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BrautkleiderBerliner Modelabel Kaviar Gauche in Schwierigkeiten

Vor allem Brautkleider haben Kaviar Gauche zu einem der bekanntesten deutschen Designerlabels gemacht. Nun hat die Berliner Betriebsgesellschaft hinter der Marke Insolvenz angemeldet.Henryk Hielscher 07.11.2023 - 12:17 Uhr

"Bridal Couture" ist das Aushängeschild des Berliner Modelabels Kaviar Gauche. 

Foto: imago images

Die Fischer-Roehler & Kühl GmbH, die Betriebsgesellschaft hinter dem Berliner Modelabel Kaviar Gauche, hat nach Informationen der WirtschaftsWoche Insolvenz angemeldet. Der Jurist Tino Schweizer von der Kanzlei Mönning Feser Partner wurde vom Amtsgericht Berlin Charlottenburg als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt. „Der Geschäftsbetrieb wird fortgesetzt und ist, ebenso wie die 32 Arbeitsplätze, gesichert“, sagte Schweizer der WirtschaftsWoche. Es fänden bereits Gespräche mit einer Investorin statt, über deren Identität Stillschweigen vereinbart wurde. Die Kaviar Gauche GmbH als Inhaberin der Markenrechte sei von der Insolvenz nicht betroffen.

Kaviar Gauch gilt als eines der bekanntesten jüngeren Designerlabels aus Deutschland. „Zu seinen zahlreichen Anhängern kann es namenhafte Fans wie Heike Makatsch, Florence Welch, Rosie Huntington-Whiteley und viele mehr, zählen“, heißt es auf der Unternehmenshomepage. 

Luxuriöse Braut- und Abendkleider

Die beiden Modedesignerinnen Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl hatten das Label 2004 gegründet. 2008 entwarfen sie eine Kollektion für ein Kaufhaus, der Höhepunkt war  ganz klassisch  ein Brautkleid. Das war nach wenigen Tagen ausverkauft. Also konzentrierten sich die Designerinnen fortan auf luxuriöse Braut- und Abendkleider. Inzwischen betreibt das Unternehmen Shops in Berlin, München und Düsseldorf, sowie international bei ausgewählten Einzelhändlern. 

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Hintergrund des Insolvenzantrags sind nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters verzögerte Zahlungseingänge. Zuletzt litt die gesamte Branche zudem unter Kostensteigerungen und der Konsumzurückhaltung der Verbraucher aufgrund der hohen Inflation. Schon in den vergangenen Monaten hatten daher zahlreiche Modeanbieter die Reißleine gezogen. Der Schuhhändler Reno musste den Geschäftsbetrieb mittlerweile einstellen, der Versandspezialist Klingel dürfte Anfang 2024 folgen.

Für andere Unternehmen wurden im Rahmen von Insolvenzverfahren zumindest Fortführungslösungen gefunden, darunter unter anderem die Modeanbieter Gerry Weber und Ahlers, der Düsseldorfer Fashionfilialist Peek & Cloppenburg sowie der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof.

Lesen Sie auch: Modeanbieter Peter Hahn geht ins Schutzschirm-Insolvenzverfahren

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