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EnergietechnikSiemens Energy startet mit Gewinn trotz Windkraft-Problemen

Obwohl die Probleme bei der Windkrafttochter Gamesa weiter Geld kosten, ist der Konzern solide ins Geschäftsjahr gestartet. Nominell ist der Gewinn abgestürzt – doch das ist kein Grund zur Sorge. 12.02.2025 - 14:53 Uhr Quelle: dpa

Siemens Energy ist solide in sein Geschäftsjahr gestartet. (Archivbild)

Foto: dpa

Der Energietechnikkonzern Siemens Energy will sein Wachstum in den USA auch nach der Einführung neuer Zölle durch Präsident Donald Trump vorantreiben. „Die USA sind für uns ein extrem wichtiger Markt. Deswegen investieren wir heute und werden das auch weiterhin tun“, sagte Vorstandschef Christian Bruch am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal.

„Wir sehen eine unheimliche Wachstumsdynamik in den USA.“ Dies gelte insbesondere für den Energiebereich. Die Nachfrage nach Gasturbinen sei enorm. Zudem habe das Stromnetz einen hohen Modernisierungsbedarf. Zusätzliche Kosten durch die Zölle könnten wohl an die Kunden weitergereicht werden. Trump hatte in dieser Woche Zölle auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren auf den Weg gebracht. Dies werde auch Auswirkungen auf Siemens Energy haben, sagte Bruch. „Die große Frage wird sein, was bedeutet das netto. Das können wir heute noch nicht quantifizieren.“

Siemens Energy fertige einen Großteil der Produkte in den USA vor Ort, so dass diese nicht erst importiert werden müssten. Der Konzern prüfe derzeit mögliche Auswirkungen in seinen Lieferketten. Siemens Energy erzielt in den USA etwa ein Fünftel des Umsatzes und betreibt dort mehrere Werke. Der Konzern präsentierte am Mittwoch prall gefüllte Auftragsbücher. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025 habe der Auftragsbestand mit einem Wert von 131 Milliarden Euro einen neuen Rekord erreicht. Siemens Energy sei stark in das Geschäftsjahr gestartet und erwarte insgesamt günstige Rahmenbedingungen, erklärte Bruch.

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Free Cashflow vor Steuern steigt deutlich

Das Unternehmen, das mit Gasturbinen in der klassischen Energiewelt breit aufgestellt ist und mit Windturbinen im Bereich der erneuerbaren Energie, hatte bereits Ende Januar vorläufige Quartalszahlen vorgelegt. Das Ergebnis vor Sondereffekten hatte sich auf 481 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Das Unternehmen bekräftigte die zuletzt angehobene Prognose, nach der im Gesamtjahr der Free Cashflow vor Steuern den Wert von bis zu einer Milliarde Euro übertreffen soll. „Unser starkes erstes Quartal spiegelt die Marktchancen wider, die sich durch die steigende Stromnachfrage ergeben“, erklärte Bruch.

Siemens Energy konnte den Free Cashflow vor Steuern auf 1,528 Milliarden Euro verbessern nach einem Fehlbetrag von 283 Millionen Euro vor Jahresfrist. Bruch bekräftigte, eine konkrete neue Prognose für diese am Markt viel beachtete Kennziffer mit den Ergebnissen für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres vorzulegen. Die spanische Problem-Tochter Gamesa hatte immer wieder dem Gesamtkonzern wegen Qualitätsmängeln bei Windturbinen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gamesa konnte im Quartal das Ergebnis vor Sondereffekten zwar verbessern, schrieb aber mit einem Minus von 374 Millionen Euro weiter rote Zahlen.

Siemens Energy ist solide in sein Geschäftsjahr gestartet. In seinem ersten Quartal machte der Energietechnikkonzern 252 Millionen Euro Gewinn, wie er mitteilte.

Die schwarzen Zahlen gelangen trotz weiterhin hoher, wenn auch etwas geschrumpfter operativer Verluste bei der Windkrafttochter Gamesa, weil die Geschäfte in den drei anderen Sparten gut liefen. Diese Werte hatte Energy allerdings bereits Ende Januar mitgeteilt, ebenso den Anstieg des Umsatzes auf 8,9 Milliarden Euro.

Nominell ist der in den drei Monaten von Oktober bis Dezember erwirtschaftete Quartalsgewinn ein Einbruch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

dpa, rtr
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