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Interesse von PeugeotWas Sie über den möglichen Opel-Verkauf wissen müssen

Wird aus der Zusammenarbeit zwischen Opel und dem französischen PSA-Konzern mehr? Peugeot und Citroën prüfen eine Übernahme von Opel. Doch noch ist vieles unklar. Die Fakten in der Übersicht.Sebastian Schaal 15.02.2017 - 08:16 Uhr aktualisiert

PSA Peugeot Citroën hat Interesse an Opel.

Foto: REUTERS

Was besagen die aktuellen Meldungen?

Zunächst hieß es in zwei Agenturberichten, dass sich der amerikanische Mutterkonzern General Motors sich in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Verkauf von Opel an PSA Peugeot Citroën befinden soll. Ein Abschluss könne binnen Tagen verkündet werden.

Schnell bestätigte Peugeot die Gespräche. PSA sondiere eine Reihe strategischer Möglichkeiten mit GM, darunter auch eine mögliche Akquisition von Opel, sagte ein Sprecher der PSA Group. Ziel sei es, die Ertragskraft von PSA zu steigern.

Opel äußerte sich nicht, aber General Motors bestätigte ebenfalls die Gespräche. Die Konzerne loteten verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus, inklusive einer möglichen Übernahme der deutschen und britischen GM-Töchter Opel und Vauxhall, teilten die Amerikaner am Dienstag in Detroit mit. Es sei jedoch noch ungewiss, ob eine Einigung erzielt werde.

Hintergründe zur PSA Group
Der vom Staat gestützte französische Autobauer PSA Peugeot Citroën hat im vergangenen Jahr weltweit über 3,1 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Der französische VW-Konkurrent mit den Marken „Peugeot“, „Citroën“ und „DS“ sieht sich in Europa schon länger als Branchenzweiter.
Konzernchef Carlos Tavares fuhr in den vergangenen Jahren einen harten Sanierungskurs unter anderem mit Werkschließungen und Jobabbau. Um das vor drei Jahren stark angeschlagene Unternehmen zu retten, schoss unter anderem der französische Staat Geld zu und hielt zuletzt rund 14 Prozent der Anteile.
Auch der staatlich kontrollierte chinesische Hersteller Dongfeng stieg 2014 bei dem Traditionsunternehmen mit 14 Prozent ein. Der Einfluss der Peugeot-Familie sank im Zuge der Sanierung hingegen beträchtlich.
Der Umsatz betrug im vorvergangenen Jahr 54,7 Milliarden Euro; neuere Jahreszahlen liegen nicht vor. Der Konzern beschäftigte 184.000 Mitarbeiter.
Unlängst schaltete die französische Antibetrugsbehörde nach Untersuchungen zu Diesel-Abgasen bei PSA die Justiz ein. Ein entsprechendes Dossier ging an die Staatsanwaltschaft. Es liegt nun an der Justiz, über eventuelle Folgen zu entscheiden. Der Konzern betonte, er habe seine Fahrzeuge niemals mit Betrugs-Software ausgestattet.

Bei dem Vorhaben kann PSA offenbar auf den Rückhalt der französischen Regierung setzen. Diese unterstütze das Management „bei dem Wunsch, eine kritische Masse zu erreichen“, sagte ein Vertreter des französischen Wirtschaftsministeriums der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung werde aber genau darauf achten, welche Konsequenzen sich aus dem Geschäft für die Arbeitsplätze ergäben. Die Regierung hält etwa 14 Prozent der Anteile des Zwei-Marken-Konzerns PSA Peugeot Citroën.

In der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung stießen die ersten Meldungen über die Verhandlungen am Dienstag auf scharfe Kritik: Es sei “nicht akzeptabel”, dass Betriebsrat, IG-Metall und Landesregierung nicht über die Verkaufspläne informiert worden seien, bevor diese an die Öffentlichkeit gelangten, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD). General Motors müsse für Standorte, Entwicklungszentrum und die Sicherung von Beschäftigung Verantwortung tragen. Das sei eine "klare Erwartung" an das US-Unternehmen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier zeigte sich überrascht. Hessen versuche, den Kontakt zum Management aufzunehmen, um mehr Klarheit über die Verkaufspläne zu erhalten. Denn es sei wichtig, den Standort Rüsselsheim, die hiesigen Arbeitsplätze und das Entwicklungszentrum zu erhalten.

Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Volker Wissing forderte am Mittwochmorgen von PSA Peugeot Citroën bei einer Übernahme von Opel die dauerhafte Sicherung der deutschen Standorte. "Wir sind so aufgestellt, dass wir ein klares Bekenntnis zur deutschen Marke erwarten und auch zu den deutschen Standorten", sagte im Deutschlandfunk. "Ich bin bereit, dem potenziellen Käufer eine faire Chance zu geben", ergänzte er. Er wolle alles tun, um den Opel-Standort Kaiserslautern dauerhaft zu sichern. Eine Übernahme durch Peugeot könne auch Vorteile bieten. Er sei jedenfalls gesprächsbereit für die Beteiligten. Wissing äußerte die Vermutung, dass die Bereitschaft von General Motors, Opel/Vauxhall zu verkaufen, etwas mit dem Brexit zu tun haben könnte. "Das könnte eine Rolle gespielt haben", sagte er.

General Motors

Peugeot bestätigt Gespräche über Opel-Kauf

Ergibt eine solche Übernahme Sinn?

Analysten reagierten zunächst skeptisch auf den möglichen Zusammenschluss. „Wenn sich zwei Lahme zusammentun, wird kein Gesunder daraus“, sagte ein Experte. Für GM wäre der Verkauf gut, er bezweifle jedoch, dass Peugeot mit Opel glücklich werden. Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen meinte: „Eins und Eins ergibt in diesem Fall nicht zwei, sondern eineinhalb.“

Die grundsätzliche Überlegung hinter dem Deal: Bei einigen Modellen arbeiten Opel und PSA bereits zusammen, zudem sind sie in unterschiedlichen Märkten stark. Gelänge es, auch bei weiteren Modellen auf derselben technischen Plattform unterschiedliche Autos zu entwickeln – wie es etwa der Volkswagen-Konzern seit Jahren macht – könnte das die Einkaufs-, Entwicklungs- und Produktionskosten drastisch senken.

Zu den Unternehmen, die angesichts hoher Investitionen in die Elektromobilität und autonomes Fahren Anschluss an einen finanziell stärkeren Partner suchen, gehört der italienische-amerikanische Autobauer FiatChrysler. Konzernchef Sergio Marchionne hat sich schon mehrfach bei GM ins Gespräch gebracht, blitzte aber ab. Ein Bund von Opel und Peugeot könnte seinen Konzern zusätzlich unter Druck setzen. Experten glauben daher, dass die Italo-Amerikaner ebenfalls für Opel bieten werden.

Wie haben Opel und PSA bereits zusammengearbeitet?

Opel und Peugeot hatten bereits vor einigen Jahren eine Allianz angestrebt. Am Ende blieb davon die gemeinsame Produktion von einigen Modellen – so basiert etwa der Opel Crossland X, der Anfang März auf dem Genfer Autosalon vorgestellt wird, auf dem Peugeot 2008. Ein Kompakt-SUV von Opel, das später in diesem Jahr vorgestellt werden soll, übernimmt die Technik vom Peugeot 3008. Zudem arbeiten beide Unternehmen an einem Nutzfahrzeug im B-Segment – wahrscheinlich ein kleiner Kastenwagen.

Aus der Zusammenarbeit erhoffen sich die Partner Synergien von rund 1,2 Milliarden US-Dollar bis 2018, die gleichmäßig zwischen den beiden Unternehmen geteilt werden sollen. Die Produktion eines gemeinsamen Kleinwagens samt der Benzinmotoren wurde allerdings nicht verwirklicht. Opel baut seine Kleinwagen Adam und Karl unabhängig von den Franzosen in Deutschland.

Die Marke mit dem Blitz - Opel

Opel könnte nach jahrelangen Verlusten in die Hände von Peugeot geraten. Der Detroiter Mutterkonzern General Motors befindet sich in Gesprächen über eine Zusammenlegung seiner Rüsselsheimer Tochter mit dem französischen Konkurrenten. Die über 150 Jahre dauernde Firmengeschichte des deutschen Autobauers ist sowohl von technischen Innovationen und Rekorden, als auch von Erfolgen maßgeblich geprägt. Doch insbesondere in den vergangenen 30 Jahren hat sich diese Erfolgsgeschichte gedreht.

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Anfang mit Nähmaschinen

1862 beginnt Adam Opel in der väterlichen Schlosserwerkstatt mit dem Bau von Nähmaschinen. Hier zu sehen: Adam Opels erste handgefertigte Nähmaschine aus selbigem Jahr.

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Opels Markenlogo 1862

Noch keine Spur vom Opel-Blitz: Das erste Opel-Markenzeichen, 1862 - die Initialen Adam Opels. Das Unternehmen, das inzwischen in sehr unruhiges Fahrwasser geraten ist, versucht auch heute noch ein Image von Traditionalität abzuliefern.

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Fahrrad „Velociped“

Bald folgen Fahrräder. 1886 verlässt das erste „Velociped“ die Fabrik. Die Räder aus Rüsselsheim sind populär. Mitte der 1920er Jahre ist Opel größter Zweiradproduzent der Welt. Längst stellt Opel auch Motorräder her. Hier leistet Wilhelm Opel einem Sportskameraden Starthilfe.

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„Patent Motorwagen System Lutzmann“

Die Geschichte des Automobilbaus beginnt 1899. Opel ist damit – nach Daimler-Benz – der zweitälteste Autohersteller Deutschlands. Der „Patent Motorwagen System Lutzmann“ macht den Anfang.

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Erste Eigenkonstruktion: Modell 10/12PS

Im Herbst 1902 präsentiert Opel dann mit dem Modell 10/12 PS seine erste Eigenkonstruktion. Die Autos finden reißenden Absatz: Bis 1906 haben bereits über 1000 Fahrzeuge die Werkshallen verlassen (Bild ist von ca. 1930).

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Zweizylinder-Luxus-Motorrad

Opels Zweizylinder-Luxus- Motorrad mit 3 1/2 PS und elektromagnetischer Zündung aus dem Jahr 1905.

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Opel-Werk in Rüsselsheim 1906

Auto-Produktion bei Opel anno 1906: Blick in die Große Montagehalle in Rüsselsheim.

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Opels „Doktorwagen“

1914 hat Opel alle Konkurrenten überflügelt und ist der größte Autoproduzent in Deutschland. Schon früh macht sich die Marke als Hersteller erschwinglicher Erfolgsmodelle einen Namen: „Doktorwagen“ (1909, im Bild) und „Puppchen“ (1914) begründen den bis heute gültigen Anspruch, technisch hochklassige und zuverlässige, aber auch bezahlbare Automobile für breite Käuferschichten anzubieten.

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Opel im Rennsport

Auch im Motorsport engagierte sich Opel bereits früh. Hier zu sehen: Opel 110 PS Grand-Prix-Rennwagen von 1913.

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Der „Laubfrosch“

Die 1920er Jahre symbolisieren den bis heute anhaltenden Innovationsgeist der Marke. Sie sind das Zeitalter der Laubfrösche und Raketen. Mit dem Kleinwagen 4/12 PS, wegen seiner grasgrünen Farbe im Volksmund bald liebevoll „Laubfrosch“ genannt (im Bild), nimmt Opel 1924 als erster deutscher Hersteller die Fließbandproduktion auf.

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Furore durch Raketenantrieb

Außerdem macht das Unternehmen mit spektakulären Versuchen zum Raketenantrieb Furore, unter anderem 1928 auf der Berliner Avus: Fritz von Opel erreicht dort mit einem Raketenauto das damals fast unvorstellbare Spitzentempo von 238 km/h.

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Opel in der Luft - Sander RAK 1

Ein Jahr später erhebt sich Opel sogar in die Lüfte: Mit dem Opel-Sander RAK 1 startet im September 1929 vom Frankfurter Rebstockgelände der - wenn auch kurze - erste öffentliche bemannte Raketenflug der Welt. In Essen auf der Techno Classica 2012 wurde der Flugapparat von „Raketen-Fritz“, wie der Volksmund Fritz von Opel nannte, noch einmal gezeigt und bestaunt.

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Nutzfahrzeug „Koloss von Rüsselsheim“

Im Bild: Das erste Nutzfahrzeug von Opel auf Basis des Patent-Motorwagens. Im Volksmund auch „Koloss von Rüsselsheim“ genannt. 1929 brechen für die Autoindustrie harte Zeiten an. Die Weltwirtschaftskrise macht Millionen arbeitslos, die Konjunktur bricht wie ein Kartenhaus zusammen. Opel hat jedoch vorgesorgt und mit dem amerikanischen Konzern General Motors (GM) einen starken Partner gefunden. Der Rüsselsheimer Hersteller kann seine Marktposition festigen und baut 1935 erstmals über 100.000 Fahrzeuge im Jahr, unter anderem den „Blitz“ in einem neuen Lkw-Werk in Brandenburg.

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Opel: Technisch innovativ

Zeitgleich präsentieren die Rüsselsheimer eine technische Innovation: Der Olympia ist der erste deutsche Serienwagen mit selbsttragender Ganzstahlkarosserie. Hier zu sehen: Cabriolet- Limousine von 1935.

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Grundstein des Erfolgs: Der Kadett

Ein Jahr später legt das Unternehmen den Grundstein für eine 80-jährige Erfolgsstory in der Kompaktklasse: Vom ersten Kadett spannt sich eine fast lückenlose Ahnenreihe bis zur populären Astra-Familie der Gegenwart. Mit einer Jahresproduktion von über 120.000 Autos ist Opel 1936 der größte Fahrzeughersteller Europas.

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Opel Kadett seit 1936

Die ersten Opel Kadett laufen 1936 von den Rüsselsheimer Bändern.

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Opel im Wiederaufbau

Nach der kriegsbedingten Unterbrechung der zivilen Produktion nimmt Opel in den Jahren des Wiederaufbaus rasch wieder Fahrt auf. Zu den erfolgreichen Modellen zählt etwa der Olympia Rekord (Zeichnung von 1955).

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100-jähriges Bestehen 1962

Zum 100-jährigen Bestehen im Jahr 1962 eröffnet das Unternehmen in Bochum ein zweites Werk. Dort läuft der neue Kadett vom Band.

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Sportlich: Opel Manta

In den 1960er Jahren entstehen zudem zahlreiche Modelle, die den sportlichen und emotionalen Ruf der Marke festigen, darunter legendäre „Kultautos“ wie Manta.

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Erfolge in den 1970er Jahren

Opel Commodore GS/E, 1972 bis 1977. Auch die Commodore-Reihe wurde schnell zum Erfolg. 1971 läuft der zehnmillionste Opel vom Band. Im selben Jahr erreicht Georg von Opel in einem Versuchs-GT mit Batterieantrieb einen Geschwindigkeitsrekord von 188 km/h.

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Marktführerschaft in Deutschland

Opel GT, 1969. Im Marketing versuchte Opel, einen gewohnt grundsoliden Eindruck zu erwecken. Mit Erfolg: Opel hatte Anfang der 1970er Jahre die Marktführerschaft in Deutschland errungen.

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Geschwindigkeitsrekord durch Batterieantrieb

1971 läuft der zehnmillionste Opel vom Band. Im selben Jahr erreicht Georg von Opel in einem Versuchs-GT mit Batterieantrieb einen Geschwindigkeitsrekord von 188 km/h. Das Thema Elektromobilität hat Opel somit schon auf der Agenda, lange bevor es Jahrzehnte später in aller Munde ist.

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Sicherheit, Verbrauch, Umweltfreundlichkeit

1972 ist Opel Deutschlands erfolgreichster Autoproduzent. In Rüsselsheim entsteht ein neues Modellprogramm, das die Themen Sicherheit, Verbrauch und Umweltfreundlichkeit verstärkt in den Blick nimmt. Die fünfte Kadett-Generation, erstmals mit Frontantrieb, zählt 1979 mit einem Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) von 0,39 zu den aerodynamischsten Kompaktwagen. Autos wie Omega A (cw 0,28) und Calibra (cw 0,26) setzen die Reihe später mit weiteren Rekordwerten fort.

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Gespür für Trends

In den 1980er Jahren rückt das Thema Abgasreinigung in den Fokus. Opel gehört auch hier zu den Pionieren. Als erste deutsche Marke können die Rüsselsheimer eine komplette Katalysator-Flotte vorweisen und rüsten ab 1989 alle Modelle serienmäßig damit aus.
1991 debütiert im Astra das Opel Safety System mit Seitenaufprallschutz, Stützrampen in den Sitzen und Gurtstraffern. Mit dem Frontera beweist die Marke abermals Gespür für Trends: Das geländegängige Freizeitauto ist einer der Vorreiter der SUV-Bewegung und wird aus dem Stand Marktführer.

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1999: 50 Millionen Opel-Autos

1992 nimmt mit dem Opel-Werk Eisenach die damals modernste Automobil-Produktionsstätte der Welt ihren Betrieb auf. Danach geht es Schlag auf Schlag: 1997 stellt Opel im Kleinwagen-Bestseller Corsa als erster europäischer Hersteller einen verbrauchsgünstigen Dreizylindermotor vor. 1999 rollt das 50-millionste Auto mit dem Blitz-Logo aus den Werkshallen. Allerdings entwickelte sich GM in den Folgejahren immer mehr zum Sorgenkind im GM-Konzern. Der Marktanteil von Opel sinkt deutlich.

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Fehlgeschlagene Trennung von General Motors

2009 war General Motors infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise schwer angeschlagen. Die deutsche Opel-Führung arbeitete damals gemeinsam mit dem Betriebsrat an einem Konzept zur Trennung von dem Mutterkonzern. Im Sommer 2009 hatten sich Bund, Länder, GM und das US-Finanzministerium nach langem Poker mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna auf ein Rettungskonzept geeinigt – im November dann beschloss GM, Opel doch zu behalten.

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Erste Allianz mit Peugeot

Später ging man den Bund mit Peugeot ein. Von Plänen für eine breit angelegte Allianz verabschiedete man sich jedoch kurze Zeit später wieder. Beide Unternehmen arbeiten noch bei der Produktion von SUV und Minivans zusammen.

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Stellenabbau bei Opel

Im Dezember 2014 nach monatelangen Verhandlungen gegen den massiven Protest der Belegschaft sein Werk in Bochum mit mehr als 3000 Beschäftigten.

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Opel-Chef Karl-Thomas Neumann

Seit März 2013 leitet der frühere VW-Manager Karl-Thomas den Autobauer. 2016 wollte er den Autobauer zurück in die Gewinnzone führen. Zwar konnte Opel dieses Ziel nicht erfüllen und schrieb auch im vergangenen Jahr rote Zahlen. Jedoch konnte dieses Minus binnen Jahresfrist um zwei Drittel verringert werden.

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Frischer Wind durch neue Modelle

Unter Neumann investierte Opel kräftig in neue Modelle und brachte mit dem Mokka einen kleinen Geländewagen auf den Markt. Die GM-Tochter legte nach Meinung von Experten jedoch nicht schnell genug nach, um stärker vom Trend zu SUV zu profitieren. Nun könnte der Verkauf an Peugeot der Schlussstrich der Amerikaner unter das Kapitel Opel sein.

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Was spricht gegen eine Übernahme?

Beide Unternehmen sind derzeit noch als Konkurrenten unterwegs. Bis alle Baureihen auf eine gemeinsame Basis umgestellt wären, würden Jahre vergehen. Erst dann kommen aber die Einsparungen voll zum Tragen – davor kosten die Parallel-Strukturen und Neuentwicklungen viel Geld. Und sowohl PSA als auch Opel sind nicht auf finanziellen Rosen gebettet.

In wichtigen Zukunftsfeldern wie etwa der Elektromobilität als auch der Vernetzung sind weder Opel noch PSA Vorreiter. Opel bringt zwar in diesem Jahr mit dem Ampera-e ein neues Elektroauto auf den Markt, doch der Wagen ist in erster Linie eine Kopie des Chevrolet Bolt – und wird auch in den USA gefertigt. PSA hat seit der Premiere des Citroën C-Zero und Peugeot iOn – die ihrerseits Kopien des Mitsubishi iMiEV sind – kein eigenes Elektroauto auf den Markt gebracht.

Zudem wäre das Unternehmen auch nach einer Opel-Übernahme in den Wachstumsmärkten China und Südamerika viel zu schwach vertreten, warnt Dudenhöffer. „Die sitzen gemeinsam auf der kleiner werdenden Scholle Europa.“ Ähnlicher Meinung ist auch Stefan Bratzel von der FH Bergisch-Gladbach: „Opel hilft PSA außerhalb Europas kein Stück.“

Was sagt die Politik zu den Verhandlungen?

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries kritisierte den Ablauf der Verhandlungen. Die Gespräche seien ohne Rücksprache mit dem Betriebsrat oder der hessischen Landesregierung geführt worden, sagte Zypries. Das sei völlig inakzeptabel. Auch die Bundesregierung sei nicht informiert worden. General Motors stehe in der Verantwortung, insbesondere das Entwicklungszentrum in Deutschland zu belassen.

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Mali Dreyer zeigte sich von der möglichen Übernahme überrascht, setzte sich aber für die Mitarbeiter ein. „Für Rheinland-Pfalz als „Opel-Land“ ist natürlich klar, dass wir uns den Erhalt der Marke Opel wünschen, Beschäftigungssicherheit für die Mitarbeiter und Sicherheit für den Produktionsstandort Kaiserslautern“, so Dreyer in einer Mitteilung.

Opel Bochum

Warum der Ärger in Bochum noch weitergeht

von Kerstin Dämon und Sebastian Schaal

Was würde das für die deutschen Opel-Standorte bedeuten?

Das lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht zuverlässig sagen. Die Entwicklungskompetenzen von Opel sind unbestritten, auch der GM-Konzern profitierte über Jahre von den Opel-Ingenieuren – vor allem bei kleinen Verbrennungsmotoren und dem Karosseriebau. Doch an den Werken dürfte eine Fusion nicht spurlos vorbeigehen. Für die Produktionsstätten, die sich nach der Schließung des Bochumer Werks gerade erst wieder gefangen haben, kommt die Diskussion über die Zukunftsfähigkeit jedoch zur Unzeit.

Der erste Opel Ampera war seiner Zeit voraus und fuhr deshalb in der Zulassungsstatistik nur hinterher. Denn zumindest bei uns war das Akku-Auto mit eingebautem Reichweitenverlängerer alles andere als ein Erfolg. Doch Ralf Hannappel möchte den elektrischen Exoten nicht missen: „Wir haben dabei viel gelernt“, sagt der Leiter der Elektrifizierung bei Opel in Europa mit Blick auf die immerhin 100.000 Autos, die General Motors vom Ampera und seinem amerikanischen Zwilling Chevrolet Volt verkauft hat. Und jetzt soll sich das Gelernte endlich auszahlen. Denn mit der Erfahrung von 1,3 Milliarden elektrischen Kilometern aus Volt und Ampera schicken die Hessen jetzt den Ampera-E an den Start und wollen damit nicht weniger, als der Elektromobilität endlich zum Durchbruch zu verhelfen.

Foto: Opel

Wenn das Auto im Februar zuerst im besonders elektrofreundlichen Norwegen und im Sommer dann auch bei uns endlich auf die Straße kommt, setzten die Hessen vor allem auf ein Gefühl, das bislang allenfalls die Besserverdiener in ihren Teslas kannten: Sorglosigkeit. Denn verbriefte 520 Kilometer Normreichweite und Alltagswerte weit jenseits von 300, 350 Kilometern sind eine Größenordnung, bei der man den Blick schon mal von der Ladestandsanzeige abwenden kann und nicht im Geiste schon die nächste Steckdose suchen muss.

Foto: Opel

Das funktioniert bei der ersten Ausfahrt tatsächlich überraschend gut. Als hätte sich Opel die alte VW-Werbung zu eigen gemacht, läuft der Ampera-E und läuft und läuft und läuft. Der grüne Batteriebalken im digitalen Cockpit bewegt sich langsamer als die Tanknadel bei einem Kleinwagen, nach zwei Stunden durch die Stadt und über Land sind noch keine 25 Prozent der Akkuleistung verbraucht und so langsam öffnen sich die Sinne für ein paar andere Eindrücke. Für den Reiz des Rekuperierens zum Beispiel, weil man den Opel so auch mit einem kleinen Hebel am Lenkrad bremsen und nie mehr das Pedal treten muss.

Foto: Opel

Für den Spaß am Sprinten, weil die 204 PS und 360 Nm der E-Maschine trotz der stolzen 1,6 Tonnen Leergewicht Beschleunigungswerte ermöglichen, für die man sonst einen Astra OPC braucht. Nicht umsonst schafft es der Ampera-e in 3,2 Sekunden von 0 auf 50 und in weiteren 4,1 Sekunden auf Tempo 100. Oder für die Freude am Fingern, weil der große Touchscreen in der Mittelkonsole eine wunderbare Spielwiese ist, auf der man allerlei Infos zum Fahrzeugzustand, zu den Nebenverbrauchern oder zum Energiefluss abrufen oder einfach nur durch das vielleicht üppigste Infotainmentsystem bei Opel surfen kann.

Foto: Opel

So fährt man Stunde um Stunde, und die Sorge kommt einfach nicht zurück. Noch schnell eine kleine Landpartie oder einen Kollegen zum Flughafen bringen – auch am Ende des Testtages reicht der Strom dafür noch locker und als der Wagen nach über 250 Kilometern zurück am Hotel ist, sind die Batterien noch immer mehr als 20 Prozent gefüllt. Dennoch kehren ausgerechnet zum Ende der Fahrt die Bedenken zurück.

Foto: Opel

Nicht wegen der Reichweite, sondern wegen der Ladezeit. Denn Opel erkauft sich den riesigen Radius für den Ampera-E mit einem gewaltigen Akku, der irgendwann auch wieder geladen werden muss. Und das kann dauern, räumt Hannappel ein. Statt mit absoluten Zeiten hantiert er lieber mit halben Stunden und verspricht dafür an einer 50 kW-Steckdose immerhin 150 Kilometer. Doch daheim in der Garage gibt’s in dieser Zeit nur sechs bis zwölf Kilometer, muss er zugeben. Dann lädt der Ampera-E und lädt und lädt und lädt – und es kann schon mal einen Tag dauern, bis der Akku wieder voll ist.

Foto: Opel

Die langen Ladezeiten sind allerdings nicht der einzige Haken am riesigen Akku. Sondern das imposante Batteriepaket muss erst einmal bezahlt werden und zwingt Opel zu ein paar Klimmzügen bei den Kosten. Obwohl Innovations- und Imageträger, wirkt der Ampera-E deshalb innen mit hartem Plastik und dürftigem Leder alles andere als schick oder wertig und die Ausstattung könnte ebenfalls besser sein. So gibt es zwar viele Assistenzsysteme, aber statt moderner LED-Scheinwerfer funzelt der Vorreiter noch aus Xenon-Brennern und den virtuellen Rückspiegel des Schwestermodells Chevrolet Bolt hat sich Opel ebenfalls gespart. Trotzdem räumen die Hessen kleinlaut ein, dass die umgerechnet 33.000 Euro, für die der Ampera-E nach Abzug aller Subventionen in Norwegen zu haben ist, bei uns wohl nicht zu halten sind. Geschweige denn die 30.000 Dollar, die Chevrolet für den Bolt verlangt. Stattdessen dürften sie froh sein, wenn sie den Preis irgendwie unter 40.000 Euro halten können.

Foto: Opel

Rund um den aus 288 Zellen in 96 Gruppen geformten Flachbau-Akku konstruiert, sieht der Ampera-E aus wie eine Mischung aus Mercedes B-Klasse und BMW i3. Und das gilt nicht nur für das Design mit dem schnittigen Bug, dem hohen Dach und dem eigenwilligen Schmiss in der D-Säule. Sondern auch sein Konzept ist so etwas wie der größte gemeinsame Nenner dieser beiden Extreme.

Foto: Opel

Auf der einen Seite will er einfach nur ein geräumiger, bequemer und alltagstauglicher Kompakter sein wie eben der kleine Mercedes. Nicht umsonst haben die Ingenieure den flachen Wagenboden für betont tiefe Türausschnitte genutzt, so dass man bequemer einsteigen kann. Sie haben für die Beinfreiheit im Fond vorn extra dünne und trotzdem bequeme Sitze eingebaut und der Kofferraum ist deutlich größer als bei Konkurrenten wie dem Honda Jazz oder dem BMW i3. Deshalb sitzt auf in der zweiten Reihe besser als etwa im Astra und hat mit 381 bis 1.274 Litern Ladevolumen mehr Transportkapazität als im Mokka. Und auf der anderen Seite ist er – abgesehen von der Karbonkarosse natürlich – so konsequent auf den Elektroantrieb ausgelegt wie der Vorzeige-Bayer. Nur dass er technologisch ein paar Jahre weiter ist, mehr Akkupower hat und deshalb weiter fahren kann.

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Nicht so langweilig wie ein elektrischer Golf, nicht so teuer wie ein Tesla, weniger verschreckend als ein BMW i3 und obendrein tatsächlich ein Langstreckenläufer – wenn jetzt noch der Preis stimmt, dann könnte Opel tatsächlich der elektrische Durchbruch gelingen und der Ampera wird im zweiten Anlauf doch noch zum Erfolgsmodell. Das E dafür trägt er ja jetzt schon mal im Namen.

Foto: Opel

Opel Ampera-E – Technische Daten
Fünsitziger Kleinwagen, Länge: 4,17 Meter, Breite: 1,76, Höhe: 1,61 Meter, Radstand: 2,60 Meter, Kofferraumvolumen: 381 - 1.274 Liter
Antriebe: Elektromotor, 150 kW/204 PS, maximales Drehmoment: 360 Nm, 0-100 km/h: 7,3 s, Vmax: 150 km/h, CO2-Ausstoß: 0 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: -, Preis: ab ca. 40.000 Euro

Foto: Opel

Kurzcharakteristik

Warum: Weil die Angst vor dem Liegenbleiben jetzt tatsächlich ein Ende hat.
Warum nicht: Weil man wirklich lange Strecken wegen der langen Ladezeiten nur jeden zweiten Tag fahren kann
Was sonst: Wenn Geld keine Rolle spielt einen Tesla und wenn es auch ein paar weniger Kilometer sein dürfen einen Renault Zoë
Wann kommt er: Sommer 2017

Foto: Opel

Wie ist die Lage bei Opel?

Als Anfang 2013 der frühere VW-Manager Karl-Thomas Neumann das Steuer in Rüsselsheim übernahm, keimte neue Hoffnung auf. GM investierte kräftig in neue Modelle und brachte mit dem Mokka einen kleinen Geländewagen auf den Markt. Die GM-Tochter legte nach Meinung von Experten jedoch nicht schnell genug nach, um stärker vom Trend zu SUV zu profitieren.

Im vergangenen Jahr durchkreuzte der Brexit die Aufholjagd. Opel verfehlte Opel sein Ziel, erstmals seit 1999 schwarze Zahlen zu schreiben. Als Grund für einen Verlust von 257 Millionen Euro nannte Firmenchef Karl-Thomas Neumann Währungsturbulenzen nach dem britischen Referendum für einen EU-Austritt.

Nach gut neun Jahren nimmt Opel beim Insignia einen umfassenden Neuanfang vor. Das Mittelklasse-Modell erhält nicht nur den Namenszusatz „Grand Sport“ (Limousine), sondern auch viel neue Technik und ein tiefgreifend verändertes Design. Das kann sich sehen lassen – außen wie innen.

Foto: Opel

So ganz neu ist das Gesicht des Grand Sport allerdings nicht. Einen Ausblick auf das Frontdesign hatten uns die Rüsselsheimer bereits 2013 mit dem Monza Concept gegönnt. Zumindest die Charakterlinien der Motorhaube und die Proportionen von Scheinwerfer und Kühlergrill hat das künftige Serienmodell von dieser Studie mit dem historischen Modellnamen geerbt. Ansonsten wirkt der neue Insignia ein wenig wie ein großer Bruder des Astra. Allerdings setzt Opel im Fall des Grand Sport auf eine Mischung aus Fließheck-Limousine und Coupé. Eine viertürige Limousinen-Variante wird es für die Baureihe nicht mehr geben, eine Kombiversion (Sports Tourer) soll im Sommer 2017 folgen.

Foto: Opel

Die fünftürige Karosserie des Grand Sport bietet stimmigere Proportionen als bisher. Mit 4,91 Meter ist der neue Insignia um fünf Zentimeter gewachsen, gleichzeitig legte der Radstand um gut neun Zentimeter zu, weshalb die bislang mächtigen Karosserieüberhänge nun etwas kürzer ausfallen. Zudem baut das Fahrzeug drei Zentimeter flacher als bisher, während die Spur um einen Zentimeter verbreitert wurde. Der neue Insignia steht entsprechend breiter und satter auf der Straße. Darüber hinaus wurde der Luftwiderstandsbeiwert der Karosserie auf 0,26 gesenkt, was sich positiv auf Innenraumgeräusche und Verbrauch auswirken wird. Ebenfalls hilfreich beim Spritsparen dürfte das deutlich verringerte Fahrzeuggewicht sein. Dank verschiedener Leichtbaumaßnahmen sparte die GM-Tochter im Vergleich zum Vorgänger bis zu 175 Kilogramm ein.

Foto: Opel

Aufgrund der Radstandverlängerung und veränderter Proportionen soll der neue Insignia nach Aussage von Opel vor allem den Fondgästen ein besseres Platzangebot als bisher bieten. Der Kofferraum ist hingegen geschrumpft. Dieser soll zwischen 490 bis 1.450 Liter variieren, beim noch aktuellen Fünftürer passen 530 bis 1.470 Liter ins Heck.

Foto: Opel

Der Cockpitbereich der neuen Insignia-Generation wirkt aufgeräumter, obwohl sich die Anzahl der Schalter nicht wesentlich verändert hat. Auffällig ist die stark horizontale Betonung des Armaturenbretts. In der Mitte fällt der recht edel wirkende, rahmenlose Touchscreen des Infotainmentsystems ins Auge. Viel Chromzierrat, Klavierlackoberflächen und feines Leder können zudem für Premium-Flair sorgen. Wie beim aktuellen Insignia bietet Opel ein Kombiinstrument mit großem Multimedia-Display, das von Analoginstrumenten flankiert wird. Zusätzlich kann man sich künftig im Insignia fahrrelevante Informationen via Head-up-Display in die Windschutzscheibe und damit direkt ins Blickfeld des Fahrers projizieren lassen.

Foto: Opel

Antriebsseitig verspricht Opel effizientere Motoren und einige kleinere Innovationen. Wie bisher wird es den Insignia ausschließlich mit turbogeladenen Benzin- und Dieselmotoren und einem Leistungsspektrum von 110 bis 250 PS geben. Neu ist eine Achtstufen-Automatik, die vorerst ausschließlich in Kombination mit Allradantrieb angeboten werden soll. Der 4x4-Antriebsstrang verfügt zudem über ein Torque-Vectoring, welches eine radselektive Momentenverteilung erlaubt.

Foto: Opel

Zu den weiteren Neuerungen zählen der Abstandstempomat ACC in Kombination mit einem Kollisionsverhinderer, ein aktiver Spurhalte-Assistent mit Gegenlenk-Funktion, ein Querverkehr-Warner, der beim Rückwärtsausparken bei Bedarf warnt, sowie ein neues LED-Matrixlicht. Ein solches bietet Opel bereits im neuen Astra, allerdings hier mit 16 LED-Segmenten, während im Insignia eine Variante mit 32 LED-Segmenten zum Einsatz kommt.

Foto: Opel

Premiere wird der Opel Insignia Grand Sport auf dem Genfer Autosalon im März 2017 feiern. Kurz danach dürfte bereits Marktstart sein. Preise nennen die Rüsselsheimer noch nicht, doch vermutlich wird sich die Neuauflage am Niveau des Vorgängers orientieren. Derzeit kostet der Insignia als Fünftürer in der Basisversion rund 25.000 Euro.

Foto: Opel

Wie steht es um Peugeot?

Über Jahre nicht gut. Doch der harte Sanierungskurs des seit 2014 an der Konzernspitze stehenden Carlos Tavares hat sich früher als geplant ausgezahlt: Nach drei Verlustjahren fuhr PSA bereits 2015 wieder Gewinne ein und setzte fast 55 Milliarden Euro um.

Tavares hatte unter anderem mehrere Werke geschlossen, ganze Modellreihen gestrichen und das Unternehmen mit einem Jobabbau saniert. Schon im Geschäftsjahr 2015 konnte PSA so eine Umsatzrendite von fünf Prozent erzielen – dieser Wert wurde eigentlich für 2019 angepeilt.

Für 2016 liegt noch keine Jahresbilanz vor. Allerdings konnten die Franzosen den Absatz um sechs Prozent auf 3,15 Millionen Fahrzeuge steigern. Ein Grund dafür ist das Ende der Iran-Sanktionen. Auf dem iranischen Automarkt war Peugeot traditionell stark und konnte auch jetzt von den gefallenen Importschranken profitieren. Für 2017 stellte Tavares sogar eine neue Produktion im Iran in Aussicht.

Herausforderungen warten jedoch vor allem in Europa: Hierzulande basiert der aktuelle Verkaufserfolg vor allem auf Kleinwagen mit Dieselmotor – etwa im Heimatmarkt Frankreich. Strengere Abgaswerte machen den Diesel in kleinen Autos aber immer unrentabler. Zudem droht PSA noch ein Rechtsstreit wegen Abgas-Untersuchungen – die französische Justiz ermittelt noch.

Mit Material von dpa, Reuters und Bloomberg

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