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Absturz einer PrivatbankZoff ums Sal.-Oppenheim-Erbe

Die Schlacht der Ex-Milliardäre um das Erbe des traditionsreichen Bankhauses geht in die entscheidende Phase. Ehemalige Geschäftspartner machen sich gegenseitig vor Gericht für ihre Vermögensverluste verantwortlich. Zugleich beginnt der Ausverkauf.Jürgen Berke, Henryk Hielscher, Cornelius Welp 18.12.2012 - 00:00 Uhr

Die Landesbank Berlin ist mit einer Bilanzsumme von 131,2 Milliarden Euro zum Jahresende 2011 die kleinste Landesbank in Deutschland. Ihre Risikovorsorge verringerte sie im vergangenen Jahr um 21 Prozent auf 83 Millionen Euro. Bei dieser Übersicht nicht berücksichtigt ist die HSH Nordbank, denn sie ist durch die Beteiligung des privaten Finanzinvestors J.C. Flowers ein Sonderfall.

Foto: AP

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist mit einer Bilanzsumme von 164 Milliarden Euro zwar nur die Nummer fünf. Sie ist aber gut durch die Krise gekommen, wie zuletzt der Gewinn von 397 Millionen Euro im vergangenen Jahr zeigte. Deshalb wird ihr bei der Neuordnung der Branche auch eine führende Rolle zugetraut. Ihre Risikovorsorge verringerte sich 2011 um vier Prozent auf 273 Millionen Euro.

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Die WestLB ist seit dem 1. Juli 2012 Geschichte. Die Landesbank, die einst sogar der Deutschen Bank Konkurrenz machte, war schon im vergangenen Jahr nur noch die Nummer vier in Deutschland, mit einer Bilanzsumme von 167,9 Milliarden Euro. Ihre Risikovorsorge verringerte sie um drei Fünftel auf 95 Millionen Euro.

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Die NordLB ist mit einer Bilanzsumme von 227,6 Milliarden Euro Deutschlands drittgrößte Landesbank. Ihr nach eigener Darstellung „sehr ordentliches Ergebnis“ im Jahr 2011 reichte beim Jahresüberschuss zum Meistertitel unter den Landesbanken - mit 536 Millionen Euro. Dabei profitierte sie von der um mehr als zwei Drittel auf 205 Millionen Euro verringerten Risikovorsorge.

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Die Bayerische Landesbank (BayernLB) ist mit einer Bilanzsumme von 309,1 Milliarden Euro Deutschlands Nummer zwei. Sie reduzierte ihre Risikovorsorge 2011 um gut ein Fünftel auf 548 Millionen Euro.

Foto: dapd

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bleibt mit einer Bilanzsumme von 373,1 Milliarden Euro die Nummer eins. Sie kam wie die WestLB, die HSH Nordbank und die BayernLB nur mit Staatshilfe durch die Finanzkrise. Ihre Risikovorsorge lag zum Jahresende 2011 bei 152 Millionen Euro, nicht einmal mehr ein Drittel des Vorjahreswertes.

Foto: dpa

Es gibt diesen Moment, da öffnet sich auch bei sonst so kühl kalkulierenden Investoren das Herz. Die 80 Eigentümer der Kölner Sport- und Konzerthalle Lanxess Arena spüren das jedes Mal auf ihrer jährlichen Gesellschafterversammlung. Zieht sich die Diskussion über Mieten und Renditen zu sehr in die Länge, genießt manch einer den tollen Ausblick. Vom Konferenzraum direkt unter der imposanten Dachkonstruktion aus Stahl lässt sich die gesamte Halle mit ihrem Fassungsvermögen von maximal 20 000 Zuschauern überblicken. Einer, der dabei war, empfindet bei dem Anblick auch Stolz: Zu Lebzeiten im Stadtbild einen zweiten Fixstern neben dem Kölner Dom geschaffen zu haben, das tröstet über Durststrecken hinweg – auch wenn der Miteigner dies öffentlich nie zugeben würde.

Zum Schwelgen in Erinnerungen werden die Gesellschafter in Zukunft noch mehr Zeit haben. Denn der Bauherr der 1998 unter dem Namen Köln-Arena eröffneten zweitgrößten Mehrzweckhalle Europas – ein vom Troisdorfer Projektentwickler Josef Esch gemeinsam mit dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim aufgelegter geschlossener Immobilienfonds – bereitet den Verkauf vor. Das geht aus internen Protokollen und Unterlagen hervor, die die WirtschaftsWoche einsehen konnte. Auf der letzten Gesellschafterversammlung am 25. September, an der neben Fondsgeschäftsführer Esch auch Georg Baron von Ullmann und Thomas Bscher als Vertreter der ehemaligen Sal.-Oppenheim-Gesellschafter teilnahmen, wurden die Ausstiegspläne erstmals vorgelegt und diskutiert. Gelingt der Coup, winkt den Anlegern ein Erlös von mehr als einer halben Milliarde Euro – Geld, dass einige Fondszeichner dringend brauchen.

Die Geschichte von Sal. Oppenheim
Salomon Oppenheim gründet in Bonn eine Bank
Umzug nach Köln
Mit der Finanzierung von Eisenbahnen und dem Einstieg ins Versicherungsgeschäft steigt die Bank auf
Auf Druck der Nazis Umbenennung in Pferdmenges & Co. (bis 1947)
Alfred von Oppenheim (gest. 2005) wird Chef und baut die Betreuung reicher Privatkunden auf
Verkauf der Anteile an der Colonia Versicherung, Beginn der Zusammenarbeit mit Josef Esch
Ex-Bundesbank-Präsident Karl Otto Pöhl führt Sal. Oppenheim.
Matthias Graf von Krockow folgt ihm.
Mit dem Kauf der BHF Bank wird Sal. Oppenheim zur größten Privatbank Europas. Esch-Projekte wie der Neubau der Kölner Messe geraten in die Kritik.
Die Bank macht erstmals Verlust
Durch die Pleite des Handelskonzerns Arcandor, mit dem die Bank über Kredite und Aktienbeteiligung eng verbunden ist, gerät Sal. Oppenheim in eine existenzbedrohende Krise
Die Deutsche Bank übernimmt Sal. Oppenheim komplett.
Zahlreiche Prozesse von Anlegern wegen Verlusten bei Oppenheim-Esch-Fonds. Die Staatsanwaltschaft Köln erhebt Anklage gegen die Ex-Bankführung und Josef Esch, Prozessbeginn wohl Anfang 2013

Vor allem die ehemals persönlich haftenden Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim, die Adelsfamilien Oppenheim, Ullmann und Krockow – alle auch im Arena-Fonds investiert – suchen nach Auswegen aus einer akuten Notlage. Einst standen sie auf den Ranglisten der reichsten Deutschen weit oben, doch inzwischen haben sie sich mit ihren oft kreditfinanzierten Investments an den Rand des persönlichen Ruins manövriert. Bei einigen übersteigen die aufgenommen Kredite das vorhandene Privatvermögen deutlich.

Zugleich machen etliche reiche Kunden die ehemalige Sal.-Oppenheim-Führungsriege für ihre Vermögensverluste bei den Fonds verantwortlich und haben Klage eingereicht. Viele frühere Geschäftspartner liegen miteinander im Clinch, und so bilden jetzt Gerichtssäle die Kulisse einer Nibelungensaga, in der es um Geld, Gier und Genugtuung geht.

Privatbank

Das Leben der Oppenheims nach dem Absturz

von Cornelius Welp, Jürgen Berke, Henryk Hielscher und weiteren

Zentrale Schlachtfelder

Auf drei zentralen Schlachtfeldern wird der Kampf um das Erbe von Sal. Oppenheim ausgefochten:

Madeleine Schickedanz, Tochter des Quelle-Gründers Gustav Schickedanz, will ihren tiefen Fall nach der Pleite des Handelskonzerns KarstadtQuelle vor Gericht stoppen und streitet vom 18. Dezember an gegen frühere Geschäftspartner aus dem Oppenheim-Esch-Umfeld um insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Die Quelle-Erbin präsentiert sich dabei als Marionette in einem Milliardenspiel. Doch geheime Dokumente wecken Zweifel an ihrer Version.

Auch enttäuschte Anleger des Oppenheim-Esch-Immobilienfonds drohen mit einem Prozessmarathon durch die Instanzen und kämpfen um die Rückabwicklung mehrerer Fonds. Hier geht es um Streitwerte von mehreren Hundert Millionen Euro.

Wenn nun das gemeinsam von Sal. Oppenheim und Esch aufgebaute Immobilien-Imperium peu à peu abgewickelt wird, bleibt vom einstmals so traditionsreichen Geldhaus nicht viel übrig. Die ehemalige Bankführung muss sich zudem gegen eine Reihe strafrechtlicher Vorwürfe zur Wehr setzen. Nach Informationen der WirtschaftsWoche steht eine weitere Anklage unmittelbar bevor, zudem hat die Staatsanwaltschaft Köln ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Verfahren werden das angeschlagene Image der Bank weiter ramponieren.

Platz sechs: Hamburger Sparkasse

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat sich 15 regional und überregional tätige Banken vorgeknöpft:

- Wie gut ist deren Beratung zur privaten Altersvorsorge?

- Passen die empfohlenen Produkte zum Kunden und wird dessen individuelle Rentenlücke richtig berechnet?

Die Hamburger Sparkasse hat es im Test auf immerhin 60 Punkte und Platz sechs von 15 geschafft, die Unterlagen, die die Berater verwenden wurden von den Testern sogar mit 68,8 Punkten und dem zweiten Platz belohnt. Nur was die vermeintlichen Rentenprofis daraus machen, lässt zu wünschen übrig. Die Beratung vor Ort hat es im Vergleich nur auf den neunten Platz geschafft.

Testsieger wurde übrigens die deutsche Bank: Sie bot neben der besten Beratung auch die hochwertigsten Beratungsunterlagen. Die Mitarbeiter gingen am umfassendsten und sehr individuell auf die Situation der Kunden ein. An zweiter Stelle positionierte sich Berliner Sparkasse mit überdurchschnittlicher Kompetenz bei der richtigen Bewertung des Vorsorgebedarfs. Auf dem dritten Rang folgte Berliner Volksbank. Die Mitarbeiter analysierten ausführlich die finanzielle Situation des Kunden und stellten neben den Vorteilen der Produkte auch mögliche Risiken transparent dar.

Foto: dpa/dpaweb

Platz sieben: Hypo Vereinsbank

"Bei jedem fünften Beratungsgespräch wurde nicht nach dem Einkommen gefragt. Ohne diese Angabe ist jedoch keine individuelle Altersvorsorge möglich", kritisiert Markus Hamer, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts. Auch detaillierte Informationen, etwa über Haushaltsausgaben oder Kreditverpflichtungen spielten häufig keine Rolle. Dementsprechend zeigte nicht einmal die Hälfte der Beratungen konkret die Höhe der individuellen Rentenlücke auf.

Auch die Hypo Vereinsbank bekleckert sich der Studie gemäß nicht mit Ruhm: Die Beratung in den Filialen bekommt 55,2 Punkte und landet auf Platz zehn, dabei sind die Unterlagen, die die Berater zur Hand haben, deutlich besser: 66,5 Punkte beziehungsweise den dritten Platz gibt es für die Papiere. Insgesamt macht das Platz sieben im Ranking.

Foto: AP

Platz acht: Santander

Den achten Platz belegt die spanische Santander Bank. Dabei machen die Berater des Instituts noch einen relativ guten Job. Jedenfalls sind die Unterlagen der Bank mit 47,7 Punkten und dem neunten Platz relativ schlecht bewertet, die Beratung vor Ort schafft es noch auf Platz acht.

Ein bei den Unterlagen aller Banken häufig festgestellter Mangel ist, dass in 72 Prozent der überreichten Unterlagen die gewünschten Informationen zur Rentenlücke fehlten. Auch Dokumentationen, die das Beratungsgespräch zusammenfassten, blieben selten.

Foto: dpa

Platz neun: Commerzbank

Die Analyse der Bankunterlagen zeigte außerdem, dass die Banken anfallende Kosten vielfach nicht vollständig offen legten.

Den Vorwurf muss sich die Commerzbank allerdings nicht gefallen lassen. Ihre Unterlagen schaffen es mit 65,4 Punkten auf Platz vier. Dagegen hat die Beratung in der Filiale nur auf den elften Rang geschafft. Insgesamt ergibt sich also mit 54,5 Punkten der neunte Platz für das Kreditinstitut.

Foto: dpa

Platz zehn: Hamburger Volksbank

Besonders aufgefallen ist den Testern die mangelnde Kundenorientierung der Banken. So erhielt jeder fünfte Kunde nach einer Beratung gar kein individuelles Angebot sondern allenfalls Produktbroschüren und den Hinweis auf notwendige Folgeberatungen.

Die Hamburger Volksbank, schon die zweite Hamburger Bank im Ranking der schlechten Rentenberater, bringt es mit ihrer Vor-Ort-Beratung zwar noch auf den siebten Platz, die Unterlagen landen allerdings nur noch auf Rang 13. Insgesamt gibt es also nur den zehnten Platz für die Rentenberatung der Hamburger Volksbank.

Foto: AP

Platz elf: Sparda-Bank München

Ein ganz vernichtendes Zeugnis stellten die Tester den Unterlagen der Münchner Sparda-Bank aus: Letzter Platz, Null Punkte. Was Qualität und Kundenorientierung der Beratungsunterlagen und des Beratungsprotokolls angeht, stimmt hier gar nichts. Dafür arbeiten in den Filialen scheinbar clevere Leute: Für die Beratung vor Ort gab es 75,4 Punkte und Platz vier. In der Gesamtwertung reicht es aber trotzdem nur für den elften Platz.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz zwölf: Targobank

Serviceexperte Hamer kritisiert außerdem, dass bei allen Banken die "Berater in etwa 80 Prozent der Gespräche ausgiebig die Vorteile des eigenen Angebots darstellten, aber nur in 38 Prozent auch auf mögliche Risiken hinweisen."

Auch bei der Targobank sollten Verbraucher sich nicht unbedingt zur privaten Altersvorsorge informieren. Die Bank schafft es mit 51,9 Punkten nur auf den zwölften Platz.

Foto: CLARK/obs

Platz 13: Münchner Bank

Auch die Kunden der Münchner Bank sollten es sich zweimal überlegen, ob sie ihre private Altersvorsorge bei ihrer Hausbank besprechen: Die Qualität der Beratungsunterlagen wurde mit 37,9 Punkten (Platz zwöf) bewertet, die der Beratung mit 33,8 Punkten (Platz 13).

Foto: Pressebild

Platz 14: Sparda-Bank Hamburg

Mit der Sparda-Bank Hamburg hat es die dritte Hamburger Regionalbank in das Ranking der schlechten Rentenberater geschafft. Die Hanseaten tuen also gut daran, ihre private Altersvorsorge bei Deutscher Bank und Co zu planen. Ihre Hausbank schafft es nämlich sowohl bei den Beratungsunterlagen als auch bei der Beratungsqualität nur auf den 14. Platz.

Foto: Pressebild

Platz 15: Postbank

Schlusslicht ist die Postbank mit insgesamt 11,7 Punkten. Besonders miserabel hat die Beratung in den Filialen abgeschnitten: Null Punkte für die Rentenberater. Da helfen auch die 39 Punkte (Platz elf) für die Unterlagen nichts mehr. Wer seine private Altersvorsorge in Angriff nehmen will, sollte um die Postbank besser einen Bogen machen.

Foto: dapd


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Der Komplett- oder Teilverkauf der Fonds wäre ein Megaprojekt, mit dem die Altgesellschafter von Sal. Oppenheim ein letztes Mal ins operative Geschehen eingreifen können. 72 Projekte, unisono als geschlossene Immobilienfonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet, legten Sal. Oppenheim sowie die persönlich haftenden Gesellschafter Matthias Graf von Krockow und Christopher Freiherr von Oppenheim gemeinsam mit dem Troisdorfer Maurerpolier Esch auf. Rund vier Milliarden Euro sammelten sie bei den Reichen in Deutschland ein. Konzipiert als Steuersparmodell und gelockt mit dem Versprechen eines risikoarmen Investments, nahmen 250 Kunden die Einladung der Privatbank an und steckten einen Teil ihres Vermögens in meist mehrere Fonds.

Wer zögerte, bekam noch eine Garantieerklärung als Zugabe: Die Familie sei ja auch dabei. Gemeint war die Führungsriege von Sal. Oppenheim. „Wenn etwas schiefläuft, nehmen wir die Anteile zurück“, erinnert sich Fondsanleger Thomas Pachmann, Ex-Manager der Deutschen Bank, an ein Gespräch mit Christopher von Oppenheim. Der Zusage habe er vertraut: „Sal. Oppenheim – das war ein Name wie Donnerhall.“ Oppenheim widersprach vor Gericht, er habe keine Rücknahmegarantie gegeben: „Das habe ich so nicht gesagt. Da bin ich mir 100-prozentig sicher.“

Pachmann war in bester Gesellschaft. Die Gesellschafterlisten der Fonds lesen sich wie das Who’s who der deutschen Wirtschaft. Mit von der Partie unter anderem: der Neusser Industrielle Anton Werhahn, Ex-VW-Chef Carl Hahn, der Kölner Verleger Alfred Neven DuMont, der frühere Daimler-Vorstand Klaus Mangold, Unternehmer Hubertus Benteler, Mitglieder der Haribo-Gründerfamilie Riegel, die Erben des 2007 verstorbenen Kölner Stahlhändlers Otto Wolff von Amerongen, Ex-Karstadt-Boss Wolfgang Urban und Hans Reischl, einst Chef von Rewe.

Anleger mit wackligen Oppenheim-Esch-Investments
Ex-Bundesbank-Chef
Quelle-Erbin
Schuhhändler
Ex-Axa-Manager
Maxdata-Gründer
LTU-Erbin
Haniel-Miteigentümer
Ex-Rewe-Chef
früherer VW-Chef
Ex-KarstadtQuelle-CEO
Erbe
Unternehmer
Verleger
Ex-Karstadt-Chef
Douglas-Patriarch
Erbin

Viele sind mit ihrem Investment zufrieden. Denn etwa zwei Drittel der Fonds laufen gut und halten die Renditeversprechen, die Sal. Oppenheim den Investoren-Promis vor der Zeichnung zugesichert hat.

Dafür ist der Ärger umso größer bei den Schrott-Fonds wie den fünf Karstadt-Immobilien oder den Fernsehstudios in Hürth und Köln-Ossendorf, die Mietkürzungen und Leerstände zu verdauen haben. Den Anlegern drohen dort Verluste in dreistelliger Millionenhöhe.

Deichmann fordert 165 Millionen zurück

Früher eng mit dem Bankhaus verbundene Unternehmer wie die Familie des Schuhhändlers Deichmann, der Bankiers-Erbe Wilhelm Finck jr. sowie etwa 20 weitere Kläger ziehen gegen Esch und das Bankhaus juristisch zu Felde und fordern mit Schadensersatzklagen die Rückabwicklung dieser Fonds. Ihr Vorwurf: Über Risiken seien sie nicht ausreichend aufgeklärt worden. Allein Deichmann, der sich an elf Fonds beteiligt hat, will Einlagen in Höhe von 165 Millionen Euro zurück.

Sal. Oppenheim

Ein Name wie Donnerhall

von Jürgen Berke

Auch der schillernde Ex-Manager Thomas Middelhoff zählt zu den Fondsrebellen. Sein Fall zeigt, wie schmerzhaft die Fehlinvestments selbst bei begüterten Bankkunden ausfallen können.

Middelhoff, der später beim Handelskonzern KarstadtQuelle das Kommando übernahm, hatte sich mit Ehefrau Cornelie an acht Oppenheim-Esch-Fonds beteiligt. Die Bank hatte den Middelhoffs weit mehr als 100 Millionen Euro für die steueroptimierten Investments geliehen.

Banco Santander (Spanien)

Bilanzsumme: 1293 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 56 Milliarden Euro

Foto: REUTERS

UBS (Schweiz)

Bilanzsumme: 1176 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 34 Milliarden Euro

Foto: REUTERS

Lloyds Banking (Großbritannien)

Bilanzsumme: 1192 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 30 Milliarden Euro

Foto: dapd

ING (Niederlande)

Bilanzsumme: 1237 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 23 Milliarden Euro

Foto: dapd

Société Générale (Frankreich)

Bilanzsumme: 1247 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 16 Milliarden Euro

Foto: dpa

Royal Bank of Scotland (Großbritannien)

Bilanzsumme: 1754 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 32 Milliarden Euro

Foto: dapd

Crédit Agricole (Frankreich)

Bilanzsumme: 1802 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 54 Milliarden Euro

Foto: dpa

BNP Paribas (Frankreich)

Bilanzsumme: 1970 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 44 Milliarden Euro

Foto: REUTERS

Barclays (Großbritannien)

Bilanzsumme: 2022 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 28 Milliarden Euro

Foto: Reuters

HSBC (Großbritannien)

Bilanzsumme: 2097 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 127 Milliarden Euro

Foto: REUTERS

Deutsche Bank (Deutschland)

Bilanzsumme: 2241 Milliarden Euro

Marktkapitalisierung: 26 Milliarden Euro

Foto: dpa


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Nachdem etliche Fonds jedoch nicht liefen wie erwartet, reichte Middelhoff Klage gegen Esch und Sal. Oppenheim ein und bediente den Millionenkredit nicht mehr. Die Banker behandelten ihn darob wie den Häuslebauer um die Ecke, der seinen Kredit nicht fristgerecht abstottert. Sie ließen als Sicherheit hauseigene Konten und Depots von Middelhoff sperren, auf denen rund 23 Millionen Euro Festgeld lagern. In einer Klage drängt das Bielefelder Power-Paar noch vor dem Hauptverfahren auf Freigabe des Geldes und rechnete dem Gericht ihre „Existenzgefährdung“ vor.

Doch die Richter des Oberlandesgerichts Köln winkten ab. Middelhoff solle erst einmal seine Reserven bei anderen Banken aufbrauchen. Auch das Millionendomizil an der Côte d’Azur böte sich zur Veräußerung oder Verpfändung an, um die Zeit bis zu den Hauptverfahren um die Fondsfinanzierung durchzustehen.

Die Chancen, dass Middelhoff und andere Kläger die Prozesse gewinnen, sind in den vergangenen Wochen nicht gestiegen. Denn das Landgericht Bonn hat in einem ersten Urteil die Klage des Milliardärs von Finck abgewiesen. „Der Kläger ist wirtschaftlich erfahren und daher hinsichtlich vieler Einzelfragen nicht aufklärungsbedürftig gewesen“, schreibt Richterin Margret Dichter in ihrem Urteil.

Einige der Kläger haben sich auch an der Lanxess Arena beteiligt. Mit 80 Zeichnern und einem durchschnittlichen Investment von acht Millionen Euro gehört der Fonds zu den größten Oppenheim-Esch-Projekten und wirft eine gute Rendite ab. Derzeit prüfen die Eigner, wie ein Verkauf über die Bühne gehen könnte. Eine Mehrheit hat im schriftlichen Umlaufverfahren bereits den Vorschlag abgesegnet, eine in diesem Fall sehr aufwendige Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben.

Der Plan ist, den als Ganzes schwer verkäuflichen Immobilienfonds mit dem offiziellen Namen Köln-Deutz Arena und Mantelbebauung GbR in zwei oder drei kleinere Teile zu zerschlagen. Die meisten hoffen, dass sich in getrennten Bieterverfahren Käufer finden lassen für die große Mehrzweckhalle, die vom Kölner Eishockeyclub „Die Haie“ genutzte Trainingshalle, das von der Stadt Köln für 30 Jahre angemietete technische Rathaus sowie das angrenzende Parkhaus.

Banken in 136 Ländern hat das US-Magazin „Global Finance“ für seine Rangliste der besten Banken 2012 unter die Lupe genommen. In die Wertung flossen dabei objektive Kriterien wie das Wachstum des verwalteten Vermögens oder die Profitabilität ebenso ein wie subjektive Einschätzungen von Bankberatern oder Analysten. Schließlich wurden in zwölf Kategorien Gewinner gekürt. Dies seien nicht immer die größten, aber sicher die besten Banken, betont das Magazin.

Beste Sub-Depotbank: Citibank

In der Kategorie beste Sub-Depotbank wurde die Citibank ausgezeichnet. Die US-Großbank verfüge vermögensrechtlich über das größte Depot-Netzwerk der Welt und decke damit 61 Märkte sowie 98,5 Prozent der globalen Marktkapitalisierung ab. Als Sub-Depotbanken bezeichnet man Depotbanken, die von anderen Finanzinstituten in Ländern beauftragt werden, in denen diese selbst nicht tätig sind.

Foto: rtr

Bester Devisenhändler: Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist Dauer-Sieger in der Kategorie bester Devisenhändler. Das größte deutsche Finanzinstitut habe den größten, vielseitigsten und profitabelsten Devisenbereich aller Banken, heißt es bei „Global Finance“. Es ist nicht die einzige Kategorie, in der die Deutsche Bank gewonnen hat.

Foto: dapd

Bester Handelsfinanzierer: Citibank

Citigroup-Chef Vikram Pandit kann sich auch in der Kategorie bester Handelsfinanzierer über einen Erfolg freuen. Citibank biete ihren Service in Sachen Handelsfinanzierung in 86 Ländern an und ermögliche es Unternehmen damit, in einer globalisierten Wirtschaftswelt und sich verschiebenden Handelsströmen stets über Geld zu verfügen.

Foto: dapd

Cash Management: Citibank

Und noch in einer dritten Kategorie siegt die Citibank. Auch beim Cash Management sieht „Global Finance“ die US-Großbank ganz vorne. Die entsprechende Sparte der Bank verfüge über eine beeindruckende Kundenliste, heißt es in der Begründung. Es umfasse multinationale Firmen ebenso wie Finanzinstitute, Regierungen und Notenbanken.

Foto: REUTERS

Beste Investmentbank: Goldman Sachs

Die bekannteste Investmentbank der Welt ist laut „Global Finance“ auch die beste. Vorstandschef Lloyd Blankfein und Goldman Sachs hätten im Jahr 2011 durch kreative Lösungen bei der Kapitalbeschaffung Marktanteile hinzugewonnen. Auf öffentlichen Aktienmärkten habe die Bank für ihre Kunden 54 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Keine andere Investmentbank komme an Goldman heran. Außerdem habe Goldman Sachs im zweiten Quartal 2012 trotz eines Rückgangs des Ergebnisses die Erwartungen der Analysten übertroffen.

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Beste Depotbank: Bank of New York Mellon

Laut „Global Finance“ ist die BNY Mellon mit einer verwalteten Vermögenssumme von mehr als 27 Billionen Dollar die größte Depotbank der Welt. Die Bank habe die Prozessrisiken gemindert. Trotz eines Gewinneinbruchs im zweiten Quartal sei BNY Mellon die beste Depotbank der Welt. In einer Depotbank werden Sondervermögen wie Wertpapiere von Investmentfonds unabhängig verwahrt.

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Beste Vermögensverwaltung: Blackrock

Der US-Finanzdienstleister Blackrock gewinnt in der Kategorie beste Vermögensverwaltung. Blackrock sei mit 3,6 Billionen Dollar verwalteten Vermögens der größte Dienstleister der Welt in diesem Bereich. Das Geschäft mit der Beratung von Regierungen, Zentralbanken und Unternehmen in Sachen Risikomanagement floriere seit der Finanzkrise.

Foto: rtr

Beste islamische Bank: Al Baraka Bank

Die Al Baraka Bank ist für „Global Finance“ das beste islamische Finanzinstitut. Die Bank verfüge über eine starke Präsenz im mittleren Osten und Nordafrika mit Standorten in Libyen, Tunesien, Sudan, Algerien, Libanon und Ägypten. Ägypten sei ein besonderer Wachstumsmarkt von Al Baraka, die ihren Sitz in Bahrain hat. Außerdem unterhält die Bank Niederlassungen in Südafrika, der Türkei, Indonesien und Pakistan.

Foto: Presse

Beste Bank in aufstrebenden Märkten (Emerging Markets): Standard Chartered

Die Briten von Standard Chartered sind die beste Bank in Emerging Markets. Die Bank habe eine hohe Präsenz in den Wachstumsmärkten Asien, Afrika und dem Nahen Osten, begründet „Global Finance“.

Foto: rtr

Beste Privatbank: Julius Bär

Julius-Bär-Chef Boris Collardi kann sich freuen, sein Institut wurde als beste Privatbank 2012 ausgezeichnet. Mit der Übernahme des internationalen Vermögensverwaltung der Bank of America hat die Bank ihre Position gestärkt. Julius Bär habe zudem in Wachstumsmärkten investiert und strategische Partnerschaften mit der Bank of China und der australischen Macquarie Gruppe abgeschlossen, begründet „Global Finance“ seine Entscheidung. Die zwei wichtigsten Auszeichnungen gehen an Großbanken...

Foto: dapd

Beste Privatkundenbank: HSBC

Die internationale Großbank mit Sitz in London ist für „Global Finance“ die beste Privatkundenbank. In seiner Begründung führt das US-Magazin an, dass HSBC zwei Drittel seiner Gewinne im Asien-Pazifik-Raum erziele. In Asien und Lateinamerika befinde sich das Institut zudem in einer strategischen Neupositionierung. In Europa sei die Bank dagegen Unsicherheiten durch eine mögliche Regulierung in Großbritannien und eine europäische Bankenunion ausgesetzt – was ihr zumindest im Ranking nicht schadet.

Foto: rtr

Beste Geschäftsbank: Deutsche Bank

Die neuen Co-Vorsitzenden Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain können sich freuen. Die Deutsche Bank ist der Sieger in der Kategorie beste Geschäftsbank. Sie sei mit Niederlassungen in 72 Ländern sehr präsent in Schwellenländern, aber durch seine umfangreichen Aktivitäten in Europa auch stark von der Konjunkturabschwächung in Europa betroffen, heißt es in der Begründung

Foto: dapd

Die vier Gebäude liegen auf zwei Grundstücken – da ist eine Aufspaltung kompliziert, aber möglich. Auch die bisher gemeinsam genutzten Versorgungsanlagen für Strom, Wasser und Telekommunikation müssten so aufgeteilt werden, dass ein schrittweiser Verkauf möglich ist. Von der Machbarkeitsstudie erhoffen sich die Investoren sinnvolle Teilungsvorschläge. „Insbesondere das Rathaus ist für Investoren wegen des langfristigen Mietvertrages hoch interessant“, heißt es aus dem Kreis der Gesellschafter.

Als Modell könnte ein Bürogebäude im Kölner Gewerbegebiet Butzweilerhof dienen, das die Sparkasse KölnBonn als Firmensitz bis 2024 angemietet hat. Der Oppenheim-Esch-Fonds Köln-Ossendorf IV, an dem neben Maxdata-Gründer Holger Lampatz auch der Paderborner Industrielle Hubertus Benteler sowie SchwarzPharma-Erbe Patrick Schwarz-Schütte beteiligt waren, wurde Ende September 2011 an die UniCredit-Tochter Wealthcap zum Preis von 72 Millionen Euro verkauft.

Aus dem Kreis der Ex-Gesellschafter des Bankhauses Sal. Oppenheim machten dabei Christopher Freiherr von Oppenheim und Ilona Gräfin von Krockow Kasse. Beide hielten je drei Prozent der Fondsanteile. Das Versilbern kleinerer Millionenbeträge, vor Jahren undenkbar, steht nicht mehr auf der Tabuliste. Zu groß sind bei einigen Altgesellschaftern des Bankhauses die finanziellen Einbußen. Und nicht nur bei ihnen.

Klasse 1 – UBS, Santander, Royal Bank of Scotland

Der Finanzstabilitätsrat teilt die Banken in fünf Klassen ein. In der ersten Klasse befinden sich laut der vorgesellten Liste 18 Banken, die nicht als besonders systemrelevant gelten – eine mehr als im Vorjahr. Sie müssen nur ein Prozent mehr Kapital zusätzlich zu der erforderlichen Eigenkapitalquote vorhalten. Unter diesen nicht besonders gefährlichen Banken befinden sich Geldhäuser wie die Schweizer Großbank UBS, die Société Générale, die Santander, Credit Agricole, die Royal Bank of Scotland und die Bank of China.

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Klasse 1 – Morgan Stanley

Neu in der Klasse 1 ist die US-Bank Morgan Stanley, die im Vorjahr noch mehr Kapital vorhalten musste. Jetzt beträgt dieser Zuschlag nur noch ein Prozent.

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Klasse 1 – Standard Chartered

Welche Konsequenzen der Brexit für die britische Standard Chartered bedeutet, ist noch nicht absehbar. Dennoch belegt die Bank einen Platz in der Klasse 1, die einen Kapitalaufschlag von einem Prozent voraussetzt.

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Klasse 1 – Unicredit

Das Verfassungsreferendum in Italien am 4. Dezember 2016 könnte das Land wieder in die Krise zurückwerfen. Sollten die Italiener die Reformen ablehnen könnte Unicredit vor größeren Problemen stehen. Laut der Studie gilt die italienische Bank dennoch als nicht systemgefährdend.

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Klasse 2 – Barclays

James Staley, seit Dezember 2015 Chef der britischen Bank Barclays, konnte die Risikoeinstufung des Geldhauses reduzieren. Barclays gehört nur noch der Klasse 1 an. Dort ist ein Kapitalzuschlag von 1,5 Prozent erforderlich.

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Klasse 2 – Wells Fargo

Für Wells Fargo geht es in diesem Jahr eine Klasse nach unten – von Klasse 1 ins Klasse 2, was eine Erhöhung des Kapitalzuschlags von einem auf 1,5 Prozent bedeutet.

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Klasse 2 – Industrial and Commercial Bank of China

Die Industrial and Commercial Bank of China konnte ebenfalls die Klasse nicht halten und rutscht von der ersten in die zweite. Aufschlag: 1,5 Prozent.

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Klasse 2 – Credit Suisse

Die zweitgrößte Schweizer Großbank Credit Suisse gilt als gefährlicher als ihr Konkurrent UBS. Der neue Chef der Bank, Tidjane Thiam, baut das angeschlagene Institut kräftig um. Dennoch beträgt der Aufschlag nach wie vor 1,5 Prozent.

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Klasse 2 – Goldman Sachs

Auch die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs wird als „systemisch“ eingestuft, sie muss 1,5 Prozent Kapitalzuschlag vorhalten.

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Klasse 2 – Mitsubishi UFJ FG (MUFG)

Die Mitsubishi UFJ FG (MUFG) muss ebenfalls 1,5 Prozent Kapital als Zuschlag vorhalten. Zu der japanischen Holdinggesellschaft gehört die Bank of Tokyo-Mitsubshi UFJ. Die Bankengruppe zählt im japanischen Leitindex Nikkei neben Toyota, Toshiba und Sony zu den Schwergewichten. Japanische Banken wie die MUFG profitieren derzeit von der extrem expansiven Geldpolitik der japanischen Notenbank.

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Klasse 3 – BNP Paribas

Der französische Marktführer BNP Paribas gilt zu den gefährlicheren Banken. Die Investmentbank gehört zur Klasse 3 und muss einen Kapitalaufschlag von zwei Prozent vorhalten.

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Klasse 3 – Bank of America

Das größte Kreditinstitut der USA, die Bank of America, kann seine Klasse nicht halten. 2015 noch in der zweiten muss sich die US-Bank in diesem Jahr mit der Klasse 3 begnügen.

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Klasse 3 – Deutsche Bank

Die Deutsche Bank ist das einzige deutsche Geldhaus, das vom Finanzstabilitätsrat als systemrelevant eingestuft wird. Sie muss zwei Prozent Kapital vorhalten. Der britische Chef John Cryan greift momentan durch und zeigt mit einem umfangreichen Stellenabbau und dem Streichen der Dividende Härte. Der Erfolg jedoch hält sich bislang in Grenzen.

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Klasse 3 – HSBC

Die HSBC konnte sich 2016 um eine Klasse verbessern. Der britischen Großbank reicht in der Klasse 3 ein Kapitalpuffer von zwei Prozent. Im Vorjahr gehörte sie noch zu Klasse der gefährlichen Banken und musste einen Kapitalzuschlag von 2,5 Prozent vorhalten.

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Klasse 4 – JP Morgan Chase

JP Morgan Chase gehört zu den „gefährlichsten Banken der Welt“. Die US-Bank muss laut der Studie wie bereits im Vorjahr als Sicherheit einen Kapitalzuschlag von rund 2,5 Prozent vorhalten, womit sie zur Klasse 4 gehört.

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Klasse 4 – Citigroup

In die sogenannte „Klasse 4“ abgerutscht ist die Citigroup, der 2015 ein Kapitalzuschlag von zwei Prozent ausgereicht hatte. Pleiten dieser beiden Banken würden das gesamte Finanzsystem bedrohen. Allerdings haben die vergangenen Quartalszahlen der beiden Geldhäuser überzeugt, weshalb eine Insolvenz unwahrscheinlich ist. Die bedrohlichste Klasse 5 erreicht derzeit kein Institut. In dieser Liga wären 3,5 Prozent Kapitalzuschlag fällig.

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Madeleine Schickedanz rauscht mit ihrem Ehemann und einem Tross von Sicherheitsleuten ins Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe. In ihrem Armani-Hosenanzug sieht sie „wunderschön aus“, vermeldet die Gesellschaftspresse im Mai 2006, es werden Thunfisch-Pralinés und Jacobsmuscheln gereicht. Gilt es doch, das 125-jährige Jubiläum von Karstadt zu feiern.

Unvorstellbar ist in jenen Tagen, dass der einst so stolze Handelskonzern nur drei Jahre später in die Pleite trudeln und sich Schickedanz mit ihrem Vermögensverwalter Esch und dem Bankhaus Sal. Oppenheim überwerfen wird. Auch an dieser Front bahnt sich eine Gerichtsschlacht an, die das Publikum wohl über Jahre mit pikanten Details aus dem Leben der Milliardärin a. D. unterhalten dürfte.

Am 18. Dezember um 11 Uhr verhandelt das Kölner Landgericht erstmals die Klage von Schickedanz gegen insgesamt 14 frühere Geschäftspartner aus dem Oppenheim-Esch-Umfeld. Das Verfahren unterscheidet sich grundsätzlich von den Klagen der Fonds-Anleger – nicht nur weil das Volumen den Rahmen sprengt. Schickedanz hatte sich lediglich am Kölner Messefonds von Oppenheim-Esch beteiligt. Verheerend wirkten sich aber ihre Spekulationen mit KarstadtQuelle-Aktien aus, für die sie neben dem Bankhaus auch Esch verantwortlich macht. Die Beklagten widersprechen: Die Dame habe schlicht ein allzu großes Rad gedreht und sich verzockt.

Die traute Liaison früherer Jahre ist mit der Klage endgültig dahin. Nach der Fusion des Quelle-Versands mit Karstadt 1999 war Schickedanz zur größten Aktionärin des Handelskonzerns aufgestiegen und hatte sich nach und nach mit zusätzlichen Aktien eingedeckt. Das Geld dafür streckte von 2001 an vor allem Sal. Oppenheim vor.

Die adeligen Privatbankiers tauften den ersten Aktiendeal – wohl in Anspielung auf die Nibelungensage – intern „Projekt Kriemhild“. Schließlich galt es einen Schatz zu heben: Schickedanz sollte als Großkundin gewonnen werden.

Tatsächlich mündete die erste Kreditvergabe bald in ein umfangreiches Mandat. Oppenheim-Immobilienpartner Esch wurde zu Schickedanz’ Berater in allen Lebenslagen von Vermögensfragen bis zu „Startzeiten für die Golfrunde“, wie Esch seine Rolle im „Spiegel“ beschrieb.

Europäische Banken – Credit Suisse

Der Schweizer UBS-Wettbewerber Credit Suisse reklamiert die Vorreiterrolle in Sachen Strategie-Anpassungen gerne für sich. Denn auch die Credit Suisse schrumpft kräftig die eigene Bilanz, um sich den neuen Kapitalvorgaben von Basel III anzupassen. Allein in der Anleihesparte innerhalb der Investmentbank hat Credit Suisse das Volumen der risikogewichteten Aktiva innerhalb eines Jahres um 43 Prozent auf 131 Milliarden Dollar gekürzt.

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Und die Umbauarbeiten gehen weiter: In der Investmentbank soll die Bilanz nochmals um zehn Prozent gestutzt werden. Das Einsparziel wurde von drei auf vier Milliarden Franken erhöht. Wie viele Jobs das kosten wird, darüber schweigt sich Bank-Chef Brady Dougan (Bild) indes aus. Trotz der Kürzungen haben sich die Umsätze dieses Geschäftsbereichs im Jahresvergleich im dritten Quartal verdreifacht - was Analysten als die positive Überraschung hervorstrichen.

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Für Finanzchef David Mathers zeigt das Ergebnis, dass die Bilanzausdünnung nicht auf die Erträge durchschlagen muss. Credit Suisse erzielte im Investment-Banking im dritten Quartal eine Eigenkapitalrendite von knapp zehn Prozent. „Das wird die UBS wohl nicht erreichen, was den Druck auf das Management hoch halten wird“, sagt Christian Stark, Analyst bei Cheuvreux.

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Jim O'Neill nahm kein Blatt vor den Mund, als er sich vor kurzem zur Zukunft der Royal Bank of Scotland (RBS) äußerte: „Unserer Ansicht nach sollte die Form und Größe der Investmentbank am Ende kleiner sein als heute.“ Die Meinung von O'Neill hat Gewicht, denn er ist der Chef von UKFI, jener Organisation, die die Bankenbeteiligungen der britischen Regierung verwaltet, und die RBS gehört seit ihrer Rettung durch die Steuerzahler 2008 zu 81 Prozent dem Staat.

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Die Investmentbank des Geldhauses soll also weiter schrumpfen. Dabei ist Vorstandschef Stephen Hester (Bild) bereits kräftig auf die Bremse getreten. Anfang dieses Jahres hatte Hester den Abbau von rund 4000 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Bank zog sich aus großen Teilen des Aktiengeschäfts und einigen anderen Bereichen zurück und verkaufte den traditionsreichen Broker Hoare Govett.

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Seit Hester Ende 2008 sein Sanierungsprogramm für das damals schwer angeschlagene Geldhaus auf den Weg brachte, hat er die Investmentbank der RBS um mehr als die Hälfte verkleinert. Einen völligen Rückzug hielte aber auch UKFI-Chef O'Neill für eine falsche Entscheidung. Zu wichtig seien die Dienste der Investmentbanker für das Wachstum und das Wohlergehen britischer Unternehmen.

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Deutsche Bank

Bei der Deutschen Bank müssen Tausende Investmentbanker um ihren Job fürchten. Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain wollen sparen, um Ertragseinbußen im Zuge der Schuldenkrise und der härteren Regulierung aufzufangen. Das Investment-Banking dürfte zwar zuletzt wieder gut gelaufen sein. Doch das Geschäft gilt als sehr volatil - und Volatilität steht bei der Bank derzeit nicht hoch im Kurs.

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Bis 2015 will die Deutsche Bank rund 4,5 Milliarden Euro einsparen - vor allem im Investment-Banking. Im Juli teilte die Bank mit, dass in diesem Jahr 1900 Arbeitsplätze gestrichen werden, 1500 davon im Investment-Banking. Im Moment beschäftigt die Deutsche Bank insgesamt noch gut 100.000 Mitarbeiter, davon 47.000 in Deutschland. Zunächst wird der Stellenabbau aber Kosten verursachen. Schon in den Zahlen zum dritten Quartal waren Sonderbelastungen wegen des Stellenabbaus, anhängiger Rechtsstreitigkeiten und dem Abbau von Risikopositionen zu erwarten.

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„Es gibt auf der Kostenseite Gegenwind“, hatte Co-Chef Anshu Jain kürzlich gewarnt. Die Geschäfte liefen aber „sehr solide - vor allem im Investment-Banking“. In den vergangenen Jahren hatte die Sparte „Corporate & Investment Bank“ über die Hälfte der Erträge beigesteuert.

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US-Banken – Goldman Sachs

Goldman Sachs hat auch im dritten Quartal wieder die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die legendäre Investmentbank meldete einen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar - nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 428 Millionen Dollar angefallen war. Grund dafür ist vor allem das profitable Kerngeschäft, das Investment-Banking: Bei Goldman stiegen die Einnahmen aus dem Geschäft mit Fusionen und Übernahmen um 49 Prozent. Der Investment-Arm allein trug 1,16 Milliarden Dollar zu den Gesamterlösen von 8,35 Milliarden Dollar bei.

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In den letzten Monaten hatten noch Unsicherheiten über die Euro-Krise und die Entwicklung der Weltwirtschaft das Geschäft eingetrübt. „Die Leistung in diesem Quartal war grundsätzlich solide vor dem Hintergrund eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds“, sagte Bankchef Lloyd Blankfein (Bild). Die Krise in Südeuropa kam für ihn und seine Kollegen noch gewinnsteigernd hinzu. Es gab einen Geldabfluss aus Europa in Milliardenhöhe, der den Geschäften der US-Börsen guttat.

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Zugute kommt den Investmentbanken die durch die Fed ausgelöste Geldschwemme: Sie führte zu Wertsteigerungen bei Aktien und Anleihen im eigenen Portfolio. Der Dow Jones hat seit Jahresbeginn elf Prozent zugelegt, was sich in ihren Ergebnissen widerspiegelt.

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JP Morgan Chase, die größte US-Bank nach Vermögenswerten, ist am besten durch die Finanzkrise gekommen. Auch im dritten Quartal steht das Finanzinstitut blendend da: Bankchef Jamie Dimon konnte mit einem Nettoergebnis von 5,7 Milliarden Dollar - ein Plus von 34 Prozent - wieder einen Rekordgewinn präsentieren. Grund dafür ist vor allem das Kreditgeschäft: In den vergangenen drei Monaten vergab JP Morgan 47 Milliarden Dollar an neuen Hypotheken.

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Die jüngsten Erfolge des JP-Morgan-Chefs (Bild) ließen die Investoren-Legende Warren Buffett zu der Bemerkung hinreißen: „Ich denke, Jamie Dimon ist einer der besten Banker der Welt.“ Zu verdanken haben die Bank wie auch die übrige Branche ihre guten Zahlen allerdings auch der US-Notenbank: Allein die Ankündigung von Fed-Chef Ben Bernanke, für 40 Milliarden Dollar pro Monat notleidende Hauskredite zu übernehmen, hat dem Immobiliengeschäft erkennbar gutgetan.

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Im Investment-Banking ist der Gewinn bei JP Morgan im vergangenen Quartal leicht zurückgegangen – was aber vor allem an einem einmaligen Bilanzierungseffekt liegt. Das Ergebnis lag aber über den Erwartungen der Analysten. Die Vergütung der Investmentbanker hat Dimon in den ersten neun Monaten des Jahres um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gekürzt.

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Bank of America

„Unsere Strategie greift, auch wenn sich die Wirtschaftslage zurzeit problematisch darstellt und wir Altlasten aufarbeiten müssen.“ Trotz der vielen Schwierigkeiten, mit denen die Bank of America noch immer kämpft, fehlt es Vorstandschef Brian Moynihan nicht an Selbstvertrauen. „Dank unserer Unternehmenskunden sind wir weltweit das zweitgrößte Investment-Banking-Institut“, betonte er bei der Vorstellung der Zahlen für das dritte Quartal Mitte Oktober.

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Von Juli bis September verdiente die Bank wegen vieler Sonderbelastungen unter dem Strich zwar nur 340 Millionen Dollar, damit schnitt Moynihan (Bild) aber noch immer besser ab als von den Analysten erwartet. Die meisten Experten hatten mit einem Verlust gerechnet. Im Investment-Banking lief es analog zum Branchentrend deutlich besser als vor einem Jahr.

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2012 gehört die Aktie der Bank of America mit einem Plus von 64 Prozent zu den großen Gewinnern an der Wall Street. Dennoch hat Moynihan mit der Aufarbeitung der Fehler der Subprimekrise noch alle Hände voll zu tun. Allein im dritten Quartal musste die Bank 1,6 Milliarden Dollar für Anwalts- und Gerichtskosten aufwenden. Außerdem will Moynihan bis Ende des Jahres noch über 12.000 der derzeit gut 272.000 Stellen streichen.

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Schickedanz stockte ihre Anteile an KarstadtQuelle weiter auf. Die Bankiers stellten dafür das Kapital zur Verfügung – erst direkt, später, als Probleme mit der Bankaufsicht drohten, verdeckt über ein Finanzvehikel namens ADG. Die Kölner Staatsanwaltschaft hat deshalb ermittelt. Die Nachforschungen sind nun abgeschlossen. Die Staatsanwälte haben ausreichend Hinweise auf strafbare Handlungen gesammelt und die Verteidiger zu einer abschließenden Stellungnahme aufgefordert. Die Anklage dürfte Anfang 2013 erfolgen.

Über Hintergründe und Zweck des Engagements bei KarstadtQuelle gehen die Schilderungen der Beteiligten derweil weit auseinander. Sie sind nun Gegenstand des Gerichtsstreits.

In der Schickedanz-Version folgen ihre Investments einer Art fremdgesteuertem Masterplan. Oppenheim und Esch hätten demnach das Immobilienvermögen von Karstadt zu Geld machen wollen. Um im Verborgenen zu bleiben und lästige Übernahmevorschriften zu umgehen, hätten sie die tüdelige Quelle-Erbin quasi als Strohfrau missbraucht, um sich gemeinsam mit anderen Oppenheim-Familienmitgliedern selbst am Handelskonzern zu beteiligen. Der juristische Charme: Wenn Schickedanz für die Aktienkäufe nur vorgeschoben wurde, muss sie für die Schulden nicht geradestehen – und die unlauteren Aktiendeals wären praktischerweise verjährt.

Madeleine als Marionette? Zumindest Zweifel an der Rührstory sind angebracht. Unterlagen, die die WirtschaftsWoche einsehen konnte, deuten darauf hin, dass Schickedanz schon früh auf die Risiken bei ihren Aktienkäufen hingewiesen wurde – von ihrem eigenen Sohn.

Die Citigroup hat im August 2020 im Auftrag des Kosmetikherstellers Revlon versehentlich einen eigentlich erst 2023 fälligen Kredit von knapp 900 Millionen Dollar bei Gläubigern - Hedgefonds und anderen professionellen Investoren - vollständig zurückgezahlt. Dabei hätte nur eine Zinszahlung von 7,8 Millionen Dollar angestanden. Die Bank machte menschliches Versagen für das Missgeschick verantwortlich und forderte Rückerstattung.

Der Finanzriese hat den Rechtsstreit nun aber verloren. Der zuständige Richter Jesse Furman entschied, dass die Empfänger des Geldes der US-Großbank einen Betrag von rund 500 Millionen Dollar (413 Millionen Euro) nicht zurückzahlen müssen. Die Citigroup kündigte umgehend Berufung gegen das Urteil an.

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Fehlerquelle „Kopieren und Einfügen“: Die stolze Summe von 4.632.124.357.000.001 Euro hat die Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft Bahn-See in Essen von einer Frau aus dem Schwarzwald 2015 gefordert. In einem Brief von Anfang März hatte die Minijob-Zentrale angekündigt, den 16-stelligen Betrag erneut von ihrem Konto einzuziehen. Der erste Abbuchungsversuch sei aus nicht ersichtlichen Gründen gescheitert.

„Das Schreiben ging tatsächlich so raus“, bestätigte ein Sprecher. Zu dem Fehler sei es gekommen, weil eine Mitarbeiterin statt der zu zahlenden Summe eine Kundennummer in das Formular kopiert hatte. Tatsächlich sei es um einen niedrigen dreistelligen Betrag gegangen. Die Billiarden seien allerdings nie abgebucht worden, weil das Missgeschick zeitig aufgefallen sei.

Bei einer Sozialversicherung mit 26.000 Mitarbeitern kämen natürlich Fehler vor, erklärte der Sprecher. „Dass aber jemand zu solch einer hohen, falschen Zahlung aufgefordert wird, ist nach meinem Wissen einmalig“, sagte Buschfort. Bei Banken kommen solche Pannen dagegen offenbar häufiger vor...

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Weil ein Angestellter der Frankfurter Volksbank bei der Arbeit kurz einschlief, wäre ein Rentner beinahe um 222.222.222,22 Euro reicher gewesen, berichtete Spiegel Online 2013. Der Mann blieb mit dem Finger auf der "2" hängen und wies so statt 62,40 Euro mehr als 222 Millionen Euro an. Selbst bei einer Prüfung, die für alle Überweisungen jenseits von 100.000 Euro fällig ist, fiel der Fehler nicht auf. Erst ein dritter Mitarbeiter bemerkte, dass da irgendwas nicht stimmen kann, und stoppte die Überweisung. Pech für den Rentner, Glück für die Bank - denn die wäre im Zweifelsfall auf dem Schaden sitzen geblieben. Und die Geschichte wird noch kurioser: Denn der Mann, dem der Vertipper unterlief, war gar nicht befugt, die Beträge zu ändern. Er sollte lediglich die Bankleitzahl prüfen. Die Mitarbeiterin, die die Überweisung nicht genau genug prüfte, verlor ihren Job - konnte sich aber mittlerweile erfolgreich zurück ins Unternehmen klagen.

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2012 wurde ein indischer Oberschullehrer über Nacht zum Milliardär. Grund war eine Fehlbuchung seiner Bank. Statt der erwarteten Zinszahlung von umgerechnet 150 Euro sah er plötzlich ein Guthaben von 496 Milliarden Rupien (7,5 Milliarden Euro) auf seinem Konto. Die betroffene Bank erklärte, es sei unklar, wie es zu dem Irrtum kam.

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Während sich der Inder für einen Tag als Milliardär fühlen konnte, traf den dänischen Elektriker Dennis Pallesgaard bei der Kontrolle seiner Kontoauszüge fast der Schlag: Statt der erwarteten Abbuchung von 3200 Kronen für eine Hypothek wies die Bank einen Fehlbetrag von rund 63 Milliarden dänischer Kronen aus (etwa 8,5 Milliarden Euro). Der Grund für die Panne war schnell gefunden: Statt der Abbuchungssumme war die Kontonummer von seinem Konto abgezogen worden.

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Die Kreditanstalt für Wiederaufbau wurde von der Bild-Zeitung einst als "Die dümmste Bank Deutschlands" verspottet. Grund dafür: Die staatseigene Förderbank überwies am Morgen des 15. September 2008, einem Montag, der Investmentbank Lehman Brothers knapp 320 Millionen Euro. Die vereinbarte Gegenzahlung von 500 Millionen Dollar bleibt aus. Lehman hat in der Nacht zuvor Insolvenz angemeldet. In der KfW hat dies niemand rechtzeitig bemerkt, obwohl Onlinemedien in der Nacht Eilmeldungen sendeten. Rund 200 Millionen Euro holt sich die KfW später über Umwege zurück, der Rest ist wohl für immer verloren.

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Einen Mordsschreck versetzte die Bank of America 2012 ihrer Kundin Tanya Forister. Ihr Kontostand wies ein Minus von drei Millionen US-Dollar aus. Die Bank sperrte umgehend alle Konten. Für die arbeitslose alleinerziehenden Mutter ein Desaster. Obwohl eindeutig war, dass der Fehler wohl nicht bei der Kundin lag, verwehrte ihr die Bank zunächst den Zugriff. Die Sache müsse erst aufgeklärt werden, so das Statement der Bank. Forister protestierte heftig und bekam schließlich wieder Zugriff auf eines der Konten. Wie es zu der Panne kam, ist nicht bekannt.

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Die Westpac Bank machte im Jahr 2009 einen Neuseeländer versehentlich zum Millionär. Sie überwies irrtümlich zehn Millionen Neuseeland-Dollar (6,2 Millionen Euro). Der Mann brannte mit dem Geld und seiner Lebensgefährtin durch. Erst nach zwei Jahren Flucht schnappten Beamte das Pärchen, als es nach Hongkong einreisen wollte.

Foto: REUTERS

Die Onlinebank Comdirect überwies 2012 aus Versehen 200 Millionen Euro an einen Kunden in Hessen. Der Mann überwies noch in der Nacht zehn Millionen Euro auf das Girokonto seiner Hausbank. Comdirect berechnete ihm für den ihr dann fehlenden Betrag 14,4 Prozent Zinsen – rund 12.000 Euro, die sie von seinem Konto einbehielt. Zu Unrecht, wie ein Gericht später urteilte. Der Hesse soll den Betrag samt Zinsen zurückbekommen.

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Die Panne bei der verstaatlichten Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) schlug Wellen bis in die höchsten Politikkreise. 55 Milliarden Euro wurden 2012 falsch verbucht, weil die Banker "plus" und "minus" verwechselten. Auch die deutschen Staatsschulden waren deshalb zu hoch angesetzt worden.

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2012 erlebte ein Ehepaar aus Bayern eine unschöne Überraschung im Italienurlaub. Als der Mann am Geldautomat einige Scheine ziehen wollte, zog das Gerät die Karte ein. Dasselbe wiederholte sich bei der Karte der Frau. Erst nach der Rückkehr erfuhren die beiden, was vorgefallen war. Das Finanzamt wollte eigentlich das Konto des Sohnes pfänden - wegen einer Schuld von gerade mal 103 Euro. Die Bank übermittelte jedoch fälschlicherweise die Bankdaten der Eltern. Die Bank sperrte daraufhin das gesamte Guthaben sowie die drei EC-Karten des Ehepaares. Der Fiskus lehnte Schadenersatz und Schmerzensgeld für den verpfuschten Urlaub ab.

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Grund zum Jubeln hatte 2012 ein Steuerzahler aus dem Saarland. Statt 400 Euro hatte ihm das Finanzamt versehentlich 85.000 Euro zurückerstattet. Der Mann hatte den Fehler gegenüber dem Finanzamt verschwiegen - und darf das Geld nun behalten, wie der Bundesfinanzhof entschied. Danach profitierte der Mann von der Schlafmützigkeit des Amts, das seinen Fehler erst bei einer Revision acht Jahre später bemerkte und das Geld zurückforderte. Derartige Rückforderungsansprüche verjähren aber schon nach fünf Jahren.

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Am 15. Juni 2005 um 10.30 Uhr trafen sich in der früheren Quelle-Kapitale Fürth bei Nürnberg die Gesellschafter der Madeleine Schickedanz Vermögensverwaltung. In der Gesellschaft war die Familienhabe gebunkert. Zu den Inhabern zählten neben Schickedanz auch ihre Kinder aus früheren Ehen. Und nicht alle waren von Muttis kreditfinanzierten Shoppingtouren angetan.

Hans-Peter Mangold, Sohn aus erster Ehe, probte den offenen Aufstand. Er hatte im Vorfeld der Sitzung Anwälte eingeschaltet und verweigerte seiner Mutter bei der Versammlung die Entlastung. Er fühle sich nicht ausreichend informiert, halte die Geschäftspolitik für „riskant“ und könne „keine tragende Strategie“ erkennen, heißt es in dem geheimen Protokoll des Treffens.

Früher ohne Anwälte

Schickedanz war ob der Revolte im Familienkreis konsterniert. Sie sehe in den Argumenten ein Misstrauen ihr gegenüber. Auch ihre Eltern hätten vielfach vor kritischen Situationen gestanden, aber in der Familie sei nicht mit Anwälten verkehrt worden. „Wie ihre Eltern werde auch sie dort, wo sie das Risiko trägt, alleine entscheiden“, vermerkt das Protokoll.

Der Satz dürfte auch vor Gericht eine Rolle spielen: Schickedanz trägt das Risiko, sie entscheidet. Von Druck durch Esch oder Scheinkäufen für einen Oppenheim-Investorenclub ist selbst im Familienkreis nicht die Rede. Ihr Ehemann Leo Herl führte bei dem Treffen vielmehr aus, dass die Investition im Zuge der Kapitalerhöhung zwingend notwendig war, um eine Insolvenz abzuwenden. Mit späteren Aktienkäufen sollte der Markt beruhigt werden. Im Umfeld der Quelle-Erbin heißt es, die Strohfrau-Konstruktion sei damals angesichts der internen Spannungen auch innerhalb der Familie verschwiegen worden. Fest steht: Hätte die Quelle-Erbin die Einwände ihres Sohnes beherzigt, würde sie wohl noch zu den reichsten Deutschen zählen. Stattdessen muss die 69-Jährige nun darauf bauen, dass das Gericht ihr glaubt – oder ihre Anwälte einen Vergleich aushandeln.

Die Kompromissbereitschaft der neuen Sal.-Oppenheim-Führung scheint jedoch begrenzt. Nach Verrechnung von Sicherheiten und Kreditschulden könnte Schickedanz einen gewissen Lebensstil behalten, aber mehr – sprich: Schadensersatz – sei nicht drin, deutet ein Jurist an.

Götterdämmerung

Das Filmchen auf der Internet-Seite des Bankhauses Sal. Oppenheim ist zwei Minuten und 42 Sekunden kurz. „Über 220 Jahre Kontinuität“ verspricht der Werbeclip. Der seit 2010 amtierende Oppenheim-Chef Wilhelm von Haller joggt darin die Eingangstreppe der Bank in Köln hinauf oder liest auf dem Rücksitz seiner Limousine den Wirtschaftsteil. Dazu geben er und andere Vorstände wohlklingende Anlegermaximen von sich. Bekennen sich zur „besonderen Form der Wertschätzung“. Wollen durch die Kombination „aus Personen und Vermögen“ für ihre Kunden „die beste Bank der Welt“ sein. Denn: „Es geht darum, Versprechen zu halten.“

So soll sie aussehen, die neue blitzsaubere Oppenheim-Welt. Nicht einmal am Rande ist die Rede von Verfehlungen der Vergangenheit. Für manchen Oppenheim-Esch-Anleger ist das der blanke Hohn.

Platz 10: Erste Bank Gruppe

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hat ein Ranking der europäischen Banken mit dem besten Risiko-Rendite-Profil erstellt. Dazu wurde die absolute Rendite durch die Volatilität beziehungsweise durch die Kursschwankungen geteilt (risikoadjustierte Rendite) – und das über den Zeitraum der vergangenen zehn Jahre.

Die beste und einzige Bank in der Rangliste aus dem deutschen Sprachraum ist die österreichische Erste Bank. Die Bank ist das Leitinstitut der österreichischen Sparkassen und das älteste bestehende Kreditinstitut des Landes. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre hatte die Bank eine risikoadjustierte Rendite von 0,43 Prozent.

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Platz 9: Skandinaviska Enskilda Banken (SEB)

Die schwedische Skandinaviska Enskilda Banken (im Bild die Filiale in Vilnius, Litauen) ist in Deutschland vor allem unter ihrer Abkürzung SEB und den entsprechenden Filialen bekannt. Ende Januar 2011 wurde das deutsche Privatkundengeschäft allerdings an die Banco Santander abgegeben. Die SEB Bank landet mit 0,78 Prozent auf Rang neun der Rangliste der risikoadjustierten Rendite.

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Platz 8: Banco Santander

Die spanische Banco Santander kommt auf eine risikoadjustierte Rendite von mehr als einem Prozent. Genauer gesagt sind es 1,05 Prozent. Das reicht zum achten Platz im Ranking. In Deutschland ist die Bank mit ihrer Tochter Santander Consumer Bank auf Wachstumskurs.

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Platz 7: HSBC

Die globale Großbank mit Sitz in London landet auf Platz sieben der Rangliste. Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre hat die HSBC eine risikoadjustierte Rendite von 1,35 Prozent erwirtschaftet. Doch an die Renditekönige der Branche in Europa kommt sie damit beileibe nicht dran.

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Platz 6: Swedbank

Auch auf Rang sechs findet sich ein Institut aus Schweden wieder. Die Swedbank (Bild: Filiale in Riga, Lettland) ist eine der größten Banken in Nordeuropa und auf dem Baltikum. 1,76 Prozent beträgt die risikoadjustierte Rendite im Bloomberg-Ranking.

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Platz 5: DNB NOR

DNB ist der größte Finanzdienstleister Norwegens. Das Institut mit Sitz in Oslo ist mehrheitlich im Staatsbesitz und gehört zu den Top 5 der Rendite-Könige in Europa. Sage und schreibe 4,09 Prozent betrug die risikojustierte Rendite im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Nur vier Banken können da noch eins draufsetzen.

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4. Platz: Nordea Bank

Die Schweden von der Nordea Bank (im Bild Chef Christian Clausen) schnuppern am Treppchen. Mit 4,42 Prozent reicht es im Ranking aber „nur“ zum vierten Platz. Die größte Bank Nordeuropas muss drei Instituten den Vortritt lassen.

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Platz 3: Standard Chartered

In der Rangliste der Rendite-Könige Europas überspringt Standard Chartered die Fünf-Prozent-Hürde. Mit 5,06 Prozent landet das Institut aus London auf dem Bronzerang. Seinen Hauptumsatz erwirtschaftet die Bank in Asien. Standard Chartered bietet auch in Deutschland Privatkunden Finanzierungen an.

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Platz 2: Svenska Handelsbanken

Das Institut ist das vierte aus Schweden in den Top 10. Mit einer risikoadjustierten Rendite von 5,07 Prozent belegt Svenska Handelsbanken (Bild: Zentrale in Stockholm) den Silberrang. Die Bank verfügt über ein flächendeckendes Filialnetz in Nordeuropa. Seit dem Jahr 2007 hat das Institut auch Geschäftsstellen in Deutschland.

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Platz 1: Pohjola Bank

Der Rendite-König unter Europas Banken kommt überraschend nicht aus Schweden, sondern aus Finnland. Mit einer risikoadjustierten Rendite von 6,75 Prozent belegt die Pohjola Bank unangefochten Rang eins. Die Pohjola Bank (vormals OKO Bank) mit Sitz in Helsinki (Bild) ist eine Genossenschaftsbank, zu der mehr als 200 unabhängige lokale Institute gehören.

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Von Beginn an ist die Deutsche Bank als Neu-Eigentümerin auf Distanz zu Esch gegangen. Doch ganz kann sie die Verbindung nicht kappen. Schließlich haben gerade besonders wohlhabende Kunden dort insgesamt mehr als vier Milliarden Euro investiert.

Wie gefährlich die Verquickung mit Esch werden kann, zeigt ein in einer Sendung des WDR zitiertes Gutachten der Anwaltskanzlei Freshfields. Die Risiken für die Deutsche Bank durch mögliche Forderungen geschädigter Anleger beziffert es auf 1,8 Milliarden Euro. Weiter heißt es, dass die Aufklärung über Risiken nicht den üblichen Standards entsprochen habe – ein Vorwurf, der den Klägern bei den bevorstehenden Prozessen Munition liefert. Die Deutsche Bank erklärt, das Gutachten sei „in einem frühen Stadium der Verhandlungen“ entstanden, die Rechtsrisiken hätten sich nicht materialisiert.

Deutsche Aufsicht

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) - Sitz: Bonn, Frankfurt

Die Bafin mit ihrer Präsidentin Elke König (Bild) gibt Richtlinien vor und trifft außerdem aufsichtsrechtliche Entscheidungen. Die Bundesanstalt erteilt und entzieht weiterhin Banklizenzen in Deutschland, kann Geschäftsleiter abberufen und auch Moratorien verhängen. Geleitet wird die Bafin durch ein Direktorium, das aus Präsidentin König und vier Exekutivdirektoren besteht. Gegründet wurde die Behörde 2002 durch die Zusammenlegung von drei Aufsichtsämtern. Die Bafin untersteht dem Bundesfinanzministerium.

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Deutsche Bundesbank - Sitz: Frankfurt

Die Bundesbank überwacht innerhalb der Richtlinien der Bafin die Geschäftstätigkeiten der Banken. Dabei hat die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland um Präsident Jens Weidmann (Bild) ständig Einblick in die Bücher von rund 2000 Banken und 1500 Finanzdienstleistern in Deutschland. Die Aufgaben der Bundesbank wurden 2002 neu festgelegt. Verantwortlichkeiten für die Geldpolitik wurden an die Europäische Zentralbank (EZB) abgegeben.

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Internationale Aufsicht

Basler Ausschuss für Bankenaufsicht - Sitz: Basel

Der Basler Ausschuss wird von Aufsehern und Notenbankern aus 27 Ländern gebildet. Er hat seinen Sitz im Gebäude der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ, Bild). Im Ausschuss werden Standards entwickelt, außerdem gibt er Empfehlungen zur Regulierung des Finanzsystems ab.

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Die Empfehlungen sind allerdings rechtlich nicht bindend. Trotzdem sollen sie von den Regierungen umgesetzt werden. Deutsche Vertreterin im Basler Ausschuss ist die Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger (Bild). Früher war Lautenschläger Chefin der Bafin.

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European Banking Authority (EBA) - Sitz: London

Die EBA mit Sitz in London (im Bild das Bankenviertel Canary Wharf) gibt es erst seit 2011. Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde soll die nationalen Aufsichten bei Krisen unterstützen und die Kooperation der Aufsichten untereinander verbessern.

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Zudem soll die Behörde gemeinsame Standards für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union setzen. Im ersten Jahr ihres Bestehens sorgte die EBA um den italienischen Chef Andrea Enria (Bild) allerdings für viel Unruhe mit ihren missglückten Stresstests, die die Sorgen der Investoren um die europäischen Banken eher verstärkten.

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Financial Stability Board (FSB) - Sitz: Basel

Das FSB wird auch als Finanzstabilitätsrat bezeichnet. Die Organisation soll früh Gefährdungen des Finanzsystems erkennen und Vorschläge zur Regulierung der Institute machen. Vorsitzender des FSB ist der Direktor der kanadischen Notenbank, Mark J. Carney (Bild). Sein Vorgänger ist der jetzige EZB-Präsident Mario Draghi.

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Financial Stability Board (FSB) - Sitz: Basel

Im Auftrag der G20 erarbeitet das FSB derzeit Empfehlungen zum Umgang mit Schattenbanken. Das FSB veröffentlicht viele Studien und Empfehlungen. Die Organisation tritt zwei Mal im Jahr und bei Bedarf zusammen. Das FSB wurde 2009 als Nachfolger des Financial Stability Forum eingerichtet und hat seinen Sitz in der Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.

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Politik

G20

Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer ist ebenfalls in der Regulierung des Finanzsystems aktiv. Auf ihren Treffen (Bild: Kanzlerin Merkel mit US-Präsident Obama (l.) und Chinas Präsident Hu Jintao in Mexiko im Juni 2012) beschließt die G20 Grundsätze der Regulierung, die weltweit gelten sollen. Die konkrete Umsetzung verbleibt aber auf nationaler Ebene.

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EU-Kommission - Sitz: Brüssel

Auch die EU-Kommission (Bild: Gebäude der Kommission in Brüssel) mischt bei der Regulierung und Überwachung der europäischen Institute mit. Die Kommission entwickelt Vorschriften. Außerdem setzt sie Empfehlungen des Basler Ausschusses in Richtlinien um, die europaweit Geltung haben.

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Bundesfinanzministerium - Sitz: Berlin

Das Bundesfinanzministerium (Bild: Finanzminister Wolfgang Schäuble, CDU) setzt die Vorgaben der EU in deutsches Recht um. Außerdem entwickelt das Ministerium eigene Vorschriften für die deutschen Banken.

Insgesamt sind also viele Institutionen bei der Aufsicht und Regulierung am Werk – mit vielen unterschiedlichen Zuständigkeiten.

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Als Deutschlands größte Bank Sal. Oppenheim übernahm, galt der Kaufpreis von einer Milliarde Euro als Schnäppchen. Doch mit den bisher erfolgten Abschreibungen hat Deutschlands größtes Kreditinstitut nun schon knapp drei Milliarden Euro aufgewendet. Die Oppenheim-Tochter BHF ist die Deutsche Bank bis heute nicht losgeworden.

Um die Kosten zu drücken, baut Oppenheim in großem Stil Stellen ab. Bleiben werden nur etwa 450 Mitarbeiter. Für die vermutlich rund 400, die gehen müssen, werden hohe Abfindungen fällig.

Die Folgen des Kahlschlags dürften weit darüber hinausgehen: „Damit ist Unabhängigkeit in der bisherigen Form unmöglich“, sagt ein Insider. So wird die Bank vermutlich nicht nur ihre eigene IT-Abteilung, sondern auch die selbstständige Analyse von Fonds und Aktien aufgeben. „Auf vielen Produkten wird Oppenheim stehen, aber Deutsche Bank drin sein“, sagt ein Kenner der Bank. Bleiben wird zumindest vorerst der Name Sal. Oppenheim. Überlegungen, die Marke ganz aufzugeben, sind vom Tisch. Doch von der einst stolzen Bank bleibt nicht mehr als eine Fassade. „Die Zukunft ist eine reine Vertriebsplattform“, sagt ein früherer Top-Manager.

Die Statistik

In regelmäßigen Abständen erstellt der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Interessenvertretung der Branche, eine Marktvolumenstatistik, in die die Marktanteile von 16 Emittenten einfließen. Als Markt definiert der DDV das in Zertifikaten investierte Vermögen der Privatanleger in Deutschland. Dazu melden die Emittenten alle Zertifikategeschäfte, die in ihren Handelssystemen ausgeführt wurden. Die Zahl deckt nach Angaben des Verbandes etwa 90 Prozent des ausstehenden Zertifikatevolumens ab. 

Quelle: DDV

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Anlageprodukte vorn

Die Masse des Geschäftes entfällt auf Anlageprodukte, also zum Beispiel Discount- und Bonus-Zertifikate oder Aktienanleihen. Ende Juni machten sie 98,9 Prozent des Gesamtvolumens aus. Das Marktvolumen der Hebelprodukte – Optionsscheine und Knock-out-Produkte, an die sich nur sehr gut informierte Marktteilnehmer oder Zocker wagen – lag nur bei 1,1 Prozent.

Quelle: DDV

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Gesamtmarkt

Die größten Happen des Kuchen teilen sich nur wenige: Die ersten fünf Emittenten vereinten Ende des zweiten Quartals einen Marktanteil von 70,6 Prozent des gesamten Marktvolumens auf sich.

Quelle: DDV

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Gesamtmarkt – Platz 5

Die Anleger haben immerhin fast zehn Prozent ihres in Zertifikaten investierten Vermögens in Papiere der Unicredit-Tochter Hypovereinsbank gesteckt: Sie lag im zweiten Quartal des Jahres mit 9,6 Prozent auf Platz fünf. Nur auf die Anlageprodukte bezogen beträgt der Marktanteil sogar 9,7 Prozent.

Quelle: DDV

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Gesamtmarkt – Platz 4

Die WestLB, deren Zertifikateabteilung im Schatten der Diskussionen um das Haus auch im zweiten Quartal munter weiterarbeitete, landete im Zeitraum April bis Juni auf dem vierten Rang mit einem Marktanteil von 13,9 Prozent. Auch wenn man nur die Anlageprodukte betrachtet, sicherte sich die Bank hier den vierten Platz mit einem Marktanteil von 14,1 Prozent. In der nächsten Statistik dürfte hier im Übrigen die Frankfurter Helaba auftauchen. Die Landesbank übernimmt das WestLB-Zertifikategeschäft und steigt damit zu einem der größten deutschen Zertifikate-Anbieter auf.

Quelle: DDV

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Gesamtmarkt – Platz 3

Die Genossen liegen vor dem Sparkassensektor, auch wenn die DZ Bank im zweiten Quartal auf den dritten Platz abrutschte. Im Gesamtgeschäft kam sie nach leichten Verlusten auf einen Marktanteil von 15,0 Prozent, bei den Anlageprodukten gingen 15,1 Prozent auf die Bank, die hier ebenfalls Platz drei belegt.

Quelle: DDV

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Gesamtmarkt – Platz 2

Knapp davor platzierte sich diesmal die Commerzbank mit einem Marktanteil von 15,4 Prozent auf dem zweiten Rang, ebenso bei den Anlageprodukten (Marktanteil: 15,3 Prozent).

Quelle: DDV

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Gesamtmarkt – Platz 1

And the winner is … die Deutsche Bank. Sie behauptete sich als Spitzenreiter mit einem Marktanteil von 16,7 Prozent. Den konnte sie im Vergleich zum Ende des Vorquartals stabil halten. Bei den Anlageprodukten verteidigte die Bank ebenfalls ihre führende Position vom Vorquartal und führte die Tabelle mit einem Marktanteil von 16,6 Prozent an.

Quelle: DDV

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Hebelprodukte – Platz 5

Ein kurzer Blick auch auf das volumenmäßig kleine Geschäft der Hebelprodukte, der Optionsscheine und Knock-out-Produkte. Hier spielen auch andere Emittenten eine wichtige Rolle. Auf Platz 5 schaffte es im zweiten Quartal Goldman Sachs. Die Bank gewann 1,6 Prozentpunkte dazu und hatte einen Marktanteil von 7,3 Prozent.

Quelle: DDV

Foto: dpa

Hebelprodukte – Platz 4

Mit einem Anteil von 9,0 Prozent setzte sich die BNP Paribas auf den vierten Rang.

Quelle: DDV

Foto: dapd

Hebelprodukte – Platz 3

Den dritten Platz sicherte sich die Royal Bank of Scotland (RBS). Sie gewann 1,1 Prozentpunkte hinzu und erreichte einen Marktanteil von 11,3 Prozent.

Quelle: DDV

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Hebelprodukte – Platz 2

Im Gesamtmarkt Platz 1, bei den Hebelprodukten nicht ganz so stark: Die Deutsche Bank konnte aber immerhin ihren Marktanteil gegenüber Ende März von 21,8 Prozent auf 22,6 Prozent verbessern; sie lag damit auf dem zweiten Platz.

Quelle: DDV

Foto: dpa

Hebelprodukte – Platz 1

Bei den Hebelprodukten hat die Commerzbank die Nase vorn. Zum Ende des zweiten Quartals belegte sie wie schon im Vorquartal mit einem Marktanteil von 28,4 Prozent die Spitzenposition.

Quelle: DDV

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Kapitalschutz-Ranking

Interessante Einblicke lässt die Statistik auch hinsichtlich der unterschiedlichen Produktkategorien zu. Bei Kapitalschutz-Zertifikaten hat sich offenbar die DZ Bank hervorgetan. Auf sie entfiel im zweiten Quartal die Hälfte des Anleger-Volumens mit einem Marktanteil von 50,6 Prozent. Wie Ende des ersten Quartals folgte auf dem zweiten Rang die Univredit-Tochter Hypovereinsbank mit einem Marktanteil von 12,5 Prozent. Die WestLB sicherte sich mit einem Anteil von 6,7 Prozent den dritten Rang sichern. Im März lag ihr Marktanteil bei 6,9 Prozent. Der vierte Rang ging an die Landesbank Berlin (LBB), sie weitete ihren Marktanteil auf 6,6 Prozent aus. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) erreichte als Fünfter einen Marktanteil von 6,5 Prozent.

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Strukturierte Anleihen

Als weitere Kapitalschutz-Kategorie wirft die DDV-Statistik Zahlen zu strukturierten Anleihen aus. Im Unterschied zu den zuvor genannten Produkten sehen sie eine Zinszahlung vor, die an verschiedene Konditionen gekoppelt ist. Diese Kategorie führte die WestLB mit einem Anteil von 24,7 Prozent an. Ihr folgte die Commerzbank mit einem Marktanteil von 21,6 Prozent auf Platz zwei. Dahinter kam die Deutsche Bank auf dem dritten Platz. Ihr Marktanteil belief sich auf 20,2 Prozent. Die Hypovereinsbank steigerte ihren Marktanteil von 6,6 Prozent auf 8,0 Prozent. Damit sicherte sich die Unicredit-Tochter den vierten Rang. Auf den fünften Platz kam die BayernLB mit einem Anteil von 5,8 Prozent. Ende März lag er bei 6,1 Prozent.

Quelle: DDV

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Aktienanleihen

In der Kategorie der Aktienanleihen kam es Ende Juni im Vergleich zum Vorquartal zu leichten Veränderungen in der Reihenfolge. Die Hypovereinsbank führte die Rangliste mit einem Marktanteil von 27,7 Prozent an. Gegenüber dem ersten Quartal 2012 musste sie jedoch einen Verlust von 3,3 Prozentpunkten hinnehmen. Den zweiten Rang sicherte sich die LBBW mit einem Marktanteil von 13,7 Prozent nach 12,9 Prozent Ende März. Die DZ Bank rückte mit einem Marktanteil von 13,2 Prozent auf den dritten Rang vor. Die Deutsche Bank kam auf den vierten Platz mit einem unveränderten Anteil von 12,5 Prozent. Die Commerzbank belegte mit einem Marktanteil von 10,6 Prozent den fünften Platz.

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Discount-Zertifikate

Auch in der Kategorie der Discount-Zertifikate gab es leichte Verschiebungen in der Rangliste. Das Segment wurde wie schon Ende März von der Deutschen Bank angeführt. Der Marktanteil belief sich auf 24,8 Prozent. Die DZ Bank und die Commerzbank tauschten die Plätze. Die Genossenschaftsbank rückte nach einem Plus von 1,9 Prozentpunkten auf 16,3 Prozent auf den zweiten Platz vor. Die Commerzbank kam mit einem Marktanteil von 16 Prozent auf den dritten Rang. Es folgte HSBC Trinkaus mit einem unveränderten Marktanteil von 15,3 Prozent. Die UBS kam auf den fünften Platz. Sie verzeichnete einen Anteil von 7,8 Prozent nach 6,7 Prozent zum Ende des Vorquartals.

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Express-Zertifikate

Bei den Express-Zertifikaten verteidigte die Deutsche Bank den Spitzenplatz trotz eines Verlustes von 2,3 Prozentpunkten mit einem Marktanteil von 27,4 Prozent. Die WGZ Bank rückte dagegen vom dritten auf den zweiten Platz vor. Sie verzeichnete einen Marktanteil von 13,3 Prozent. Die DZ Bank folgte auf dem dritten Rang mit 13,2 Prozent. Die UBS sicherte sich dank eines Gewinns von 1,5 Prozentpunkten mit 9,1 Prozent den vierten Platz. Die LBBW erreichte den fünften Rang mit einem Anteil von 8,7 Prozent.

Quelle: DDV

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Bonus-Zertifikate

In der Kategorie der Bonus-Zertifikate gab es auf den vorderen Plätzen nur geringfügige Veränderungen. Die Commerzbank führte die Rangliste mit einem Anteil von 23,5 Prozent an. Die Deutsche Bank blieb unverändert auf dem zweiten Rang. Sie steigerte dabei ihren Marktanteil von 16,4 Prozent auf 17,7 Prozent. Die DZ Bank sicherte sich dank eines Gewinns von 3,2 Prozentpunkten auf 15,9 Prozent den dritten Platz. BNP Paribas belegte Rang vier. Der Marktanteil ging allerdings von 9,6 Prozent auf 8,4 Prozent zurück. Die Hypovereinsbank erreichte den fünften Platz. Sie musste allerdings einen Verlust von 1,6 Prozentpunkten auf 6,0 Prozent hinnehmen.

Quelle: DDV

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Index- und Partizipations-Zertifikate

Die Deutsche Bank hatte bei den Index- und Partizipations-Zertifikaten mit einem Marktanteil von 21,6 Prozent die Nase vorn. Die Royal Bank of Scotland sicherte sich den zweiten Platz mit einem Anteil von 20,6 Prozent. Die UBS kam mit einem Marktanteil von 17,5 Prozent auf den dritten Platz. Die Commerzbank erreichte den vierten Rang mit einem Marktanteil von 10,6 Prozent. Ende März betrug er 11,2 Prozent. Dahinter kam die DZ Bank mit einem Marktanteil von 8,2 Prozent auf den fünften Platz.

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Outperformance- und Sprint-Zertifikate

Die Kategorie der Outperformance- und Sprint-Zertifikate wurde von der Hypovereinsbank mit einem Marktanteil von 37,5 Prozent angeführt. Die Commerzbank sicherte sich den zweiten Rang mit einem Marktanteil von 32,2 Prozent nach 28,3 Prozent im Vorquartal. Der Marktanteil der Deutschen Bank belief sich auf 14,9 Prozent. Damit kam sie auf den dritten Platz. Dahinter folgte die DZ Bank auf dem vierten Rang nach einem Anteilsverlust von 2,4 Prozentpunkten auf 3,3 Prozent. Die BayernLB lag auf dem fünften Rang. Ihr Marktanteil betrug 3,2 Prozent nach 2,4 Prozent im Vorquartal.

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Optionsscheine

Schließlich noch ein Blick in die Zahlen der Hebelprodukte. In der Kategorie der Optionsscheine zeigte sich nahezu das gleiche Bild wie Ende März. Die Deutsche Bank war in dieser Kategorie mit einem Marktanteil von 27,3 Prozent weiterhin Marktführer. Gegenüber dem Vorquartal verzeichnete sie einen Gewinn von 1,2 Prozentpunkten. Die Commerzbank erreichte trotz eines Verlustes von 2,9 Prozentpunkten auf 21,5 Prozent den zweiten Rang. Goldman Sachs erreichte Platz drei mit einem Marktanteil von 12,1 Prozent. Das entsprach einem Plus von 2,3 Prozentpunkten. BNP Paribas sicherte sich den vierten Rang mit einem Marktanteil von 12,0 Prozent. HSBC Trinkaus rückte mit einem Anteil von 9,0 Prozent auf den fünften Rang vor.

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Knock-Out-Produkte

Bei den Knock-Out-Produkten belegte die Commerzbank mit einem Anteil von 34,5 Prozent den ersten Platz. Das entsprach einem Plus von 3,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. Die Royal Bank of Scotland rückte dank eines Anteilsgewinns von 2,1 Prozentpunkten und einem Anteil von 21,0 Prozent auf den zweiten Platz vor. Die Deutsche Bank folgte mit 18,4 Prozent auf dem dritten Rang. Der vierte Rang ging an BNP Paribas. Ihr Marktanteil lag bei 6,4 Prozent. Die Société Générale kam auf den fünften Platz. Sie konnte ihren Marktanteil von 5,8 Prozent auf 6,0 Prozent ausweiten.

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Als wertvolles Herzstück gilt die Oppenheim-Vermögenstreuhand (OVT). Das größte deutsche Family-Office betreut einige Superreiche und hat die Turbulenzen der vergangenen Jahre weitgehend unbeschadet überstanden. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass OVT demnächst näher an Wilhelm von Finck, das Family Office der Deutschen Bank, rückt. Das bringt die Gefahr mit sich, dass sich einige der Kunden von Sal. Oppenheim abwenden.

Oppenheim-Chef von Haller ist in den knapp drei Jahren an der Spitze zur tragischen Figur geworden. Er hat sich mit immensem Engagement in die Arbeit gestürzt, sich morgens um sieben mit Kunden zum Frühstück getroffen und bis spät in der Nacht mit ihnen telefoniert. Doch die Probleme sind offenbar zu groß für ihn. Obwohl sein Vertrag noch bis 2015 läuft, gilt er in der Deutschen Bank inzwischen als völlig isoliert. Die wichtigen Entscheidungen fallen ohne ihn.

Die Mission des Oppenheim-Chefs wird vor allem dadurch zur Sisyphus-Aufgabe, dass immer mehr Geschäfte der Vergangenheit ins Zwielicht geraten. Pikanterweise haben die Strafverfolger nach Informationen der WirtschaftsWoche nun ausgerechnet die Oppenheim-Zentrale selbst ins Visier genommen. Der Anbau des Bankhauses in der Enggasse ist in bewährter Zusammenarbeit mit Esch entstanden.

Den Staatsanwälten fiel bei ihren Ermittlungen auf, dass die Bank nach der Übernahme auffällig hohe Wertberichtigungen bilden musste. Sie haben deshalb ein weiteres Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Befragungen der Kriminalpolizei sind noch in einem frühen Stadium. Weitere Enthüllungen sind wahrscheinlich.

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