BMW Wie sich Norbert Reithofer ein Denkmal setzt

Mit einem Rekordgewinn verabschiedet sich Norbert Reithofer von der BMW-Spitze. Seine Entscheidungen haben diesen Erfolg erst ermöglicht – und machen seinem Nachfolger das Leben schwer.

Scheidender BMW-Chef Norbert Reithofer im Porträt Quelle: Bloomberg

So gelöst und fröhlich hat man BMW-Chef Norbert Reithofer selten erlebt. Auf dem Genfer Autosalon ruft er den Journalisten lachend ein "Hallo, wie geht es Ihnen?" zu. Und nach dem eigenen Befinden gefragt, entgegnet er: "Jede Woche besser."

Am Mittwoch tritt Reithofer zum letzten Mal vor die versammelte Wirtschaftspresse, um die Jahresbilanz des Autokonzerns vorzustellen. Der operative Gewinn vor Steuern liegt bei 8,7 Milliarden Euro – so hoch wie noch nie in der 99-jährigen Unternehmensgeschichte.

Trotz der guten Zahlen: Reithofer war nie ein Mann der großen Auftritte. Die Jahrespressekonferenz ist für ihn künftig ein weiterer öffentlicher Termin, den sich der freundliche und zurückhaltende Manager sparen kann. Denn bei der Hauptversammlung am 13. Mai wird er aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat wechseln.

Die wichtigsten Kennzahlen des BMW-Geschäftsjahres 2014

Den Chefposten übernimmt Harald Krüger, wie Reithofer vor dessen Berufung an die Konzernspitze BMW-Produktionsvorstand. Seinem Nachfolger hinterlässt Reithofer reichlich Arbeit, aber einen aufgeräumten Schreibtisch. BMW steht gut da, soll aber auch noch 2020 der Oberklasse-Hersteller Nummer 1 sein und die Rivalen Daimler und Audi auf Distanz halten. Drängende Themen wie alternative Antriebe und die fortschreitende Digitalisierung dürften Krüger dabei täglich auf Trab halten.

Reithofer brachte BMW sicher durch Krisen

Die Freude auf den baldigen Rückzug aus dem Tagesgeschäft ist dem sonst so zurückhaltenden BMW-Chef ins Gesicht geschrieben. Achteinhalb Jahre stand er den Bayerischen Motorenwerken vor. "In der ganzen Zeit war kein normales Jahr dabei", sagt er selbst. Die schwierigste Etappe kam mit der Finanzkrise 2007, als in Folge der Pleite der US-Bank Lehman Brothers der amerikanische Markt völlig zusammenbrach.

Schon vor der schweren Branchenkrise 2008 und 2009 begann Reithofer, BMW einen harten Sparkurs zu verordnen. Tausende Stellen wurden gestrichen, Milliarden Euro eingespart. Bei all der sonstigen Freundlichkeit eine harte Entscheidung, aber sie half BMW, alles glimpflich zu überstehen. Die Münchner schrieben unmittelbar nach der Krise wieder Milliardengewinne, während es Audi und Daimler deutlich schlechter ging.

VW bleibt trotz Dieselgate vor Toyota
Toyota – 1. Halbjahr 2016Der japanische Branchenprimus, zu dem auch der Kleinwagenbauer Daihatsu Motor und der Nutzwagenhersteller Hino Motors gehören, verkaufte zwischen Januar und Juni global 4,99 Millionen Autos. Das ist ein Rückgang zum Vorjahreszeitraum von 0,6 Prozent. Die ganze Halbjahres-Bilanz auch mit Umsatz- und Gewinnkennzahlen legt der japanische Konkurrent am 4. August vor. Quelle: AP
Volkswagen (Konzern) – 1. Halbjahr 2016Krise? Welche Krise? Die Abgas-Affäre scheint die Auslieferungen bei Volkswagen nicht zu bremsen. Pünktlich zum Halbjahr setzt sogar die schwächelnde Kernmarke zur Wende an. Mit 2,925 Millionen verkauften Volkswagen blieb die Marke zwar knapp unter dem Vorjahresergebnis, die Tendenz im Juni zeigte aber um fast fünf Prozent nach oben. Mit dem starken Juni stehen nach sechs Monaten die Zeichen bei den Verkäufen klarer als zuvor auf Zuwachs: 5,12 Millionen Fahrzeuge – vom VW-Up bis zum schweren Scania-Lkw – sind 1,5 Prozent Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Trotz Diesel-Krise steuert der Konzern damit 2016 bisher auf ein Auslieferungsplus zu. Nach fünf Monaten Ende Mai hatte der Zuwachs lediglich bei 0,8 Prozent gelegen. Zumindest als Momentaufnahme scheint der Autobauer damit zehn Monate nach dem Ausbruch der Diesel-Krise eine Durststrecke zu verlassen. Quelle: dpa
BMW – 1. Halbjahr 2016Zwischen Januar und Juni diesen Jahres wurden weltweit 986.557 BMW verkauft. Damit konnten die Münchner im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent zulegen. Allein im Juni stieg der Absatz um 9,7 Prozent auf 189.097 – mit den Marken Mini und Rolls-Royce kommt der Konzern sogar auf 227.849 Autos (+9,1 Prozent). Für das Plus sorgte demnach vor allem die hohe Nachfrage in Europa und Asien. In den USA dagegen schrumpfte der Absatz. Mit den knapp 190.000 Fahrzeugen im Juli lag BMW vor den beiden Dauer-Konkurrenten Audi (169.000 Autos) und Mercedes (188.444 Fahrzeuge). Doch wie sieht es im gesamten ersten Halbjahr aus? Quelle: dpa
Audi – 1. Halbjahr 2016Zumindest Audi konnte BMW hinter sich lassen. Die Ingolstädter konnten zwar zulegen, mit 5,6 Prozent fiel das Wachstum aber geringer aus als bei der Konkurrenz aus München – genauso die absolute Zahl an Auslieferungen von 953.200 Fahrzeugen. Dennoch ist die Bilanz für Audi positiv. Man habe den Absatz in allen Weltregionen steigern können, sagte Vertriebsvorstadn Dietmar Voggenreiter. Spaß-Modelle wie das TT Cabrio im Bild tragen traditionell wenig zum Volumen bei. Zu den größten Treibern gehörten die Baureihen A4 mit einem Plus von 12,3 Prozent und das Oberklasse-SUV Q7, das es nach dem Modellwechsel im Vorjahr auf ein Plus von satten 73,6 Prozent bringt. Auch für das zweite Halbjahr ist Voggenreiter optimistisch: Dann stehen die Premieren des überarbeiteten A3 und der komplett neuen Baureihen A5 und Q2 an. Quelle: obs
Daimler – 1. Halbjahr 2016BMW und Audi waren gut, Mercedes war besser. So lässt sich das erste Halbjahr zusammenfassen – sowohl beim Wachstum als auch beim Absatz konnte die Marke mit dem Stern die Konkurrenten abhängen. In den ersten sechs Monaten gingen 1.006.619 Mercedes-Benz an die Kunden – das entspricht eine Zuwachs von 12,1 Prozent. Ganz nebenbei der 40. Rekordmonat in Folge für die Marke. Dabei profitiert Mercedes vor allem von den SUV-Modellen, die inzwischen ein Drittel des weltweiten Absatzes ausmachen. „ Das zeigt, dass sich unsere Produktoffensive auszahlt und unser rundum erneuertes SUV-Portfolio hervorragend bei den Kunden ankommt“, sagt Vorstandsmitglied Ola Källenius. Zusammen mit den 73.510 verkauften Smart kommt die Pkw-Sparte des Daimler-Konzerns so auf 1,08 Millionen Fahrzeuge. Quelle: dpa
Porsche – 1. Halbjahr 2016Drei Prozent Wachstum auf 117.963 Fahrzeuge. Das sind die Eckdaten des ersten Halbjahres bei Porsche. Der Sportwagenbauer zeigt sich damit zufrieden und spricht von einer „Stabilisierung auf hohem Niveau“. Viele Modelle wie die Baureihen Cayman, Boxster, Macan und der 911er konnten zwar zweistellig wachsen, bei der Limousine Panamera hielten sich die Kunden wegen des anstehenden Modellwechsels aber spürbar zurück. „Die durchweg positive Resonanz auf die Weltpremiere des neuen Panamera Ende Juni stimmt uns sehr optimistisch. Wir erwarten uns davon einen deutlichen Schub“, sagt Marketing- und Vertriebsvorstand Detlev von Platen. Der neue Panamera kann seit dem 28. Juni bestellt werden und steht in Europa ab November beim Händler. In den USA und im chinesischen Markt ist das Auto ab Januar 2017 verfügbar. Quelle: dpa
Toyota – Gesamtjahr 2015Der japanische Autokonzern Toyota hat seine Stellung als weltgrößter Fahrzeughersteller im vierten Jahr nacheinander behauptet und den durch den Abgasskandal gebeutelten Konkurrenten VW auf Distanz gehalten. 2015 verkaufte das Unternehmen 10,15 Millionen Autos, wie Toyota am Mittwoch mitteilte. VW kam im vergangenen Jahr auf 9,93 Millionen verkaufte Autos, General Motors auf 9,8 Millionen. 2016 rechnet Toyota mit einem Absatz von 10,11 Autos. Im vergangenen Jahr lag die Prognose bei 10,1 Millionen Fahrzeugen für 2015 und wurde durch die Realität übertroffen. VW hatte Toyota bei den Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2015 überholt, war dann aber infolge des Abgasskandals wieder zurückgefallen. Die Autoverkäufe auf den großen Märkten in den USA und Japan haben sich verlangsamt. Darüber hinaus hat sich auch das in den vergangenen Jahren stetige Wachstum auf aufstrebenden Märkten abgeschwächt. Das schlägt sich auch in den Toyota-Zahlen nieder: 2014 hatten die Japaner noch 10,23 Millionen Autos verkauft. Quelle: dpa
Volkswagen Quelle: dpa
Volkswagen Quelle: dpa
Skoda Quelle: AP
Porsche Quelle: dpa
Audi Quelle: dpa
Daimler Quelle: REUTERS
BMW Quelle: dpa
Opel Quelle: AP
Renault – Gesamtjahr 20152015 hat Renault dank neuer Fahrzeugmodelle 2,8 Millionen Autos und Transporter ausgeliefert – so viel wie niemals zuvor. Damit wuchs der französische Autobauer mehr als doppelt so stark wie der weltweite Automarkt, der ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnete. Die Franzosen bauten ihren Marktanteil in Europa aus und verteidigten ihre Position in den Schwellenländern. In Deutschland konnte Renault über 110.000 Autos verkaufen. Nach dem Rekordjahr setzen sich die Franzosen auch neue Ziele: "Unser Wachstum wird sich 2016 beschleunigen und wir werden unsere Position in all unseren Regionen verbessern", so Vertriebschef Thierry Koskas. Gleichzeitig sieht sich Renault aber auch mit einem Problem noch unbekannten Ausmaßes konfrontiert. In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass es bei Renault im Zusammenhang mit dem Abgasskandal bei Volkswagen zu Durchsuchungen kam. Die Aktien verloren zeitweise knapp 23 Prozent an Wert. Welche Folgen – etwa Rückrufe, Schadenersatz- oder Strafzahlungen – daraus resultieren, ist noch unklar. Quelle: REUTERS

Mit Grauen denkt Reithofer an 2011. Dem Jahr, in dem im japanischen Fukushima eine Tsunami-Welle ein Atomkraftwerk so schwer beschädigte, dass es zur Kernschmelze kam und das ganze Land über Monate in einen Ausnahmezustand versetzte. "Auf einen Schlag ist uns die komplette Zuliefererkette weggebrochen." Reithofer hat BMW erfolgreich durch all diese Probleme gesteuert. "Wir laufen momentan gut, aber man weiß nie was kommt", mahnt Reithofer.

BMW verkauft mehr Autos als Audi und Mercedes

Als er im September 2006 die BMW-Führung übernahm, notierte die Aktie bei rund 40 Euro, heute steht sie bei gut 112 Euro. Allein 2015 hat das Papier bereits um stolze 26 Prozent zugelegt. Würde er rückblickend etwas anders machen? Gab es Entscheidungen, die er heute bereut? "Da fällt mir spontan nichts ein", sagt Reithofer.

Der gebürtige Oberbayer hat BMW zur erfolgreichsten deutschen Premiumautomarke gemacht. Mit rund 1,8 Millionen verkauften Autos im Jahr 2014 hat BMW erneut Audi und Mercedes hinter sich gelassen. Die Ingolstädter konnten 1,74 Millionen Fahrzeuge absetzen, die Stuttgarter 1,65 Millionen Autos. Rechnet man bei BMW noch die Konzernmarken Mini und Rolls-Royce hinzu, kommen die Münchner auf 2,118 Millionen Fahrzeuge. Falsch war der Kurs des Managements sicher nicht: Es war der vierte Absatzrekord in Folge.

Toyota gewinnt knapp gegen VW
Absatztrends Platz 5: FordDas Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach hat die Geschäftsberichte und Marktkennzahlen der ersten elf Monate des Jahres 2014 genauer analysiert und in der Prognose "Automotive Performance 2014" zusammengefasst. Die Forscher um Professor Stefan Bratzel gehen dabei von einem globalen Wachstums des Pkw-Markts auf 75 Millionen Fahrzeuge aus – was einem Plus von rund 3,7 Prozent entspricht. Mit diesem globalen Wachstum kann Ford nicht ganz Schritt halten. Der US-Autokonzern stagniert laut der CAM-Studie bei einem weltweiten Absatz von 6,3 Millionen Fahrzeugen (-0,5 Prozent) im Jahr 2014. Die vom Hersteller veröffentlichten Absatzzahlen weisen nach drei Quartalen nur ein minimales Plus von 20.000 Fahrzeugen (4,72 Millionen in Q1-Q3 2013 zu 4,74 Millionen 2014) aus. Quelle: obs
Absatztrends Platz 4: HyundaiDie großen Drei der Branche sind zwar noch ein Stück entfernt, doch der Hyundai-Kia-Konzern holt auf – und das in großen Schritten. Die Koreaner entfalten die größte Dynamik im Gesamtjahr und werden laut der CAM-Prognose 2014 zum ersten Mal mehr als acht Millionen Pkws verkaufen. Gegenüber dem Vorjahr wäre das ein Plus von 5,8 Prozent. Bereits nach neun Monaten konnte der Konzern einen kräftigen Zuwachs verbuchen, in dem Bericht zum dritten Quartal werden 5,88 Millionen Fahrzeuge genannt. Im selben Zeitraum 2013 waren es noch 5,58 Millionen Autos. Quelle: REUTERS
Absatztrends Platz 3: General MotorsZum ersten Mal seit dem Aufstieg zum Weltmarktführer im Jahr 1931 wird General Motors im globalen Absatzranking nur auf Rang 3 landen. Zwar dürften die Amerikaner trotz des Zündschloss-Skandals um 1,4 Prozent wachsen, doch nicht stark genug: Mit einer Prognose von 9,85 Millionen verkauften Pkw und leichten Nutzfahrzeugen (LCV) wie diesem Chevrolet Silverado listet das CAM GM nur auf dem Bronzerang. Quelle: AP
Absatztrends Platz 2: VolkswagenDer Kampf um die Absatzkrone der globalen Pkw-Hersteller entscheidet sich im Zieleinlauf zwischen Volkswagen und Toyota, die am Ende Jahres bei rund 10 Millionen Einheiten fast gleichauf liegen. Nach drei Kalenderquartalen konnte Volkswagen mit 7,50 gegenüber Toyota mit 7,49 Millionen Pkw und LCV nur noch ganz knapp seinen Absatzvorsprung des Halbjahres behaupten, die hohe Dynamik des ersten Halbjahres (+5,8 Prozent) aber vor allem aufgrund hoher Absatzrückgänge in Südamerika und Russland nicht aufrechterhalten. Seit dem Herbst halbierte sich das Wachstum, im November konnte VW nur noch 0,7 Prozent zulegen. Nach der aktuellen Prognose des CAM könnte Volkswagen im Gesamtjahr 2014 mit 9,95 Millionen Pkw (+4,4 Prozent) noch knapp von Toyota abgefangen werden. Inklusive der schweren Nutzfahrzeuge MAN/Scania wird Volkswagen das Ziel von mehr als 10 Millionen verkauften Fahrzeugen jedoch erfüllen. Quelle: dpa
Absatztrends Platz 1: ToyotaAuf das Gesamtjahr gerechnet dürfte Toyota Volkswagen dennoch die Rücklichter zeigen. Ohne die Lkw-Marke Hino geht das CAM von 10,25 Millionen Toyota-Fahrzeugen aus. Der Zuwachs lag allerdings nur bei 0,6 Prozent. Sollte der Volkswagen-Konzern seine höhere Dynamik beibehalten, könnte sich 2015 das Bild ändern – und die Wolfsburger zum absatzstärksten Autobauer der Welt aufsteigen. Bei einer anderen Kennziffer hat Volkswagen aber noch Aufholbedarf, wie die folgenden Bilder zeigen. Quelle: REUTERS
Finanzielle Performance Platz 5: General MotorsBeim Absatz hat sich das Rückruf-Debakel bei zahlreichen GM-Marken noch nicht niedergeschlagen, wohl aber im Konzernergebnis. Zusammen mit den Verlusten in Europa bricht der Gewinn der Amerikaner nach drei Kalenderquartalen um über ein Drittel auf 3,2 Milliarden Euro ein. Folglich sinkt auch die Marge nach drei Quartalen von 5,8 Prozent im Vorjahr auf nur noch 3,6 Prozent. Quelle: REUTERS
Finanzielle Performance Platz 4: FordAuch bei Ford sinken die Gewinne um rund 30 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro (Q1 bis Q3). Als Grund nennt das CAM hohe Entwicklungsaufwände für neue Modelle, wie etwa die neueste Generation des Ford Mustang (im Bild) oder den eingangs gezeigten Ford Mondeo. Dieser Rückgang schlägt sich natürlich auch auf die Gewinnmarge durch: In den ersten drei Quartalen blieben nur noch 4,8 statt 6,6 Prozent des Umsatzes im Unternehmen als Gewinn hängen. Quelle: obs
Finanzielle Performance Platz 3: VolkswagenBei einem Ebit von 9,4 Milliarden Euro nach neun Monaten muss sich Volkswagen nur hinter Toyota einreihen. Wird aber nach der Ebit-Marge gelistet, landet VW lediglich auf dem Bronzerang. Zwar stieg die Konzernmarge nach neun Monaten von 5,9 auf 6,4 Prozent, doch das ist eher auf die renditestarken Premiummarken wie Audi und Porsche zurückzuführen. Die Marge der Kernmarke liegt knapp unter diesem Wert. Hier gibt es noch Luft nach oben, was auch der Konzern so sieht: Mit einem Milliarden-Sparprogramm will Konzernboss Winterkorn die finanzielle Performance stark verbessern. Quelle: REUTERS
Finanzielle Performance Platz 2: HyundaiIn Europa kennt man Hyundai eher als Hersteller von Klein- und Kompaktwagen oder trendigen SUVs. In Asien und den USA haben die Koreaner aber auch renditestarke Limousinen im Angebot. Folglich kommen die Koreaner auf eine Marge von 7,7 Prozent. Doch auch sie bekommen den Preisdruck zu spüren: Vor einem Jahr waren es nach den ersten drei Quartalen 8,7 Prozent. Quelle: REUTERS
Finanzielle Performance Platz 1: ToyotaAuch in dieser Wertung holen die Japaner Gold. Beim Ebit von 12,9 Milliarden Euro und einer Marge von 9,2 Prozent liegt Toyota unangefochten vorn. Nur ein kleiner Trost bleibt VW: Die Deutschen konnten als einziger unter den Top5 bei der Marge zulegen, denn auch Toyota musste einen Rückgang von 9,6 auf 9,2 Prozent verkraften. Quelle: AP

Reithofer blickt auf eine erfolgreiche Ära als Automanager zurück. Dabei galt er nie als Car-Guy, der mit dem sprichwörtlichen Benzin im Blut. Stattdessen genießt er in der Branche einen exzellenten Ruf als Produktionsexperte. In seine Zeit an der Spitze des Konzerns fallen einige Entscheidungen, die stark zum heutigen Erfolg von BMW beigetragen haben. Das SUV-Angebot wurde Stück für Stück ausgebaut und um auf den ersten Blick unlogische Zwitter-Modelle wie den X6 und dessen kleinen Bruder X4 ergänzt. Damit haben die Münchner Nischen geschaffen, die die Konkurrenz erst noch besetzen muss. BMW verkauft den X6 seit 2008, Mercedes bringt in diesem Jahr erst das GLE Coupé als Konkurrenten auf den Markt, einen Audi Q6 wird es wohl nicht vor 2018 geben.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%