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BilligairlineRyanair streicht in Deutschland 1,8 Millionen Sitzplätze

Fliegen ist teuer – das gilt in Deutschland nicht nur für Passagiere, sondern erst recht für Airlines. Ryanair zieht jetzt drastische Konsequenzen. 10.10.2024 - 11:23 Uhr Quelle: Reuters

Eine startende Ryanair-Maschine wird man an einigen deutschen Flughäfen bald nicht mehr sehen.

Foto: imago images

Nach dem angekündigten Teilrückzug in Berlin will Ryanair auch in Hamburg und an anderen Standorten in Deutschland sein Flugprogramm deutlich reduzieren oder ganz streichen. Der größte europäische Billigflieger begründete seinen Schritt für den Sommer 2025 am Donnerstag erneut mit den hohen Standortkosten für die Luftfahrt in Deutschland.

„Ryanair wird den gesamten Betrieb in Dortmund, Dresden und Leipzig einstellen und das Flugangebot in Hamburg um 60 Prozent reduzieren, was zu einem Verlust von 1,8 Millionen Sitzplätzen führt“, sagte Ryanair-Airlinechef Eddie Wilson in Hamburg. Das deutsche Flugangebot für den Sommer 2025 werde damit um weitere zwölf Prozent gestrichen, 22 Strecken fallen weg.

„Deutschland hat erst 82 Prozent seines Verkehrsaufkommens von vor Covid wieder erreicht, was es zum bei weitem am schlechtesten abschneidenden Luftverkehrsmarkt in Europa macht“, erklärte Wilson. „Aufgrund dieser hohen staatlichen Steuern und Gebühren - den höchsten in Europa - sowie dem Hochpreis-Monopol von Lufthansa zahlen deutsche Bürger und Besucher nun die höchsten Flugpreise in Europa.“ Anders als in Deutschland wachse Ryanair in den EU-Wettbewerbern wie Schweden, Italien, Ungarn sowie Polen und habe dort die Kapazitäten erhöht. Grund seien die „pragmatischen und zukunftsorientierten Entscheidungen der Regierungen zur Senkung der Zugangskosten“.

Ryanair hatte bereits Ende August angekündigt, im Sommer 2025 ein Fünftel seines Flugangebots in Berlin wegen hoher Standortkosten zu streichen. Deshalb werde die Zahl der am BER-Airport stationierten Ryanair-Flugzeuge von neun auf sieben reduziert. Deutschland hinkt wegen der vergleichsweise hohen Luftverkehrskosten anderen Ländern bei der Erholung nach der Corona-Krise weit hinterher. Denn auch andere Fluglinien wie Easyjet haben ihr Programm ausgedünnt.

Lesen Sie auch: Das Service-Desaster belastet die Lufthansa

rtr
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