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Bericht Spekulation um Zug-Allianz treibt Bombardier- und Alstom-Aktien

Bombardier und der französische Rivale Alstom sprechen einem Bericht zufolge über eine Fusion ihres Zug-Geschäfts. Die Anleger reagieren erfreut.

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Der kanadische Konzern spricht einem Bericht zufolge mit Alstom über eine Fusion des Zug-Geschäfts. Quelle: Reuters

Der angeschlagene kanadische Bombardier-Konzern spricht einem Bericht zufolge über eine Fusion seines Zug-Geschäfts mit dem französischen Rivalen Alstom. Die unverbindlichen Gespräche hätten bereits vor der jüngsten Gewinnwarnung von Bombardier begonnen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.

Das trieb die zuletzt gebeutelten Bombardier-Aktien am Dienstag in Toronto um 4,5 Prozent nach oben. Alstom-Papiere stiegen am Mittwoch um zwei Prozent auf ein Zehn-Jahres-Hoch. Eine Fusion von Alstom mit der Bahntechnik-Sparte von Siemens war vor knapp einem Jahr am Widerspruch der EU-Wettbewerbshüter gescheitert. Auch eine Allianz von Bombardier und Alstom dürfte dort auf Widerstand stoßen.

Die drei großen westlichen Zughersteller versuchen die Konsolidierung der Branche voranzutreiben, weil sie die neue Konkurrenz des chinesischen Staatskonzerns CRRC fürchten, der nach ihren Beobachtungen auf den europäischen Markt drängt. Bombardier hatte bereits 2017 mit Siemens über einen Zusammenschluss der Eisenbahn-Sparten verhandelt, bevor der Münchner Technologiekonzern sich für Alstom als Partner entschied. Die Zug-Sparte von Bombardier wird von Berlin aus geführt.

Das Unternehmen aus Montreal hatte seine Anleger in der vergangenen Woche aufgeschreckt: Bombardier dampfte seine Gewinnprognose um fast die Hälfte auf 400 (bisher: 700 bis 800) Millionen Dollar vor Zinsen und Steuern ein. Ein Grund dafür waren Projekte in der Zug-Sparte, bei denen die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind. Die Aktie brach um 38 Prozent ein.

Zudem erwägt Bombardier einen Ausstieg aus der Gemeinschaftsfirma, die für das kleinste Airbus-Flugzeug, den Airbus A220, verantwortlich zeichnet. Voraussichtlich müsse Bombardier wegen des langsameren und teureren Hochlaufs des Projekts auch Abschreibungen bilden.

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