht O2 nur 52,6 Punkte und damit Note 3,9. Der Abstand zu Deutscher Telekom und Vodafone ist damit in der Gesamtwertung gewachsen. Den dritten Platz erreicht O2 mit einer Gesamtwertung von 62,1 Punkten. O2 ist dabei vor allem in Regionen außerhalb der Innenstädte schwach. In dünn besiedelten Gebieten gelang es den Testern im Schnitt nur in der Hälfte der Fälle, eine normale Website unter 40 Sekunden aufzurufen. Die deutlich verschlechterte Datenqualität bei O2 hat auch schon Nutzer-Proteste provoziert. Unter http://wir-sind-einzelfall.de haben sich bereits mehrere Tausend Nutzer über die schlechte Datenqualität beschwert. Neben O2 nutzen auch die Marken Fonic, Klarmobil, Lidl Mobile, Tchibo, Simply, Türk Telekom und bestimmte Tarife von DiscoTel und DiscoPlus das O2-Netz. Quelle: dpa
Platz 2: VodafoneVodafone spielt bei der Internet-Netzqualität in Deutschlands Premium-Liga mit – das Gesamtergebnis ist mit weitem Abstand besser als bei E-Plus und O2. Während der drittplatzierte O2 im Vergleich zum Netztest von 2011 zurückgefallen ist, konnte Vodafone sich verbessern. In der Gesamtwertung erreicht Vodafone 71,9 Punkte und damit die Note 2,7. Allerdings zeigt sich bei Vodafone ein sehr gemischtes Bild: Bei keinem anderen Netzanbieter schlugen so viele Anrufversuche im Testzeitraum fehl, was mit Netzproblemen in der Stuttgarter Fußgängerzone während des Tests zusammenhängt. Auch wenn diese nicht in die Wertung eingeflossen wären, hätte Vodafone bei der Telefon-Netz-Qualität von allen Anbietern am schlechtesten abgeschnitten. Vodafone fiel vor allem durch besonders viele Aussetzer bei der Sprachqualität von Telefonaten auf. Beim mobilen Internet glänzt Vodafone dagegen. Trotz verschärfter Testkriterien konnte sich Vodafone hier um fünf Punkte verbessern – und rückt damit in die Nähe der Telekom. In ganzen 96 Prozent der Fälle gelang es, eine Website innerhalb von 40 Sekunden vollständig zu lohnen – über alle Regionen in Deutschland verteilt. Das Vodafone-Netz gibt es unter anderem auch unter den Marken DiscoTel (nur bestimmte Tarife), Edeka Mobil, Fyve, Tui, Bildmobil und Otelo. Quelle: dpa
Platz 1: Deutsche Telekom/CongstarWie bereits im Vorjahr kennt der Netztest der „Chip“ einen klaren Sieger: Die Telekom erreicht bei Internet- wie Sprachqualität den Spitzenplatz. Satte 80,2 Punkte erreicht die Telekom in der Gesamtwertung, das reicht für die Gesamtnote 2,2. In der Stadt wie auf dem Land waren Sprachqualität und Empfang für das Telefonieren gleichermaßen überzeugend. Nur in der Härtedisziplin Zugfahren sahen die Messergebnisse deutlich schlechter aus – allerdings immer noch deutlich besser als bei allen Konkurrenten. Auch beim mobilen Internet konnte sich die Telekom gegenüber dem guten Vorjahreswert nochmals etwas verbessern. Nur beim Upload ist Vodafone in Innenstädten etwas schneller. In allen anderen getesteten Regionen kann die Telekom Vodafone aber nach wie vor ausstechen. „Die Telekom führt das Feld in fast allen Einzelwertungen an und zeigt über alle Messungen hinweg eine bessere Erfolgsquote als die Konkurrenten“, schreibt die „Chip“. Die Nutzung des Telekom-Netzes muss übrigens nicht teuer sein: Die Telekom-Tochter Congstar nutzt ebenfalls das Telekom-Mobilfunknetz wie unter anderem die Discounter billiger.de, Callmobile, Ja Mobil, PennyMobil und Turkcell. Quelle: dpa
Schwachstelle ZugFazit des Tests über alle Anbieter hinweg: Der Boom bei Smartphones und Tablet-Computern macht den Mobilfunknetzen zu schaffen. „Die Netze werden immer voller, die Zuverlässigkeit sinkt“, berichtete die Zeitschrift. Im mobilen Internet sind mehr Verbindungsabbrüche festgestellt worden als im Vorjahr. Zudem gibt es dem Test zufolge immer noch Regionen, die nur schlecht an die Mobilfunknetze sind. Das spüren besonders die Fahrgäste der Bahn und die Bewohner von vergleichsweise gering besiedelter Regionen. Hier gibt es die Hoffnung, dass die neuen Mobilfunknetze mit dem schnellen LTE-Standard für Verbesserungen sorgen. Bei allen Netzbetreibern hat es im Vergleich zum Vorjahr mehr Probleme beim Telefonieren im Zug gegeben. „Gerade in Regionalbahnen gleichen Telefongespräche oftmals einem Glücksspiel“, schreiben die Tester. Alle Details des Tests finden Sie auf chip.de. Quelle: dpa

Deren Jobs sind heute ohne Handy zwar kaum mehr denkbar. Doch ob Managerin oder Monteur, Sozialarbeiterin oder Servicetechniker, alle haben ganz unterschiedliche Anforderungen ans Funknetz: Bester Klang, höchstes Tempo bei Daten, ein ausgewogener Mix oder ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis – was für den einen zählt, ist für den anderen Nebensache.

Fokus auf Geschäftskunden

Auch in diesem Jahr hat die WirtschaftsWoche daher auf Basis der von „Connect“ zur Verfügung gestellten Daten eine exklusive zweite Analyse erstellt und so die optimalen Business-Netze ermittelt – jeweils ausgerichtet an den Bedürfnissen von vier typischen Geschäftskunden: Denn das im Durchschnitt beste Netz ist nicht für jeden Nutzertyp die beste Wahl. Für manchen passt das Angebot der Konkurrenz besser.

Basis der Bewertung sind 16.000 Testanrufe, 100.000 Web-Seiten-Abrufe und 40.000 Dateiübertragungen via Handy oder Tablet. Die Experten des „Connect“-Messpartners P3 Communications haben die Daten auf Tausenden Kilometern Testfahrten durch die Republik erfasst – von Aachen bis Dresden und von München bis Kiel.

Das sind die Stärken und Schwächen der Mobilfunkanbieter

Viele Gigabyte an Messwerten zur Stabilität und Leistungsfähigkeit der Sprach- und Datenverbindungen fließen so in die Stärke-und-Schwäche-Profile der vier deutschen Mobilfunknetze ein. Sie bestimmen die Empfehlungen auf den folgenden Seiten. Und sie fallen für einzelne Business-Bedürfnisse zum Teil ganz anders aus als das in dieser Woche parallel veröffentlichte Universalurteil aus Stuttgart.

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